Marktschirm als Schattenspender

Marktschirm als Schattenspender 

Bevor große Marktschirme ihren Einzug in den privaten Bereich hielten, hatten sie sich seit dem 19. Jahrhundert auf Wochen- und sonstigen Märkten bewährt.

sonnenschirm1Ein Verkäufer stellte damals fest, dass sich Kunden lieber im Schatten aufhielten und dort auch mehr kauften. Um seinen Umsatz zu steigern, entwickelte er den Marktschirm. So trat der Marktschirm als Schattenspender seine Erfolgsgeschichte an. 

Die heutigen Marktschirme schützen nicht nur vor zuviel Sonne, sondern auch vor Niederschlägen. Mit einem Durchmesser von mindestens 3,5 Metern überdacht ein Marktschirm eine

Fläche, an der zwei Bierzeltgarnituren Platz finden. Die gängigen Größen von Marktschirmen sind 3,5 m, 4 m oder 4,5 m rund oder quadratisch. Der Handel hält noch weitere Abmaße bereit, auch in rechteckiger oder ovaler Form. 

Marktschirm als Schattenspender – Details  

Marktschirme sind mit einem Mast aus Aluminium, verzinktem Strahlrohr oder Kunststoff  ausgestattet. Die farbliche Gestaltung besteht bei Metallausführungen zumeist aus Pulverbeschichtung. Ein Seilzug erleichtert das Öffnen. Für Anhänger von natürlichen Materialien gibt es auch Marktschirme mit Hartholzgestell. Dazu harmoniert am besten ein naturfarbiger Bezug in Creme-Weiß.

Die Bedachung des Schirmes kann am Ende der Streben aufhören oder es hängt ein Volant herunter, der im professionellen Bereich gerne für Werbezwecke genutzt wird. Je dicker der Stoff ist, desto widerstandsfähiger ist der Schirm. Dabei kann es sich um einen Kunststoff oder um Baumwolle handeln. Am häufigsten wird kräftiges PVC genommen, weil es sich leicht reinigen lässt. Synthetik ist zwar ebenfalls pflegeleicht, aber nicht so haltbar. Sind die Enden der Streben in ein festes Material wie Leder eingearbeitet, stoßen die Streben auch nach häufigem Gebrauch nicht durch. 

Das Öffnen und Schließen erfolgt mit einer Handkurbel oder mit einer elektrisch betriebenen Kurbelvorrichtung. Mit Knickvorrichtung besteht die Möglichkeit, den Marktschirm in Richtung Sonne zu neigen. Damit ein Marktschirm aufrecht stehen kann, braucht sein Mast einen Ständer, entweder als Stativ-, Beton- oder Kunststofffuß. Letztgenannter wird zur Beschwerung mit Sand oder Wasser gefüllt. Steht der Marktschirm immer am gleichen Platz, eignet sich eine Erdhülse, die in den Boden eingelassen wird. 

Vorteile:
Wer einen Marktschirm als Schattenspender einsetzt, braucht ihn nur aufzuspannen, um vor allzu aggressiver Sonneneinstrahlung geschützt zu sein. Weitere Vorzüge, auch die verschiedenen Ausführungen betreffend, in nachstehender
Auflistung:
  • Das herausragende Plus eines Marktschirmes ist seine Größe im Vergleich zu normalen Sonnenschirmen.
  • Imprägnierte Bespannungen bieten zugleich einen optimalen Schutz vor Regen. Diese Stoffe sind zudem erheblich witterungsbeständiger. 
  • Bei hochwertigen Marktschirmen lässt sich die Bespannung zur Reinigung abnehmen.
  • Bezüge aus Kunstsstoffmaterialien werden mit Seifenwasser verhältnismäßg einfach sauber.
  • Ein Marktschirm kann den ganzen Sommer über an seinem Platz bleiben.
  • Eine Schutzhülle schützt den geschlossenen Schirm vor Schmutz.
Nachteile:sonnenschirm4_fl
Bevor ein Marktschirm abgebaut und ins Winterquartiert gebracht wird, muss er vollkommen trocken sein, sonst kann sich Schimmel bilden. Erwähnenswert sind auch noch folgende Fakten:
  • Ist der Marktschirm nicht direkt im Boden verankert, sondern sitzt in einem Ständer, stellt dieser eine Stolperstelle dar. 
  • Unter einem Kunststoff-Marktschirm kann es aufgrund des geringen Luftaustausches zu einer Hitzeglockenbildung kommen. 
  • Bei Schirmen mit Kunststoffbezug führen Temperaturunterschiede im geschlossenen Zustand zu Schwitzwasser, das Schimmel verursachen kann.
  • Naturbezüge sind wesentlich schmutzempfindlicher als Kunststoffbezüge.
  • Mit einer fest sitzenden Erdhülse

    versehen, lässt sich ein Marktschirm nicht verrücken.
  • Einen Sturm oder einen Orkan wird ein aufgespannter Marktschirm wahrscheinlich nicht schadlos überstehen. Deshalb muss er bei einem aufkommenden Unwetter stets geschlossen sein.
  • Ein Tisch kann nicht mitten unter dem Marktschirm stehen, weil sich dort der Mast befindet, es sei denn, der Tisch hat einen entsprechenden Ausschnitt.
Preise

Die Kosten für einen Marktschirm liegen zwischen 50 und 300 Euro, wobei die Größe und die Ausführung tragende Rollen spielen. Für eine Luxusausführung mit 12 Streben und Gelenkteilen aus glasfaserverstärktem Kunststoff kann der Preis auch noch höher sein. Ein passender Ständer ist in der Regel nicht dabei.

Händler

Fachgeschäfte für Gartenmöbel bieten unzählige Modelle an Marktschirmen an, aber auch Möbelhäuser und Gartencenter. Die bekannten Versandhäuser Neckermann, Quelle, Otto-Versand, Schwab und Bauer führen allesamt Marktschirme in ihren Katalogen und Internetpräsenzen. Es lohnt auch ein Blick auf die Webseiten von:
  • www.andorra-sonnenschirm.de
  • www.garten-und-freizeit.de
  • www.profi-faltzelt.de
  • www.hagebau.de
Fazit

Ein großer Marktschirm verzaubert die Terrasse oder den Garten in eine Urlaubslandschaft. Bei der reichlichen Farbauswahl, die der Handel bietet, ist für jeden Geschmack gesorgt. Der Marktschirm ist jedoch nicht nur Dekorationselement, sondern erfüllt seinen eigentlichen Zweck als Schattenspender mit Bravur und eignet sich noch zusätzlich als Schutz vor Regen. Damit die Freude am Marktschirm lange anhält, empfiehlt es sich, beim Kauf auf Qualität zu achten. 

Tipps für den Marktschirmkauf:
  1. Achten Sie auf einen mindestens 80%-igen UV-Schutz.
  2. Wenn Sie den geöffneten Marktschirm gegen das Licht halten, sehen sie am besten, wie dicht der Stoff ist. 
  3. Ein Marktschirm sollte über gute Trocknungseigenschaften verfügen, das bewahrt vor Schimmel und Moder.

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