Staudenbeet anlegen und gestalten

Staudenrabatten bestechen durch ihre nahezu ganzjährige Blütenpracht und liefern außerdem dekorative Schnittblumen. Da die meisten Pflanzen im Beet überwintern können und nicht jährlich ausgegraben werden müssen, benötigen sie nur relativ wenig Platz.

Die klassischen rechteckigen Staudenrabatten sind mit farblich aufeinander abgestimmten, am Rand niedrigen und nach hinten immer höher werdenden Arten bepflanzt. Trotz der sommerlichen Farbenpracht wirken viele Rabatten im Winter eher monoton. In größeren Gärten, die genügend Raum für jahreszeitlich abgestimmte Effekte lassen, mag dies nicht weiter stören, doch ist der Eindruck auf kleineren Flächen oft enttäuschend.

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Wenn sie einen großen Garten haben, legen Sie doch einfach mehrere Rabattenflächen an und schaffen so Blickpunkte für jede Jahreszeit!
Wenn dies nicht möglich ist, genießt man am besten die farbenfrohe

Obwohl Staudenrabatten langlebiger als andere Beetbepflanzungen sind, müssen auch sie von Zeit zu Zeit erneuert werden. Mit einigen Ausnahmen beispielsweise Pfingstrosen, die jegliche Störung im Wurzelbereich übel nehmen, wirkt es sich auf die meisten Pflanzen günstig aus, wenn sie im Abstand von 3 - 4 Jahren ausgegraben und geteilt werden. Die älteren, inneren Teile werden hierbei entfernt und die jüngeren, äußeren wieder eingesetzt. Besonders wichtig ist dies bei Staudenpflanzen wie zum Beispiel  Astern, die ohne diese Pflegemaßnahmen mit der Zeit verkümmern würden.

Bis zu einem gewissen Grad verändern sich Mischrabatten von allein: Sträucher benötigen nach einiger Zeit mehr Platz, und ältere Exemplare sterben ab und werden von anderen verdrängt. Wenn neu angepflanzte Arten unerwartet schwach oder so stark wachsen, dass sie die Nachbarpflanzen
stören, sollte man erwägen, ob man sie während der Ruhephase nicht besser an einen anderen Standort umsetzt.

Lassen Sie Ihre Staudenbeete fröhlich und farbig blühen, aber treiben Sie es nicht zu bunt. Staudenbeete zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich auf wenige Farben beschränken. Wählen sie dafür harmonische Verbindungen (zum Beispiel Cremeweiß und Gelb).

Stauden, welche gut in ein Staudenbeet passen sind zum Beispiel:

Herbstanemone: Blüht von August bis Oktober, hält sich in der Vase, wenn man Seitenknospen entfernt.

Ziersalbei: Liebt kalkhaltigen Boden, sonst anspruchslos, wird ca. 50 cm hoch, blüht bei rechtzeitigem Rückschnitt zweimal.

Dahlie: Nicht winterhart, Knolle nach der Blüte aus dem Boden holen, im Frühjahr wieder einpflanzen, in vielen Farben und Formen.

Roter Sonnenhut: Alte Heilpflanze und Schnittstaude, ca. 60 cm hoch, blüht von Juni bis September auf straffen Stielen.

Rittersporn: in Weiß, Rosa und den verschiedensten Blautönen, mags sonnig.

Flammenblume: In zahlreichen Farben, blüht Juni bis September, möchte nahrhaften und durchlässigen Boden.

So pflanzen Sie Stauden:

1.Der Boden sollte gelockert und mit reifem Kompost verbessert sein. Graben Sie ein Loch, das etwas größer ist als der Wurzelballen. Mehrmals mit einer Grabegabel in den Grund der Pflanzgrube stechen, damit keine Staunässe entsteht.

2.Die Staude nur so tief in das Loch setzen, wie sie vorher in dem Topf stand. Die Zwischenräume mit Erde füllen und reichlich angießen. Das ist wichtig, damit die Wurzeln guten Kontakt mit der Erde bekommen.

So teilen Sie Stauden:

1.Stechen Sie rund um die Staude mit einem Spaten einen Kreis und heben Sie die Pflanze vorsichtig heraus. Je weniger Wurzeln beschädigt werden, desto besser

wächst sie heran.

2.Teilen Sie die Staude dann in der Mitte durch. Das geht am besten mit einem möglichst scharfen Spatenblatt oder bei kleineren Pflanzen mit einem sehr großen Messer. Bei sehr verholzten Wurzelballen brauchen Sie sogar Beil oder eine Säge.

3.Sehr große Stauden teilen Sie in mehrere Stücke. Bereiten Sie die Pflanzlöcher am besten mit Kompost vor. Manchmal blühen geteilte Stauden im ersten Jahr nicht so üppig, das ist aber nach der Radikalkur kein Wunder. Im nächsten Jahr sind sie wieder voll da.