Brunnentröge aus Holz, Kunststoff und Beton

Brunnentröge aus Holz, Kunststoff und Beton

Alternativ zu Natursteinen können Brunnentröge auch aus Holz, Kunststoff oder Beton bestehen. All diese Materialien bieten ihre Vor- und Nachteile gegenüber den Konkurrenten aus Stein. Entsprechend sollte man vor der Anschaffung die Charakteristiken der verschiedenen Materialien abwägen und sich vor diesen Hintergründen entscheiden.

Brunnentröge aus Holz

Brunnentröge aus Holz sind gerade deshalb eine beliebte Alternative zu den Steinprodukten, weil dieses Material ähnlich naturbelassen anmutet und sich deshalb perfekt in die Optik einer Gartenlandschaft integriert.

Bei Brunnentrögen aus Holz ist wegen des dadurch entstehenden Wasserverlustes keine Verlattung möglich.

Sie müssen sozusagen aus einem Guss entstehen, also aus einem Holzstamm herausgearbeitet werden.

Dies lässt Brunnentröge aus Holz im Fachhandel preislich in der oberen Liga mitspielen. Wer dennoch auf ein solches Exemplar nicht verzichten möchte, der kann seinen Brunnentrog aus Holz auch selbst herstellen. Beim zuständigen Forstamt erhält man einen Holzstamm in der gewünschten Größe. Am besten eignen sich weiche, gut zu bearbeitende Holzarten, wie man sie bei der Fichte findet.

Diesen Holzstamm kann man in der Mitte aushöhlen, wobei ein Rand von mindestens fünf Zentimeter und ein Boden von zehn Zentimeter verbleiben muss.

Um den so bearbeiteten Baumstamm als Brunnentrog verwendbar zu machen, ist eine wasserfeste Beschichtung notwendig. Nicht imprägnierte Brunnentroghölzer nehmen zu viel Feuchtigkeit auf, was den gesamten Stamm von innen heraus reißen lässt.

Soll der Brunnentrog nicht nur als optisches Highlight dienen, sondern das darin aufgefangene Wasser verwendet werden, so dürfen nur solche Lasuren zum Einsatz kommen, die frei von jeglichen Schad- und Giftstoffen sind.

Allerdings durchlaufen Brunnentröge aus Holz auch bei regelmäßiger Erneuerung der Imprägnierung natürliche Alterungsprozesse, so dass sie nach einigen Jahren ausgetauscht werden müssen.

Brunnentröge aus Kunststoff

Brunnentröge aus
Kunststoff sind relativ neu auf dem Markt und erfreuen sich dennoch einer großen Beliebtheit. Der Grund liegt klar in den vielen Vorteilen, die dieses Material bietet. So sind Brunnentröge aus Kunststoff größtenteils unanfällig gegenüber den Witterungsverhältnissen und halten sowohl starker Sonneneinstrahlung, wie auch Frost stand, ohne Beschädigungen davon zu tragen.

Einzig die Farbe kann unter den äußeren Einflüssen leiden und eventuell verblassen. Darüber hinaus ist Kunststoff ein leichtes Material, was den Brunnentrog flexibler werden lässt.

Dank moderner Produktionen sind inzwischen sogar Brunnentröge aus Kunststoff zu finden, die optisch den Naturstein- oder Holzprodukten nacheifern und auf den ersten Blick kaum vom Original zu unterscheiden sind.

Nicht zuletzt ist die Entscheidung für einen Brunnentrog aus Kunststoff jedoch auch eine Frage des Preises. Einfachste Ausfertigungen sind bereits unter 100 Euro erhältlich, wobei der Preis natürlich proportional zu Verzierungen und Besonderheiten steigt.

Und nicht zuletzt bleibt beim näheren Hinsehen immer erkennbar, dass es sich um ein Kunststoffprodukt handelt, weshalb einige Menschen sich doch gegen die Kunststoffvariante entscheiden.

Von der Pflege her sind Brunnentröge aus Kunststoff absolut unproblematisch und müssen weder imprägniert noch besonders behandelt werden. Einzig der Optik wegen sind gelegentliche Säuberungen von Nöten.

Ist die Entscheidung für einen Brunnentrog aus Kunststoff gefallen, so sollte man beim Kauf zwingend die geplante Verwendung des aufgefangenen Wassers beachten. Möchte man dieses zur Gartenbewässerung nutzen, so darf der Kunststoff keine gefährlichen Weichmacher enthalten. Am besten achtet man auf den Hinweis, dass der Behälter für Wasser zur Wiederverwendung geeignet ist.

Brunnentröge aus Beton

Für einen Brunnentrog aus Beton entscheiden sich die meisten, wenn sie sich ein Einzelstück selbst anfertigen möchten, da Beton hier das am besten zu verwendende Material ist. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, wenngleich man bedenken muss, dass Beton in ausgehärtetem Zustand ein sehr schweres Material ist, das keine Verzierungen oder Verschönerungsarbeiten zulässt.

Hinzu kommt, dass Beton im Rohzustand Wasser aufnehmen kann, was zur Zerstörung führt. Deshalb ist ein Betonanstrich aus wasserabweisender, aber absolut ungiftiger Steinfarbe notwendig.

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