Außenküche selber bauen: Vorteile & Bauanleitung

Außenküche selber bauen: Vorteile & Bauanleitung

Überall hört man jetzt von Außenküchen. Die Vorstellung ist verlockend, warum sollten Sie den Garten nicht auch für Arbeiten nutzen. Das Wetter ist ja wirklich selten genug so sonnig, dass man sich nur seinetwegen in den Garten setzt. Ist das wirklich eine gute Idee? Auf jeden Fall, wenn Sie vorher einige Gedanken auf die genaue Gestaltung des Vorhabens verwenden.

garten-party_flVorteile einer Außenküche

Wir leben in einer Klimazone, in der auch im Sommer das Wetter nicht durchgehend zum

Aufenthalt im Freien einlädt. Häufig ist es nicht sehr warm und häufig regnet es. Das bedeutet, dass der Garten von vielen Eigenheimen eigentlich viel zu wenig genutzt wird. Nun liegt es nicht nahe, sich bei einem mittelprächtigen Wetter unbedingt in den Garten zu setzen. Wenn das Gemüse in der Gartenküche geputzt werden muss, schon. Wenn im Garten sinnvolle Tätigkeiten auf Sie warten, verbringen Sie einfach mehr Zeit an der frischen Luft.

Wenn wir schon von Gemüse reden: Wenn Sie in Ihrem Garten selber ernten können, was bei immer mehr Gartenbesitzern mit dem Blick auf gesunde Ernährung heute der Fall ist, spart die Außenküche viel Arbeit. Das Gemüse wird gleich in der Außenküche gewaschen und zubereitet. Das Obst wird gleich im Garten für den Marmeladenkochtopf vorbereitet, eine pusselige Arbeit, die im Freien viel mehr Spaß macht.

Die Planung der Outdoor-Küche

In einer gut geplanten Außenküche können Sie alles zubereiten, was Sie in einer Innenküche auch möglich ist, und noch mehr. Denn die Outdoor-Küche bekommt neben einer oder mehreren Kochplatten auch eine Grillstelle. Meist werden die Kochstellen und der Grill für den Gasbetrieb vorgesehen, es gibt viele Gasgeräte für den Einbau in Außenküchen zu kaufen. Sie können jedoch auch einen Holzgrill oder Elektrogrill wählen, alle diese Möglichkeiten haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Sie können auch einen Kleinofen integrieren, mit all diesen Geräten können Sie auf jeden Fall alles zubereiten, was das gewohnte Repertoire vorsieht. Da es sich jedoch um eine Außenküche handelt, wo Sie in der Planung nicht durch die Raummaße beschränkt sind, gibt es noch andere Möglichkeiten. Sie können in der Außenküche neue Zubereitungsarten ausprobieren, wie wäre es mit einem Räucherofen, in dem viele nicht alltägliche Spezialitäten zubereitet können? Eine tolle Idee ist auch der Bau eines Steinbackofens, der Ihnen nicht nur Brot so schmackhaft wie in früheren Zeiten, sondern auch Pizza und Fladenbrot in allen Varianten backt.

Natürlich braucht die Außenküche Arbeitsflächen und Ablagemöglichkeiten, wenn Sie
häufig benutzt werden soll. Damit die Außenküche die Verschmutzung der Innenküche erspart, brauchen Sie auf jeden Fall ein Spülbecken und fließendes Wasser. Durch das Sie auch noch etwas Geld sparen: Innen macht fast jeder den Warmwasserhahn an zum Gemüsewaschen. Im Garten müssen Sie kaltes Wasser nutzen, das tut nicht nur dem Gemüse gut, sondern spart auch Energie. Es gibt für die Außenküchen spezielle Becken zu kaufen, an diese wird der Wasserschlauch, der sonst den Garten bewässert, mit dem üblichen Stecksystem angeschlossen. Auch Stauraum für Utensilien sollte nicht fehlen, wenn Sie nicht dauernd zwischen Küche im Haus und Küche im Garten hin und her laufen wollen. 

Außenküche selber bauen - entwerfen Sie Ihre eigene BauanleitungWenn Sie die Geräte ausgewählt haben, die Sie integrieren wollen, werden diese zunächst auf einem Plan sinnvoll geordnet. Die Gasgeräte kommen nebeneinander, so können sie alternativ betrieben werden, wenn eine Flasche einmal leer sein sollte. Denn Sie können sich nicht einfach mehrere Gasflaschen in den Garten stellen, für die Aufbewahrung im Freien gibt es bestimmte Vorschriften. So müssen Gasflaschen im Freien gegen den Zugriff Unbefugter gesichert werden, zum Beispiel durch abschließbare Flaschenschränke mit Lüftungsschlitzen. Wie genau die Flaschen für die Outdoorküche verwahrt und damit auch in den Küchenbau eingeplant werden, müssten Sie auf jeden Fall vor dem Bau der Outdoorküche bei einem Gaslieferanten erkunden. 

Neben die Gasgeräte wird wohl am sinnvollsten ein Abteil für die Unterbringung von Küchenutensilien zu planen sein mit einer Arbeitsplatte darüber. Auf jeden Fall darf hier nichts hin, was große Hitze entwickelt, die auf die Gasflaschen einwirkt. Auch ein Waschbecken könnte hier untergebracht werden, dann folgen die Elektrogeräte und der Kühlschrank. 

gartenstuhl-gartendeko-herbst_flIm Prinzip planen sie nun ein gemauertes Konstrukt als wetterfeste Basis der Outdoor-Küche. Das ist eine Mauer als Rückwand der Küche, von der mehrere Mauern nach vorne abgehen, damit ergeben sich mehrere Abteile in U-Form. Wenn kein absolut fester und ebener Boden zur Verfügung steht, muss dieses Konstrukt auf ein Fundament gestellt werden. Dann kommen oben Arbeitsplatten darüber, in die die Geräte und das Waschbecken eingebaut werden, der Kühlschrank findet darunter Platz. Ob die Arbeitsplatten aus Holz oder Stein gewählt werden, hängt von den Geräten ab, die eingebaut werden. Für Geräte mit Gasbetrieb ist die Arbeitsplatte aus Holz aus Brandschutzgründen meist nicht geeignet. Je witterungsfester die Materialien sind, die Sie für den Bau der Küche auswählen, desto besser wird Ihre Outdoorküche auch den Winter draußen überstehen. Mauerdurchlässe für Wasser und Strom dürfen nicht vergessen werden, je nach angeschlossenen Geräten muss wahrscheinlich ein Erdkabel zum Küchenbereich gelegt werden.

Wenn der Arbeitsplatz im Garten erst einmal fertig ist, werden Sie ihn sicher nicht nur für die Nahrungszubereitung nutzen. Hier lassen sich auch sehr gut andere Arbeiten erledigen, die Bedenkzeit und Ruhe erfordern: Sprachen lernen, schwierige Bücher lesen, die Argumente für eine Diskussion zusammenfassen.