Stilmöbel aus Deutschland
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Stilmöbel aus Deutschland

Stilmöbel sind Möbel aus vergangenen Epochen. Da es nicht wirklich viele dieser Möbel mehr gibt und die Anschaffung sehr teuer ist, werden sie heute nach historischen Vorbildern hergestellt. Dabei werden Originale vergangener Stil-Epochen nachgebildet und der Art und Verwendung der heutigen Zeit angepasst.
Für Stilmöbel wird nur Massivholz aus ausgesuchter Qualität und mit schöner Maserung verarbeitet. Die Verarbeitung muss handwerklich perfekt sein. Wert gelegt wird auf Perfektion bis ins  letzte Detail.
Stilmöbel stehen für Einrichtungsgegenstände aller Epochen zwischen 1780 bis 1920.

Deutsche Stilmöbel erinnern hauptsächlich an den Barock oder den Klassizismus. In jeder Epoche dominiert eine klassische ...
Grundform, wodurch die Möbel eingeordnet werde können. Die barocken Möbel haben sehr üppige Formen, die klassizistischen orientierten sich an der griechisch- römischen Antike. Die Möbel waren einfach und geometrisch geformt. Sie zeichneten sich durch Geradlinigkeit, klare Gliederung und sparsame antike Ornamentik aus. Der Klassizismus wurde in Deutschland auch als Zopfstil bezeichnet.

Besonders gefragt sind Möbel aus der Rokoko- und Biedermeier-Zeit. Möbel aus der Biedermeierzeit waren geprägt von häuslicher Gemütlichkeit. Besonders Sofas und Stühle waren sehr weich gepolstert. Dominierend für Wohnzimmer war ein großer runder Tisch, an dem die ganze Familie Platz fand.  Zur Herstellung wurde meist einheimisches Holz, wie Kirsche oder Nussbaum verwendet.  Der Biedermeierstil gilt als brav, ganz im Gegensatz zum darauf folgenden Jugendstil.  Dessen Möbel hatten kurvenartige geschwungene Formen, fließende Übergänge und üppige Intarsien aus Elfenbein und Perlmutt. Bezeichnend waren die großen floralen Muster auf Bezügen und Tapeten.

Die zierlicheren Rokokomöbel lösten die wuchtigen Möbel des Barock ab. Das hing mit den veränderten Wohnbedingungen der Bürger zusammen. Es wurden verstärkt Möbel für kleinere Räume benötigt.
Deutsche Stilmöbel sind in der Regel nicht so gefragt, wie vergleichsweise englische, französische oder italienische. Oftmals wurde bei deutschen Möbeln mehr Wert darauf gelegt, dass sie praktisch waren, zumindest bei der normalen Bevölkerung. In herrschaftlichen Häusern, wo kein Mangel herrschte, waren die Möbel auch reich verziert und verschnörkelt. Die einfache Bevölkerung kopierte viele herrschaftliche Möbel, die aus Hartholz hergestellt wurden. Sie ließen diese aus Weichholz nachbauen und so behandeln, das sie dunkel wurden. Das kam durch verschiedene Lasuren zu Stande.

Deutsche Stilmöbel werden von Fachleuten hergestellt. Viele Anbieter findet man im Internet. Dort kann man sich auch einen Überblick über die Preise verschaffen. Stilmöbel sind nicht billig, halten aber bei guter Pflege sehr lange, denn sie sind aus massivem Holz.
 

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