Was bedeutet: FSC - Forest Stewardship Council

Was bedeutet: FSC - Forest Stewardship Council

Der Forest Stewardship Council, kurz gesagt der FSC, ist eine internationale gemeinnützige Organisation. Sie betreibt ein System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft, hat dieses erschaffen und weiterentwickelt. FSC wird aber auch als Gütesiegel für Holzprodukte verwendet.

Das Siegel wurde zur Sicherung der nachhaltigen Waldnutzung gegründet. Es ist ein einheitlicher Standard, bestehend aus 10 Prinzipien und Kriterien.

Auf eine Initiative verschiedener Menschenrechtsorganisationen zurückgehend, wurde der FSC 1990 in Kalifornien gegründet. Er sollte die Forstwirtschaft verbessern.

In Deutschland begann man 1997 mit der Einleitung der Entwicklung eines internationalen

Standards. Bis 2001 war die Akkreditierung beendet. Gut 5 Prozent der Waldfläche in Deutschland sind bis heute zertifiziert.

Das Hauptziel des Forest Stewardship Council ist die Gewährleistung nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Zerstörung des Waldes soll verhindert werden und das mit Hilfe weltweit einheitlicher Standards. Eine Erfassung von mindestens 30 Prozent aller Wälder wird angestrebt.

Die 10 Prinzipien lauten nach Angaben der FSC Deutschland wie folgt.

Prinzip 1: Einhaltung der Gesetze und FSC Prinzipien

Die Waldbewirtschaftung soll alle relevanten Gesetze des Landes sowie internationale Verträge und Abkommen, welche das Land unterzeichnet hat, respektieren und die Prinzipien und Kriterien des FSC erfüllen.

Prinzip 2: Besitzansprüche, Landnutzungsrechte und Verantwortlichkeiten

Langfristige Besitzansprüche und Nutzungsrechte an Land- und Forstressourcen sollen klar definiert, dokumentiert und rechtlich verankert sein.

Prinzip 3: Rechte indigener Völker

Die gesetzlichen und gewohnheitsmäßigen Rechte der indigenen Gruppen
hinsichtlich Besitz, Nutzung und Bewirtschaftung von Land, Territorien und Ressourcen sind anzuerkennen und zu respektieren.

Prinzip 4: Beziehungen zur lokalen Bevölkerung und Arbeitnehmerrechte

Die Waldbewirtschaftung soll das soziale und ökonomische Wohlergehen der im Wald Beschäftigten und der lokalen Bevölkerung langfristig erhalten oder vergrößern.

Prinzip 5: Nutzen aus dem Walde

Die Waldbewirtschaftung fördert die effiziente Nutzung der vielfältigen Produkte und Leistungen des Waldes, so dass sie langfristig wirtschaftlich tragbar wird und eine breite Palette von ökologischen und sozialen Vorteilen gewährleisten kann.

Prinzip 6: Auswirkungen auf die Umwelt

Die Waldbewirtschaftung soll die biologische Vielfalt und die damit verbundenen Werte, die Wasserressourcen, die Böden sowie einzigartige und empfindliche Ökosysteme und Landschaften erhalten und dadurch die ökologischen Funktionen und die Unversehrtheit des Waldes gewährleisten.

Prinzip 7: Bewirtschaftungsplan

Ein für die Betriebsgröße und die Bewirtschaftungsintensität des Forstbetriebes angemessenes Planungswerk ist zu erstellen, anzuwenden und zu aktualisieren. Es beschreibt deutlich die langfristigen Bewirtschaftungsziele und die Mittel zu deren Verwirklichung.

Prinzip 8: Kontrolle und Bewertung

Eine der Betriebsstruktur angemessene Dokumentation und Bewertung soll den Waldzustand, die Erträge der geernteten Waldprodukte, die Handels- und Verwertungskette, die Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie deren soziale und ökologische Auswirkungen feststellen.

9: Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert

Bewirtschaftungsmaßnahmen in Wäldern mit hohem Schutzwert sollen deren Merkmale erhalten oder vermehren. Diese Wälder betreffende Entscheidungen sollen immer im Sinne einer vorbeugenden Herangehensweise erwogen werden.

Prinzip 10: Plantagen

Plantagen sind in Übereinstimmung mit den Prinzipien und Kriterien 1-9 und dem Prinzip 10 und seinen Kriterien zu bewirtschaften. Wenn Plantagen auch eine Reihe sozialer und ökonomischer Vorteile liefern und

dazu beitragen können, den globalen Bedarf an Forstprodukten zu befriedigen, sollen sie doch die Bewirtschaftung von Naturwäldern ergänzen, den Druck auf diese reduzieren und ihre Wiederherstellung und Erhaltung fördern.

Frisch aus der Redaktion

  • kräftiger Himbeerstrauch dank Dünger

    Himbeeren richtig düngen - alle empfehlenswerten Dünger

    Himbeerpflanzen brauchen Nährstoffe, damit sie wachsen und Himbeeren entwickeln. Himbeeren brauchen Dünger, damit sie wachsen und rote Farbe annehmen. Wenn sie in einem gesunden Boden den richtigen Dünger mit den richtigen Nährstoffe bekommen, könnten die Himbeeren auch nach Himbeere schmecken ...
  • Himbeerstrauch mit gelben Beeren

    Himbeerstrauch - Pflanzen, Pflege und Schneiden

    Himbeerstrauch-Pflege ist im Grunde kein Problem, genauso wie Himbeeren pflanzen und schneiden. Die Chance auf ansehnliche Ernten voller Himbeergeschmack steigt aber ungemein, wenn Sie Himbeersträucher mit Potenzial zur Aromabildung pflanzen und so schneiden, wie es ihrem natürlichen Wuchs…
  • junge Himbeerpflanze

    Himbeeren vermehren - Anleitung für alle Methoden

    Himbeeren werden am besten vegetativ vermehrt, mit der Anleitung im Artikel auch für Anfänger zu schaffen. Wenn es nicht so gut klappt, liegt es ohnehin eher an der Himbeerpflanze als am Gärtner – immerhin vermehren sich naturbelassene Himbeerarten/-sorten auch im Garten oft so mächtig, dass statt…
  • junge Himbeeren-Pflanzen

    Himbeeren pflanzen - so setzen Sie Himbeerpflanzen

    Sind Sie schon groß genug, um dafür sorgen zu können, dass Ihnen die größten Freuden der Kindheit jeden Tag zur Verfügung stehen? Dann wollen Sie im Garten Himbeeren ernten, und im Artikel erfahren Sie, wie Sie die Himbeerpflanzen setzen, an denen diese Himbeeren wachsen.
  • Zimmerbambus

    Zimmerbambus, Glücksbambus - Arten, Pflege und Schneiden

    Als "Zimmerbambus" werden zwar häufiger Süßgräser und Drachenbäume als echte Bambuspflanzen kultiviert, "ein bisschen Zen" bringen aber auch die "falschen" Zimmerbambusse ins Haus. Im Artikel erfahren Sie, warum das so ist und wie der unechte und der echte Zimmerbambus gepflegt und geschnitten…
  • ficus benjamina

    Birkenfeige, Ficus benjamina - Pflege, Schneiden - verliert Blätter

    Ficus benjamina wird als dekorative Grünpflanze geschätzt, bekommt aber nicht immer alle Ansprüche erfüllt, weil er nicht als Tropenpflanze wahrgenommen wird. Wenn die wichtigsten Grundbedürfnisse der tropischen Pflanze erfüllt werden, ist er ebenso leicht zu pflegen wie zu beschneiden, und viele…
  • Cercidiphyllum japonicum Kuchenbaum

    Katsurabaum, Kuchenbaum - Pflege von Cercidiphyllum, Lebkuchenbaum

    Auf der Suche nach einem Hausbaum oder Prachtstrauch für den Vorgarten? Außergewöhnlich soll er sein, beeindruckend attraktiv, ausgewachsen nicht zu groß und pflegeleicht? Der Kuchenbaum liefert all das; darüber hinaus überrascht er mit wechselnden Farbspielen und einem betörenden Kuchenduft.
  • zamioculcas Zamie

    Glücksfeder, Zamioculcas zamiifolia - Pflege, Vermehren und Schneiden

    Wenn ein Anwärter auf den Titel "Pflegeleichteste Zimmerpflanze der Welt" in Ihrem Haushalt gerade richtig steht, sollten Sie sich unbedingt näher mit der Zamioculcas zamiifolia beschäftigen. Steuerbare Wuchskraft und ein in jeder Größe höchst attraktives Aussehen bringt die Glücksfeder auch noch…
  • Elefantenfuss

    Elefantenfuss, Flaschenbaum, Wasserpalme - Pflege & Schneiden

    Der Elefantenfuß gehört zu den sukkulenten Gewächsen, die wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens und der einfachen Kultur viele Freunde unter den Pflanzenliebhabern gewonnen haben. Sein anderer Name, Flaschenbaum, rührt daher, dass der Stamm unten eine Verdickung hat und wie eine Flasche geformt ist.
  • Yucca Palme

    Yucca Palme, Palmlilie - Pflege-Anleitung & Vermehrung

    Die Palmlilie gehört zu den Klassikern unter den Zimmerpflanzen. Frostharte Varianten der beliebten Pflanze, die in den Garten ausgepflanzt werden können, sieht man noch nicht so oft. Sie sind aber auf dem Vormarsch, denn ihr palmenartiges Aussehen ruft Erinnerungen an den Urlaub im Süden hervor.