Brotbackofen selber bauen - Bauanleitung

Brotbackofen selber bauen - Bauanleitung

Das Brot gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln. Wie köstlich kann eine frische Brotscheibe sein, bestrichen mit guter Butter und belegt mit Knochenschinken (oder mit Tomate, die auch nach Tomate schmeckt). Leider ist die Brotscheibe heute häufig nicht mehr so köstlich, industriell hergestelltes helles Einheitsbrot erinnert nur schwach an den Geschmack eines echten Sauerteig-Brotes. Wenn Sie so etwas nicht gerne essen, haben Sie die Wahl: Sie können im Feinkostladen oder beim spezialisierten Bäcker in der nächsten Stadt naturbelassenes und gut durchgebackenes Brot kaufen, allerdings in der Regel zu einem nicht gerade geringen Preis. Oder

Sie setzen selbst einen Sauerteig an und backen ihn im eigenen Brotbackofen zu wunderbarem Krustenbrot.

gartenkamin_flDas Grundprinzip

Ein Brotbackofen ist eine bis auf die Befeuerungsöffnung geschlossene Einheit aus feuerbeständigen und hitzespeicherfähigen Steinen. Eventuell regelt ein zweiter Auslass als Kamin den gleichmäßigen Brennvorgang. Durch die Öffnung wird Holz eingelegt, das während einer längeren Brennzeit die Umgebung bis zu 300 Grad aufheizt. Diese Hitze wird lange gespeichert. So lange, dass es für ein Brot mit einer Backzeit von über einer Stunde gut ausreicht. Ein Brotbackofen entwickelt auch genau die richtige Hitze für den Backvorgang: Brot möchte heiß angebacken werden und dann bei geringerer Hitze langsam durchbacken.

Der richtige Platz für den Brotbackofen

Zunächst muss der richtige Platz für den Brotbackofen gefunden werden. Wenn der Brotbackofen zur täglichen Versorgung beitragen soll, sollte er sicher nicht zu weit von der Küche entfernt sein, in der ja der Brotteig hergestellt wird. Wenn das Brotbacken oder Pizza backen eher ein gemeinsames Partyvergnügen werden soll, kann er seinen Platz auch innerhalb einer Outdoor-Küche finden, die speziell für Einladungen zur Verfügung steht.

Fundament oder nicht?

Sie brauchen eine
ebene Fläche, wenn Sie den Brotbackofen auf ein Fundament stellen wollen. Dann werden Sie in der Regel einen Unterbau mauern, um den Ofen auf bequeme Bedienhöhe zu bringen. Eine andere Möglichkeit gibt es bei einem stufigen Gelände: Sie formen einen Absatz, vor die Senkrechte kommt eine Steinmauer. Auf die Waagerechte kommt der Brotbackofen, je nach Höhe des Absatzes in bequemer Bedienhöhe.

Der Brotbackofen kann aber auch auf andere ebene Flächen gestellt werden, bei denen keine Brandgefahr gegeben ist, ohne dass ein Fundament gegossen wird. Der Boden kann zum Beispiel mit Natursteinen belegt werden oder mit Betonplatten, die mit feuerfestem Mörtel zu einer Einheit verbunden werden.

Der Backraum des Brotbackofens

Die eigentliche Gestaltung des Brotbackofens ist nicht festgelegt. Es gibt verschiedene Wege, diese geschlossene Backeinheit herzustellen: Sie können einen fertigen Innenofen als Bausatzteil kaufen, der dann in ein entsprechendes Gestell gebaut wird. Sie können einen Boden aus Schamottsteinen mit einer Kuppel versehen, hier wird ähnlich gemauert wie bei einem Torbogen. Sie können den Backboden auch mit einer Kuppel ausstatten, indem Sie den späteren Innenraum aus Sand und Lehm gestalten und darüber aus feuerfestem Beton eine Kuppel formen. Der Sand wird nach dem Aushärten aus dem Backraum entfernt.

Der Unterbau und die Wände des Brotbackofens

Die gesamte Backeinheit wird meist auf einen Unterbau gestellt und von Wänden umgeben, die die Hitzespeicherfähigkeit noch verstärken. Um den unteren Teil des Ofens zu mauern, brauchen Sie

hitzebeständige Steine. Diese gibt es im Baumarkt, viele Öfenbauer greifen aber auch gerne auf gebrauchte Steine zurück. Sie geben dem Brotbackofen ein schon fast antikes Aussehen, außerdem sind sie in der Anschaffung sehr günstig. Meist wird ein Unterbau in mit drei Wänden gemauert, der dann neben dem Backraum mit Seitenwänden komplettiert wird.

Anschließend wird der Freiraum zum Backraum hin so gut wie möglich gedämmt, zum Beispiel mit einem Gemisch aus Lehm und nicht brennbaren Fasern oder mit nicht brennbarem Dämmmaterial.

Im fertigen Ofen kann natürlich nicht nur Krustenbrot gebacken werden. Ebenso gut eignet er sich für Pizza und damit auch für verschiedene Varianten von Fladenbrot. Auch echter Flammkuchen kann hier entstehen, der seinen Namen daher hat, dass beim Backvorgang offene Flammen von den Seiten einwirken. Die Restwärme nach mehreren Backvorgängen kann genutzt werden, um Obst zu dörren oder Kräuter zu trocknen.

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