Tipps gegen Blattläuse im Garten - Nützlinge fördern

Tipps gegen Blattläuse im Garten - Nützlinge fördern

Blattläuse kennt so gut wie jeder Hobbygärtner. Diese kleinen Tierchen finden sich an vielen Pflanzen, wobei einige Arten besonders häufig, andere dagegen weniger oft befallen werden.

blattlaeuse flAnstatt die Blattläuse mit chemischen Mitteln zu bekämpfen, können aber auch die natürlichen Feinde der Blattläuse unterstützt oder sogar gezielt zu ihrer Bekämpfung eingesetzt werden.

Nützlinge im Garten fördern

Nützlinge, die bei der Blattlausbekämpfung behilflich sein können, siedeln sich vor allem in Gärten

an, in denen sie einen Unterschlupf und einen Nistplatz für die Eiablage finden. Hierzu kann ein Insektenhotel gebaut werden, genauso hilfreich ist es aber auch, den Garten nicht ständig akkurat aufzuräumen. Laub, kleinere Zweige und kleine Holzstücke, die im Garten liegen bleiben, bieten vielen kleinen Insekten einen passenden Unterschlupf.

Besonders im Herbst, wenn viele Insekten auf der Suche nach einem Platz für die Überwinterung sind, ist es daher hilfreich, das Laub und Schnittgut einfach liegen zu lassen, sodass im nächsten Frühjahr schon eine große Anzahl dieser Nützlinge vorhanden ist, die sich im Laufe des Sommers noch weiter vermehrt. In Gärten, in denen diese Nützlinge noch fehlen, können sie dagegen gezielt angesiedelt werden.

Zu den natürlichen Feinden der Blattläuse gehören aber auch die Vögel. Durch einen Nistkasten, in dem sie ihre Eier ausbrüten können und eine Tränke, an der sie sich mit Wasser versorgen und baden können, kann daher dafür gesorgt werden, dass sich ständig Vögel im Garten aufhalten und diese nicht nur Blattläuse, sondern auch andere
schädliche Insekten fressen.

Der gezielte Einsatz der Nützlinge

Zu den Insekten, die ganz gezielt bei der Bekämpfung von Blattläusen eingesetzt werden, gehören die Marienkäfer, die Florfliegen, die Schlupfwespen und die Gallmücken. Diese Insekten bzw. ihre Larven und Eier werden in kleinen Behältnissen verkauft und können direkt an den Pflanzen, die von Blattläusen befallen sind, ausgebracht werden. Solange diese Insekten geeignetes Futter, also Blattläuse finden, bleiben sie im Garten, andernfalls werden sie bald wieder umsiedeln, sodass später mit keiner Plage durch diese Insekten zu rechnen ist.

Marienkäfer und Florfliegen

Recht bekannte Feinde der Blattläuse sind die Marienkäfer, die obendrein den Vorteil haben, dass sie von den meisten Menschen als hübsch und angenehm empfunden werden. Bei ihnen sind es vor allem die Larven, die gezielt zur Bekämpfung von Blattläusen eingesetzt werden, deshalb gibt es im Handel ihre Eier zu kaufen. Diese Eier werden in kleinen Tüten angeboten, die möglichst nah an den Blattläusen platziert werden sollten. Für die Überwinterung benutzen Marienkäfer gern etwas größere Zwischenräume an Gebäuden, denn sie verbringen den Winter am liebsten in größeren Gruppen. Durch einen passenden Unterschlupf können die Marienkäfer daher auch dauerhaft im Garten angesiedelt werden.

schlupfwespe flDie Eier der Florfliegen gibt es auf kleinen Pappen zu kaufen, die der befallenen Pflanze einfach umgehängt werden. Nachdem aus diesen Eiern die Florfliegenlarven geschlüpft sind, machen auch sie sich sofort an die Arbeit und vertilgen bis zu ihrer Verpuppung eine große Menge Blattläuse.

Schlupfwespen und Gallmücken

Bei der Bekämpfung der Blattläuse

durch Schlupfwespen werden dagegen die ausgewachsenen Insekten benötigt, denn sie legen ihre Eier in die Körper der Blattläuse, damit sich die daraus geschlüpften Larven als Parasiten von den Blattläusen ernähren. Schlupfwespen sind nur etwa zwei bis drei Millimeter groß und daher mit bloßem Auge kaum sichtbar.

Gallmücken stechen die Blattläuse und spritzen ihnen bei diesem Stich Gift ein, sodass sie bewegungsunfähig sind. Danach saugen sie die Blattläuse aus. Zur gezielten Bekämpfung von Blattläusen werden die Puppen der Gallmücken verkauft. Sie werden einfach auf die Topferde bzw. den Gartenboden gegeben und finden, nachdem sie geschlüpft sind, von allein ihren Weg.