Gartenofen selber bauen - Material und Kurzanleitung

Gartenofen selber bauen - Material und Kurzanleitung

Der Grillplatz im Garten kann mit Hilfe eines selbst gebauten Edelstahl- Grills, Räucherofens, Steinbackofens oder Grillkamins zu einer gemütlichen Sitzgelegenheit gestaltet werden. Durch einen komfortablen und individuell gestalteten Gartenofen wird jedes Fest zu einem besonderen Erlebnis.

Gartenöfen - verschiedene Modelle

Es gibt viele, verschiedene Arten von Gartengrills. Sie unterscheiden sich in mobile Grills und Grillanlagen. Zu den mobilen Garten - Grills gehören Holzgrills, Barbecuegrills und Kanonengrills. Grillanlagen sind gemauerte Grill -Grillkamine, Gartengrills, Gartenöfen, Backöfen oder Pizzaöfen.

Material- und Bauanleitung für einen

Holz - Backofen


Einen soliden Backofen kann man mit den entsprechenden Materialien und einer Bauanleitung einfach selber bauen. Für den Holzbackofen mit einer Backfläche von 60 x 100 Zentimeter benötigt man eine halbe Tonne Sand, eine viertel Tonne Lehm, Dachpappe, Zement, zirka 220 Ziegelsteine, 80 Schamottesteine, biegsame Presspappe, zirka 40 Meter Kantholz, vier Ortgangbretter, 18 Dachlatten, vier Metallfüße, acht Firstziegel, Nägel und Schrauben. Idealerweise wird der Lehm - Backofen im Frühjahr oder Sommer gebaut, damit er ausreichend trocknen kann. Der Ofen wird auf Sand gebetteten Feldsteinen oder einen Betonplatte errichtet. Dazu wird das Erdreich bis auf einen festen Untergrund wie Lehm oder Gestein ausgehoben. Im Anschluss wird
das Loch mit Sand und Feldsteinen befüllt oder die Betonplatte ausgegossen. Der Sockel des Gartenofens wird mit Lehmmörtel oder Kalk- Zementmörtel gemauert. Auf die Außenränder des Fundaments werden jetzt zwei Reihen Steine gesetzt. Zwischen den Reihen wird die gebogene Hartfaserplatte gestellt, die zusätzlich von oben mit Ziegelsteinen beschwert wird. Nun wird das Gewölbe gemauert, was von beiden Seiten gleichzeitig erfolgen muss. Danach werden die Seitenwände bis an das Gewölbe heran gemauert und der Sockel- Hohlraum mit Sand befüllt. Jetzt wird das Gewölbe mit Schamotteplatten ausgelegt. Die Platten stellen die Backfläche dar. Das Backgewölbe wird mit Schamottesteinen ausgemauert, da diese als besonders gute Wärmespeicher fungieren. Aus Stroh und Lehm-Schlamm wird nun das Dichtungsmaterial hergestellt. Beide Elemente werden sorgfältig miteinander vermischt und anschließend zehn Zentimeter dick auf den Ofen aufgetragen. Ist der Backofen gut getrocknet, kann er in Betrieb genommen werden.

Dazu wird der Backraum mit Gehölz befeuert. Nach zirka 1,5 Stunden wird die Glut mit einem Schaber entfernt und der Backraum mit einem feuchten Tuch ausgewirbelt. Der Ruß sollte vollständig ausgebrannt sein, bevor mit dem Backen begonnen wird.

In einem Holz - Backofen lassen sich schmackhafte Fisch,- Brot,- Nudel- Pfannen und Pizzagerichte zubereiten.

Gartenofen- der richtige Standort

Da der selbst gebaute Garten -Backofen über keinen Schornstein verfügt, kann er grundsätzlich überall aufgestellt werden. Bei der Standortwahl sollte man jedoch bedenken, dass die Flammen aus der Ofenöffnung ausschlagen können. Aus diesem Grunde sollten in unmittelbarer Nähe keine leicht entflammbaren Gegenstände aufbewahrt werden.

Frisch aus der Redaktion