Gartenbank mit Rückwand

Gartenbank mit Rückwand

Die Erscheinungsformen von Gartenbänken können sehr variabel sein und hängen nicht nur von der Wahl des verwendeten Materials ab, sondern auch von den Formen, die in der Gartenbank eingearbeitet sind.

gartenmoebel9_flEin moderner Look entsteht durch die Verwendung von Metall in möglichst geraden Strukturen, rustikaler wird es hingegen mit Holz und der Herausarbeitung von Rundungen und Schwungformen.

Absolut naturbelassen mutet eine Gartenbank jedoch an, wenn man ganze Holzstämme bearbeitet und daraus eine Gartenbank zimmert. Obwohl generell auf eine Rückwand verzichtet werden kann, so wird

dieses Möbelstück doch erst durch deren Einsatz komplettiert.

Material für die Gartenbank mit Rückwand in naturbelassener Optik

Die notwendigen Utensilien für eine Gartenbank mit Rückwand auf Naturbasis findet man eigentlich in jedem Garten, in dem ein Baum gefällt wurde. Wer darauf nun nicht setzten kann, der darf sich vom Forstamt einen großen Baumstamm ohne Geäst und verschiedene gleichmäßig gewachsene dicke Äste anliefern lassen.

Um welches Holz es sich handelt ist grundsätzlich irrelevant. Harte Holzarten zeichnen sich durch eine längere Lebensdauer, weiche Hölzer durch eine vereinfachte Bearbeitung aus. Man kann also bei jedem Holzstamm, der sich einem anbietet, getrost zugreifen.

Arbeitsschritte für die Herstellung einer natürlichen Gartenbank mit Rückenlehne

Als erstes muss der Baumstamm auf die gewünschte Länge geschnitten werden. Eine gewöhnliche Gartenbank sollte ungefähr zwei Meter lang sein. Dieser Stammteil ist nur für die Weiterverarbeitung zur Sitzfläche und Rückenlehne gedacht.

Hierfür wird an dem Stammteil genau mittig eine Schnittlinie aufgezeichnet. Mit einer Säge wird entlang dieser Linie der
Stamm halbiert, wobei darauf zu achten ist, dass keine zu großen Unebenheiten entstehen. Diese würden die weiterführenden Arbeiten erschweren.

Dank des Sägeschnittes ist nun aus einer Stammhälfte die spätere Sitzfläche entstanden. Da diese auf Bankbeinen angebracht werden muss, ist jetzt deren Herstellung an der Reihe. Aus dem verbliebenen Reststamm wird eine Scheibe von einer Dicke, die die Breite des Sitzbankstammes um wenige Zentimeter überragt, abgeschnitten.garten12_fl

Diese wird wiederum genau mittig mit einem Kreidestrich geteilt und auseinander gesägt. Jede Hälfte stellt nun ein Bein der Gartenbank dar. Um ein späteres Befestigen der Sitzfläche an den Beinen zu ermöglichen, müssen diese mit einem V-Schnitt versehen werden. Dieser darf nur wenige Zentimeter tief sein und erstreckt sich über die gesamte Beinlänge. Ein Steg von mindestens zwei Zentimetern sollte an Front und Heck verbleiben.

Daran anschließend werden Bankbeine und Sitzfläche miteinander verbunden. Dafür werden lange Schrauben von oben durch die Sitzfläche bis in die Bankbeine hinein ragend gebohrt.

Jetzt darf die Gegenhälfte der Sitzbank weiter verarbeitet werden. Sie dient als Rückenlehne der Gartenbank. Da die verbliebene Hälfte zu breit wäre, ist es sinnvoll, von der geraden Fläche ausgehend eine Scheibe mit fünf Zentimetern Dicke abzusägen.

Zwei 60 Zentimeter lange, gerade Äste mit einem Durchmesser von 6,5 Zentimeter werden an beiden Enden mittels Messer angespitzt. Vier Rohrschellen aus der Sanitärabteilung des Baumarkts helfen dabei, diese Äste an der Rückseite der Sitzbank und der Bankbeine zu befestigen. Von vorne wird daran mit stabilen Schrauben das Rückenlehnenholz verschraubt.

Die eigentliche Konstruktion der Gartenbank mit Rückenlehne ist mit dem letzten hier genannten Arbeitsschritt bereits vollendet. Zum Abschluss müssen jedoch noch einige Verschönerungsarbeiten vorgenommen werden.

Durch die Sägeschnitte sind die sichtbaren Bereiche von Sitzfläche und Rückenlehne uneben, ausgefranzt und eventuell sogar gefährlich zersplittert. Deshalb müssen sie nachbehandelt werden. Ein Hobel, alternativ eine große Holzfeile, hilft dabei, beide Oberflächen zu ebnen. Ein Anstrich mit imprägnierender Holzlasur wirkt dem Splittern weiterführend entgegen und senkt gleichzeitig die Geschwindigkeit des Alterungsprozesses herab.