Bei Balkonerde auf Qualität achten

BlumenerdeBlumen und Pflanzen sind nicht selten gerade auf Balkonen oder Terrassen vergleichsweise ungeschützt platziert. Auf diese Weise haben Wind, Regen und Sonne natürlich weitaus eher die Möglichkeit, ungehindert negativ auf das Wachstum oder die Stabilität des Pflanzgutes einzuwirken.

Dies sind unter Umständen echte Strapazen für die Pflanzen in den Töpfen, Kübeln oder Blumenkästen. Demzufolge muss in jedem Fall gewährleistet sein, dass zumindest der Boden bzw. die Erde im Behältnis einen guten und festen Halt bietet. Darüber hinaus ist in diesem Zusammenhang auch ein

hoher Nährstoffgehalt von relevanter Bedeutung.

Hochwertiges Substrat wählen

Hochwertiges Substrat ist also gerade bei Balkonpflanzen unentbehrlich. Nur so kann dauerhaft eine gute Gesundheit der Pflanzen sichergestellt werden. Spezielle Balkonerde verfügt in der Regel über einen zusätzlichen Anteil an Mikronährstoffen; auch Eisen- und andere Mineralzusätze sind in exakt abgestimmter Menge enthalten. Hobbygärtner wissen, dass Balkonerde in den unterschiedlichsten Ausführungen im Handel erhältlich ist.

So bietet sich unter anderem für Pflanzen mit einer mehrjährigen Kulturdauer Balkonerde an, die mit einem speziellen Langzeitdünger versetzt ist. Ebenso wichtig für empfindliche Pflanzen ist Balkonerde, die Montmorillonit-Ton enthält. Diese Materialzusammensetzung gewährleistet nicht nur eine hervorragende Nährstoffversorgung, sondern sie hat vor allem eine besonders gute Fähigkeit, Wasser zu speichern.

Balkonerde mit Rindenhumus

Blumenkasten mit Balkonerde bepflanztUm außerdem einen optimalen Lufthaushalt im Wurzelbereich zu garantieren, empfiehlt es sich, auf Balkonerde zurückzugreifen, die Rindenhumus beinhaltet. Eine lang andauernde Strukturstabilität in Verbindung mit einem optimalen Luft- und Wasserhaushalt in den empfindlichen Wurzelbereichen der Pflanzen sorgt somit dafür, dass der Hobbybotaniker für lange Zeit Freude an den Blüten- oder Grünpflanzen haben wird.

Schließlich trägt ein üppiges Grün zu einem ganz besonderen Ambiente auf dem
Balkon oder der Terrasse bei.

In guter Blumenerde gedeihen Ihre Balkonblumen

Gute Balkonerde für Balkonkästen erkennen

Erde mit einem hohen Humusgehalt ist sehr krümelig. Sie zerfällt in der Hand und nimmt das Wasser schnell auf. Zudem sind kleine Styroporkügelchen, bekannt als Perlite, als Auflockerung beigefügt. Bei minderwertiger Erde mit einem hohen Torfgehalt wird das Gießwasser schlammig. Erden aus dem Discounter enthalten neben Torf Stücke von Stöcken und Ästen, Eier und Larven von Schadinsekten und mitunter sogar Scherben. Riecht die Erde schon muffig, dann hat sich der enthaltene Langzeitdünger bereits aufgelöst. Der hohe Nährstoffgehalt der verdorbenen Erde kann die Pflanzen schädigen. Für Balkonkästen ist normale Balkonerde ohne zusätzliche Düngergaben ausreichend.

Spezialerde nur für Exoten

Südländischen Pflanzen brauchen meist ein Sand- und Erdgemisch. Für Rhododendron ist eine Spezialerde mit niedrigem PH-Wert notwendig. Orchideen benötigen ein Pflanzsubstrat mit viel Rinde.
Mit der richtigen Blumenerde die Umwelt schützen

Der meisten Blumenerde ist Torf beigefügt. Beim Abbau von Torf wird nicht nur eine einzigartige Pflanzenwelt zerstört, sondern auch eine immense Menge von im Torf gespeichertem CO2 freigesetzt. Torf soll in Blumenerden als Wasserspeicher nützlich sein und die Erde auflockern. Diese Eigenschaften in Balkonerde können auch durch Kokosfasern, Rindenmulch oder Styroporkugeln gewährleistet werden. Für Verbraucher ist es gar nicht so einfach torffreie Blumenerde zu erhalten. Selbst in als "Torf frei" deklarierter Balkonkastenerde fand Stiftung Warentest Rückstände von Torf.

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Inhaltsstoffe von Blumenerde

BalkonblumenIm Handel erhältliche Balkonerde ist ein Kultursubstrat und besteht aus:
  • Hochmoortorf
  • Kalk
  • Nährstoffe wie Phosphor, Stickstoff, Kalium
  • Kompost
  • Holzfasern
  • Borke
  • Ton
In Balkonerde mit hohem Kompostanteil wachsen Blumen und Pflanzen besonders gut. Hochwertige Balkonerden enthalten Ton. Er dient als Nährstoffspeicher. Holz und Rinde verbessert die Erdstruktur. Gute Erde riecht nach Waldboden.

Blumenerde selbst herstellen

Als Grundstoff kann ausgereifter Kompost verwendet werden. Er sollte mindestens ein Jahr alt sein. Das Substrat wird gesiebt. Als zusätzliche Bestandteile können Kokosfasern verwendet werden. Sie lockern die Balkonerde auf und speichern viel Wasser. Mischen Sie beide Komponenten 1:1. Für Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf geben Sie 1-3 Gramm Hornspäne pro Liter Erde dazu. Eine weitere Variante für Blumenerde ist ein Gemisch aus 1/3 Kompost, 1/3 Gartenerde und 1/3 Füllmaterial. Als Füllmaterial kann Perlite, Granulat aus Ton, Splitt oder Sand verwendet werden. Nach 4-6 Wochen sollte selbst hergestellte Erde zum ersten Mal nachgedüngt werden. Wenn Sie bei der Herstellung Langzeitdünger zugegeben haben, dann sollten Sie erst nach drei Monaten das erste Mal nachdüngen.

Wie viel Balkonerde sollte in den Balkonkasten gefüllt werden?

Blumenkasten schmal:
  • 15 Zentimeter breit, 40 Zentimeter lang=9 Liter
  • 15 Zentimeter breit, 60 Zentimeter lang=14 Liter
  • 15 Zentimeter breit, 80 Zentimeter lang=18 Liter
  • 15 Zentimeter breit, 100 Zentimeter lang=24 Liter
Blumenkasten breit:
  • 20 Zentimeter breit, 40 Zentimeter lang=13 Liter
  • 20 Zentimeter breit, 60 Zentimeter lang=18 Liter
  • 20 Zentimeter breit, 80 Zentimeter lang=26 Liter
  • 20 Zentimeter breit, 100 Zentimeter lang=33 Liter
Blumenkasten mit Wasserspeicher:
  • 60 Zentimeter lang=14 Liter
  • 80 Zentimeter lang=18 Liter
  • 100 Zentimeter lang=25 Liter
Fügen Sie eine Drainageschicht von circa 2 Zentimetern aus Kieseln oder Blähton an am Boden des Balkonkastens ein.