Holzschutz für Gartenmöbel

Holzschutz für Gartenmöbel

Gartenmöbel aus Holz sind beliebt, weil sie einfach die natürlichsten Möbel für den Garten sind: Das Material wächst ja schließlich genau dort. Doch leider hält das schöne Holz nicht unbedingt ewig, ein paar Gedanken zum Holzschutz für Gartenmöbel sind also sowohl beim Kauf als auch bei der späteren Nutzung angebracht:         

gartenmoebel11 flGartenmöbel aus dem richtigen Holz

Die erste Maßnahme in Bezug auf Holzschutz für Gartenmöbel ist der Kauf der richtigen Möbel, das heißt der Kauf von Gartenmöbeln aus Holz, das für

den Außeneinsatz geeignet ist. Ob Kastanienholz oder Eiche, Akazienholz oder Teakholz - all diese Hölzer haben eine hohe Dauerhaftigkeitsklasse - so heißt der Begriff, mit dem die Lebensdauer des Holzes im Bauwesen klassifiziert wird.

Handelt es sich um einheimische Hölzer mit hoher Dauerhaftigkeit (Eiche, Edelkastanie, Robinie), können Sie in der Regel davon ausgehen, dass das Holz in nachhaltiger Forstwirtschaft angebaut wurde. Bei importierten Holzgartenmöbeln oder Holzgartenmöbeln, die bei uns aus importierten Hölzern hergestellt werden, müssen Sie etwas genauer auf das Holz und seine Herkunft schauen. Es gibt zwar zahlreiche Hölzer aus fremden Ländern mit einer hohen Dauerhaftigkeitsklasse, allerdings kann das Holz aus regenwaldschädigendem Raubbau stammen oder die Dauerhaftigkeitsklasse ist nur auf das Kernholz beschränkt. Hier helfen also nur genaue Information über die Holzart und ein Nachweis einer FSC-Zertizierung, die eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert.

“Konstruktiver” Holzschutz für Gartenmöbel

Stimmt die Dauerhaftigkeitsklasse, erlaubt sie zusammen mit der Einstufung in eine bestimmte Gefährdungsklasse eine Prognose der Lebensdauer; die Gefährdungsklasse trifft Aussagen darüber, in welchem Maße ein außen benutztes Holz durch die Witterung belastet wird. Diese Begriffe aus dem Bauwesen können durchaus auf die Holzmöbel im Garten angewandt werden, denn auch die widerstandsfähigsten Holzgartenmöbel altern schneller, wenn sie ununterbrochen der Witterung ausgesetzt sind. Im Bau wird Holz, das hohen Gefährdungen ausgesetzt ist, eine geringere Lebensdauer prophezeit. Im Garten ist das nicht viel anders: Wenn Ihre Gartenmöbel aus Holz mit den Füßen dauernd im Feuchten stehen, werden sie faulen, wenn sie dauernd im Regen stehen auch.

Vor allem wenn die Gartenmöbel aus einem Holz gefertigt wurden, das eine nicht so hohe Dauerhaftigkeitsklasse aufweist, zum Beispiel wenn Sie Ihre Gartenmöbel aus Kiefer in Heimwerkerarbeit selbst hergestellt haben, sind die richtige Aufstellung und der richtige Schutz wichtige Holzschutzfaktoren. Wenn Sie Ihre Gartenmöbel aus Holz also regengeschützt auf einen dauerhaften Grund aufstellen können oder durch Metallfüße und Schutzhüllen einer Durchfeuchtung vorbeugen, haben Sie schon viel für den Holzschutz getan.

margin-left: 6px; float: right;" alt="gartenmoebel7 fl" src="/images/stories/gartenmoebel7_fl.jpg" width="250" height="170" />Entgrauende Behandlung für Gartenmöbel

Wenn Witterungseinflüsse Spuren hinterlassen haben, erfolgt vor der pflegenden Behandlung zuerst eine gründliche Reinigung, bei starken Verschmutzungen mit einer Bürste, eventuell mit einem speziellen Holzreiniger.

Zu diesen Reinigern gehören bestimmte Mittel, die Holzgartenmöbel entgrauen können. Diese Holzentgrauer beseitigen oberflächenschonend Grauschleier und pflegen auch gleich das Holz. Sie werden meist unverdünnt mit Bürste, Pinsel oder Schwamm aufgetragen, dann müssen sie zehn Minuten einwirken, dann wird mit einem Schleifvlies die Oberfläche entlang der Holzfaser abgerieben. Danach wird das Mittel mit viel Wasser abgewaschen, was die Holzoberfläche endgültig reinigt. Ist sie trocken, kann sie mit einem auf die Holzart abgestimmten Pflegeöl behandelt

werden. Es gibt jedoch viele Gartenbesitzer, die die graue Patina sehr schätzen und sie keinesfalls behandeln würden.

Pflegender Holzschutz für Gartenmöbel

Häufig werden beim Kauf bereits spezielle Pflegemittel für die neu erworbenen Gartenmöbel mitgegeben, z. B. ein spezielles Teak-Öl. Ist das nicht so oder haben Sie Holzmöbel übernommen, von denen Sie nicht wissen, um welches Holz es sich handelt, können Sie ein Holzöl einsetzen, das nach Packungsaufschrift für mehrere Holzarten geeignet ist. Bitte nehmen Sie wirklich ein spezielles Holzöl und nicht einfach Ihr Salatöl, normales Salatöl trocknet sehr langsam oder nie und würde dann auf dem Holz ranzig werden. Holzöl ist in seinen Eigenschaften auf das Holz abgestimmt, dringt gut ein, füllt die Poren optimal und härtet schnell aus. Auch dieses Pflegeöl wird einfach mit einem Pinsel aufgetragen, ein Überschuss kann mit einem Tuch abgewischt werden.  

gartenmoebel9 flHolzversiegelung mit Nano-Produkten

Heute werden auch Holzversiegelungen auf Basis der chemischen Nanotechnologie angeboten, es handelt sich um wässrige anorganisch-organische Beschichtungsmaterialien. Die enthaltenen selbstorganisierenden Antihaft-Komponenten sollen der Oberfläche eine unsichtbare UV-beständige Schicht geben, die sie Schmutz und Fett abweisend und wasserbeständig macht. Dieser Holzschutz soll das Holz atmen lassen, aber die Verrottung stoppen, Algenbefall, Moosansatz und Schimmelbildung vermindern und das Holz UV-beständig machen.
Nicht geeignet ist die Holzversiegelung gegen drückende Flüssigkeiten und auf lackierten Holzmöbeln. Sie wird einfach durch Sprühen, Rollen oder Streichen aufgebracht und muss je nach Temperatur 3 bis 6 Stunden trocknen. Eine solche Holzversiegelung bietet z. B. die Firma Nanoprodukte Reinhold Bennink aus 95339 Neuenmarkt auf www.nano-versiegelung-24h.de an. Wenn Sie bei andern Anbietern bestellen, sollten Sie sich vorher nach den Erfahrungen mit dem Nano-Öl im Internet erkundigen, es gibt Erfahrungsberichte über schwarze Flecken auf dem Holz.

Holzschutz mit Lack und Lasur

Im Handel werden auch viele Lacken und Lasuren für Holzschutzzwecke angeboten. Sie schützen vor Nässe und vor zu viel Sonneneinstrahlung und können auch Temperaturunterschiede ausgleichen. Bei Lasuren müssen Sie darauf zu achten, dass sie pigmentiert sind, damit ein ausreichender UV-Schutz gewährleistet ist.

Wer auch bei Holzschutzmitteln ohne bauaufsichtsrechtliche Zulassung gerne eine Qualitätsprüfung sehen möchte, sollte auf das Gütezeichen RAL-GZ 830 der Gütegemeinschaft Holzschutzmittel e.V. achten. Dieses Zeichen sagt aus, dass die Mittel auf Wirksamkeit, Umweltverträglichkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft wurden.

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