Steintrog herstellen und bepflanzen

Steintrog herstellen und bepflanzen

Begibt man sich auf die Suche nach Bauanleitungen, mit deren Hilfe man einen Steintrog selbst herstellen kann, so wird man primär damit konfrontiert, dass man sich zunächst eine Gussform herstellen muss.

terracotta-blumenkasten2_flDadurch wird die Eigenproduktion eines Steintrogs zeitaufwändig und kompliziert.

Allerdings gibt es beim Eigenbau eines Steintrogs auch Alternativen, die den Einsatz einer selbst gezimmerten Gussform erübrigen. Dabei gibt es einige beachtenswerte Hinweise bei der Herstellung selbst, aber auch für die Bepflanzung.

Denn nur unter deren Beachtung ist gewährleistet, dass

die Pflanzen später prächtig gedeihen und der Steintrog lange hält.

Steintrog Herstellung in der einfachsten Form

Den kompliziertesten Teil bei der Herstellung eines Steintrogs stellt im Normalfall die Anfertigung einer passenden Gussform dar. Diese kann man jedoch leicht umgehen. Zum Gießen eignet sich nämlich grundsätzlich jedes Gefäß, das am Boden etwas schmaler ist als an der oberen Öffnung. Gerne wird deshalb ein großer Wassereimer verwendet.

Der spätere Steintrog wird von der Größe her mit dem Wassereimer identisch sein. Daneben ist noch ein zweites, kleineres Gefäß von Nöten. Eine ausrangierte Rührschüssel ist dabei optimal, aber auch ein kleinerer Wassereimer oder eine Holzkiste sind verwendbar.

Auf gar keinen Fall darf Glas zum Einsatz kommen, ansonsten ist man hinsichtlich der Form und des Materials absolut flexibel. Einzige Voraussetzung ist, dass beide Gefäße frei von Löchern oder Rissen sein müssen.

Nun muss Zementmasse angerührt werden. Hierfür benötigt man aus dem Baustoffhandel fertiges Zementpulver, Sand und Pflanzenerde. Je nach gewählter Größe des Steintrogs beziehungsweise der Anzahl an Trögen, die man herstellen möchte, muss man die Menge der notwendigen
„Zutaten“ anpassen.

Als Faustregel gilt: Auf eine Einheit Zementmasse sind eine Einheit Pflanzenerde und 1,5 Einheiten Sand zu verwenden. Diese Pulvermischung wird mit Wasser zu einer breiigen Konsistenz verrührt, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind.

Nun wird das Innere des größeren Gefäßes vollständig mit einer reißfesten Plastiktüte ausgekleidet und bis zu zwei Drittel mit der Zementmischung gefüllt. An dieser Stelle kommt im Folgenden das kleinere Gefäß zum Einsatz, das seinerseits von außen in Plastik gehüllt werden muss.

Dieses setzt man danach mittig in die Betonmasse und drückt es so weit herunter, bis oben nur noch ein kleiner Steg übrig bleibt. Dabei muss auf einen gleichmäßigen Abstand zwischen den Rändern beider Gefäße, der an den Seiten mindestens drei Zentimeter und zwischen den Böden auf jeden Fall fünf Zentimeter betragen sollte, geachtet werden.terracotta2

Nachdem man den oberen Betonrand geglättet hat, muss der Guss zwei Tage trocknen. Danach ist es dank der Plastikfolie problemlos möglich, das innere Gefäß zu entfernen. Nach weiteren zwei Tagen vollständiger Austrocknung kann auch die äußere Hülle abgezogen werden. Werden mit einem großen Steinbohrer noch einige Löcher als Wasserabfluss in die Bodenplatte eingebohrt, ist der Steintrog bereits einsatzbereit.

Beachtenswertes beim Bepflanzen eines Steintrogs

Um einen Steintrog optimal zu bepflanzen, besorgt man sich im Gartenfachmarkt ein spezielles Unkrautvlies. Dies ist ein schwarzes, extrem feinporiges Netz, welches das Wachstum von Unkraut und schädlichen Keimen eindämmt. Mit diesem Vlies wird der gesamte Pflanzbereich des Steintrogs ausgekleidet.

Nun kann bereits die Pflanzenerde eingebracht werden. Dabei sollte man sich an den Bedürfnissen der Pflanzen, die im Steintrog ihre Heimat finden, orientieren. Geranien beispielsweise fühlen sich auf spezieller Geranienerde besonders wohl, während andere Pflanzenarten sich mit gängiger Gartenerde zufrieden geben.

Auch die Beimischung von Mineralien oder Düngemitteln ist an der Pflanze selbst auszurichten.

Als Pflanzenarten für den Steintrog eignen sich besonders solche, die kein zu schnelles Wachstum und keine zu starke Wurzelbildung aufweisen, da dadurch der Kübel beschädigt oder ein häufigeres Umpflanzen notwendig wird. Die Pflanzen sollten winterhart sein, wenngleich sie durch spezielle Winterschutzfolien vor Tiefsttemperaturen geschützt werden können.

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