Tropf-Blumat - Bewässerung für Haus & Garten

Tropf-Blumat - Bewässerung für Haus & Garten

Tropf-Blumat ist ein vollautomatisches Bewässerungssystem. Mit seiner Hilfe können sich Pflanzen selbständig mit Wasser versorgen. Es wird immer nur so viel bewässert, wie die Gewächse tatsächlich benötigen, das ist das Gute daran. So bekommen die Pflanzen das gesamte Jahr über ideal viel Wasser, so dass sie sehr gut gedeihen können.

Die dosierte Wassergabe wird durch einen regulierenden Fühler gesteuert. Dieser benötigt keinen Stromanschluss oder etwas ähnliches. Das Wasser wird sparsam und tröpfchenweise abgegeben. Die Wassergabe kann an die Pflanzen und Gefäße angepasst werden, so dass Tropf-Blumat sowohl

für Balkonkästen,  Kübel und auch für kleinere Beetbepflanzungen oder Solitärgehölze verwendet werden kann.
Außerdem gibt es noch einen Blumat-Wasserspender, der allerdings nur für Zimmerpflanzen geeignet ist. Die Pflanzen in ihren Gefäßen werden durch ein nebenstehendes Wassergefäß mit Feuchtigkeit versorgt.

Tropf-Blumat

Das wesentliche Teil des Tropf-Blumat ist der Fühler. Er erkennt, wann es Zeit ist, der Pflanze Wasser zuzuführen. Der Fühler führt das Wasser tröpfchenweise zu, wenn die Erde beginnt, trocken zu werden. Genau so erkennt er, wann er die Verbindung schließen muss, weil die Erde feucht genug ist. Für diesen Vorgang muss Wasserdruck vorhanden sein, der vom Netz oder über einen höheren Behälter kommt.
Wichtig ist, dass jede Pflanze, jedes Gefäß oder eine Pflanzengruppe mit mindestens einem Tropf-Blumat ausgerüstet wird. Dann muss der Fühler auf den individuellen Bedarf der Pflanze eingestellt werden. Es gibt unterschiedliche
Fühler, je nach Topfgrößen oder Bewässerungsflächen. Für große Gefäße gibt es größere Fühler. Alle Tropf-Blumat werden an einen gemeinsamen Zuführschlauch angeschlossen. Die Anordnung ist jederzeit veränderbar.

Funktion

Der Tropf-Blumat arbeitet nach dem Tensiometerprinzip.  Über eine Saugspannung wird die Bodenfeuchte gemessen. Die Messung erfolgt unabhängig vom Salzgehalt im Boden und misst die Verfügbarkeit des Bodenwassers für Pflanzen direkt. Günstig ist, dass das Verfahren nicht abhängig von der Bodenbeschaffenheit, der Temperatur und anderen Faktoren ist.

Ein Tropf-Blumat besteht aus folgenden Teilen, einem Keramiksensor und einem Gießkopf mit Membrane. Die Membran wird durch Unterdruck bewegt und öffnet und schließt den Wasserdurchgang.  Bei trockener Erde entsteht ein Unterdruck, die so genannte Saugspannung. Das Ventil öffnet sich. Ist genug Wasser durchgeflossen, wird das Quetschventil geschlossen.

Der Anschluss an die Hauswasserleitung ist meist die praktischste und preiswerteste Lösung. Voraussetzung ist lediglich ein separater Wasserhahn, der immer geöffnet bleiben muss.  Darauf wird ein Verteilerstück mit dem Bewässerungsschlauch aufgesetzt. Wichtig zu beachten ist, dass die Tropf-Blumat lediglich 6 m über und 3 m unter dem Anschluss stehen können.

Nachteile

Der Fühler misst die Bodenfeuchtigkeit nur punktuell. Diese kann variieren, je nach Bodentiefe und anderen Faktoren. Ein paar Zentimeter vom Fühler entfernt, kann die Bodenfeuchte ganz anders sein.  Deshalb ist die Wahl eines repräsentativen Messortes ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis. Bei größeren Gefäßen kann es auch notwendig sein, mehrere Fühler einzusetzen.

Preise

Ein Probierset, bestehend aus 6 Tropf-Blumat, 7 Meter Zuführschlauch, 1 Winkel, 1 Endstück und 1 Hochtankanschluss kostet knapp 25 Euro.