Du bist hier: » » » FSC Zertifizierung - wer erhält das Siegel / Zertifikat?

FSC Zertifizierung - wer erhält das Siegel / Zertifikat?

Das Ziel des FSC ist die Gewährleistung nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Schädigung und Zerstörung des Waldes soll mittel- und langfristig verhindert werden. Weltweit sollen einheitliche Standards zur Bewirtschaftung von Wald gewährleistet werden.




/>Das Siegel oder das Zertifikat erhält nur, wer sich zertifizieren lässt. Dafür wird eine Arbeitsgruppe gebildet. Geleitet wird diese von einer Privatperson, welche die Gruppe nach internationalen Richtlinien organisiert.

Die Hauptaufgabe der Gruppe ist, einen nationalen Standard zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft zu entwickeln. Es wird ein Entwurf erarbeitet, der dem FSC International vorgelegt werden muss. Der Entwurf muss gebilligt werden, um die Zertifizierung durchführen zu können. Alle 5 Jahre wird ein nationaler Standard kontrolliert, ob sich etwas verändert hat und wenn nötig, muss dies angepasst werden.

Die Zertifizierung von Forstbetrieben erfolgt nach weltweit gültigen Standards, nach 10 Prinzipien. Mehr dazu erfahren Sie unter der Rubrik Was bedeutet: FSC - Forest Stewardship Council.

Nationale Zertifizierungssysteme können Unterschiede zu den internationalen Standards aufweisen. Das kann die Anwendung von Kahlhieben oder Pestizideinsätze betreffen. Die Standards werden den regionalen Gegebenheiten angepasst.

Das FSC-Logo erhalten Holzprodukte, die aus kontrollierter, nachhaltiger, zertifizierter Forstwirtschaft stammen. Man unterscheidet aber nach zwei Regeln. Produkte, die ...



aus 100 Prozent FSC-Holz bestehen, tragen lediglich das FSC-Zeichen und einen Erklärungssatz. Angegeben ist außerdem die Zertifizierungsnummer  des Herstellungsbetriebes. Produkte die zu weniger als 100 Prozent aus FSC-Holz bestehen, können das Zeichen, den Erklärungssatz und die Herstellungsnummer tragen, wenn die Prozentzahl, wie viel FSC-Holz verwendet wurde, angegeben ist. Der nicht zertifizierte Anteil darf nicht aus illegalem Einschlag, aus Gebieten mit Menschenrechtsverletzungen oder sozialen Konflikten, aus gentechnisch veränderten Bäumen oder schützenswerten Wäldern stammen.

Die Kosten für die Zertifizierung sind recht hoch, so dass sich viele kleinere Forstbetriebe diese nicht leisten können. Aufwendig ist auch die Vorbereitung und die Beschaffung aller nötigen Nachweise zur Erfüllung der Standards. Es gibt also auch Forstbetriebe, die ihr bestes geben, die Natur zu schonen und nachhaltige Forstwirtschaft zu betreiben, die aber das FSC-Siegel nicht haben, weil sie es sich nicht leisten können, sich zertifizieren zu lassen.



NewsletterUnsere Heimwerker- und Garten-Newsletter informieren Sie über alle Neuigkeiten auf Hausgarten.net: Praxistipps, aktuelle Themen, Gutscheine & mehr!

Jetzt anmelden!

Suchen auf Hausgarten.net

Benutzerdefinierte Suche