Durstkugel - Pflanzensitter im Urlaub

Durstkugel - Pflanzensitter im Urlaub

Für viele Menschen, die sich das ganze Jahr ihren Pflanzen ausgiebig und mit Erfolg widmen, ist die Urlaubszeit ein Horror. Sie mögen ihre Lieblinge nicht alleine lassen, aber einem Nachbarn ihren Wohnungsschlüssel und ihre Pflanzen anzuvertrauen, ist auch kein guter Gedanke.

Durstkugeln bieten für viele Pflanzen daher eine recht befriedigende und oft auch eine richtig gute Lösung.

Die richtige Auswahl der Durstkugeln

Für einen Erfolg bei der Urlaubsbewässerung ist die richtige Auswahl der Durstkugel entscheidend. Sie muss von der Größe her

passen. Große Pflanzen in entsprechenden Gefäßen benötigen natürlich auch eine Kugel mit größerem Fassungsvermögen. Sehr durstige Pflanzen versorgt man lieber mit Tropf-Blumat, da können sie ausreichend trinken. Ausführliche Hinweise dazu finden Sie unter Tropf-Blumat - Bewässerung für Haus & Garten oder Tropf-Blumat für Zimmerpflanzen - so funktioniert es! Für alle Pflanzen mit normalem Wasserbedarf reicht eine Durstkugel in der Regel für 3 bis 5 Tage. Einen 14tägigen Urlaub überstehen nur Pflanzen, die mit recht wenig Wasser auskommen.

Für welchen Zeitraum das Wasser der Kugel ausreicht, hängt von der Pflanzengröße ab und wie viel Wasser diese in einer bestimmten Zeit benötigt. Wichtig ist auch die Art der Pflanze, denn sie benötigen unterschiedlich viel Wasser. Auch die
Zimmertemperatur beeinflusst die Wassermenge. Eine Menge Wasser verdunstet bei Wärme auch einfach ungenutzt. Man muss also unbedingt die Größe und das Fassungsvermögen der Durstkugel der Pflanze und dem Gefäß anpassen!

Alternativen

Als Alternative für die Urlaubsbewässerung bietet sich der oben erwähnte Tropf-Blumat an, ein Bewässerungssystem, welches sowohl für Zimmerpflanzen, als auch für Kübelpflanzen, Solitärgehölze und kleinere Beetflächen im Garten geeignet ist. Es gibt verschiedene Modelle zur Auswahl, je nachdem, was und wie viel man bewässern möchte. Ideal sind z.B. die Flaschenadapter. Dahinein passen normale Kunststoffwasserflaschen von 0,25 bis 2,0 Liter Fassungsvermögen. Diese Adapter geben das Wasser tröpfchenweise aus der Flasche ab, immer dann, wenn die Erde zu trocken wird. Angeschlossen ist ein Messfühler, der die Bodenfeuchte misst und so steuert, wann  wie viel Wasser abgegeben wird. Auch durstige Pflanzen kommen so ein paar Tage mit einer 2 Liter Flasche aus. Für Pflanzen, denen das noch nicht genügend Feuchtigkeit ist, sind Wasserspender mit Saugschlauch gedacht. Man kann ein großes Gefäß mit Wasser, beispielsweise einen 10 Liter Wassereimer neben die Pflanze im Topf stellen und über einen Schlauch, der ebenfalls durch einen Sensor geöffnet wird, wird Wasser aus dem Eimer in die Erde gezogen. Mit 10 Litern kommen auch durstige Pflanzen eine Weile aus. Man kann auch mehrere Pflanzen hintereinander auf diese Weise mit einem Schlauch bewässern. Am besten funktioniert das über den normalen Wasseranschluss und einen separaten Hahn.

Bevor man sich also für eine Durstkugel oder ein anderes Bewässerungssystem entscheidet, muss man prüfen, welche Anforderungen die Pflanze an den Boden und die Feuchtigkeit stellt.