Bewässerung von Blumenkästen

Blumen in Blumenkästen müssen oft täglich gegossen werden, da ihnen die direkte Versorgung aus dem Erdreich fehlt bzw. das zur Verfügung stehende Erdreich sehr eingegrenzt ist und dadurch das Wasser schnell verdunstet und von den Pflanzen in kürzester Zeit aufgenommen wird.

Besonders im Sommer und wenn man in den Urlaub fährt, ist es meist nicht leicht, die Bewässerung der Blumenkästen regelmäßig zu gewährleisten. Und die Nachbarschaft wird auch nicht gerade begeistert sein, bittet man darum, täglich die Blumen mit Wasser zu versorgen.

Ein einfaches Hilfsmittel,

die ständige Bewässerung von Blumenkästen zu sichern, sind Glasfaserdochte. Diese werden aus ganz feinen Glasfasern zusammengefügt und die dabei entstehenden Hohlräume sind in der Lage, Wasser über eine Höhe von 10 Zentimetern anzuheben und somit die Pflanzenwurzeln über die Erde mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen.

Um die Glasfaserdochte in das Erdreich zu bringen, werden in den Blumenkästen in regelmäßigen Abständen Bohrungen vorgenommen, durch die die Dochte dann in die Erde
gesteckt werden. Die Dochte selbst werden mit einer Wasserleitung, etwa einem dünnen Schlauch, so verbunden, dass kein Wasser austreten kann.

Dieser Schlauch wird dann an einen geeigneten Behälter angeschlossen, in dem sich das Wasser befindet. So werden die Blumenkästen dauerhaft mit Wasser versorgt. Die Versorgung nennt sich Kapillarversorgung, abgeleitet von den feinen Wasserleitungen, den Kapillaren.

Daneben gibt es bereits fertige Blumenkästen mit Wasserspeicher. Diese Blumenkästen unterscheiden sich von den herkömmlichen Blumenkästen dadurch, dass sie einen doppelten Boden besitzen. Unter diesem befindet sich der Wasservorrat. Um eine Befüllung vorzunehmen, ist es nicht erforderlich, jedes Mal die Pflanzen samt Erdreich hochzuheben -  das wäre auch schlecht oder gar nicht ausführbar - sondern das Wasser wird über einen so genannten Einfüllstutzen eingefüllt.

Im Zwischenboden sind in regelmäßigen Abständen Vertiefungen, die ebenfalls mit Erde aufgefüllt sind. An den Seiten dieser Vertiefungen gehen feinste Röhrchen in den Wassertank ab, so dass die Versorgung mit Wasser ständig gewährleistet ist. Da dieses System bereits komplett im Handel erhältlich ist, ist es in kurzer Zeit einsatzbereit, während für die erstgenannte Variante selbst die benötigten Materialien besorgt, bearbeitet und zusammengefügt werden müssen. Das Prinzip ist aber genau das Gleiche.

Sehr vorteilhaft bei diesen Bewässerungssystemen ist die Abgabe der genau benötigten Wassermenge an die Pflanzen. Ein Zuviel oder Zuwenig an Wasser wird somit vermieden.