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Wie ziehe ich eine Bodenprobe?
Gartenpflege - Bodenpflege, Blumenerde, Substrate

Bodenprobe

Pflanzen sind genau wie Tier und Mensch Lebewesen, die Nahrung brauchen. Und bei den Pflanzen verhält es sich so, dass die einzelnen Ansprüche auch wie bei Mensch und Tier verschieden sind. Gärtner oder Hobbygärtner sollten sich darum über die Bedürfnisse der Pflanzen im Klaren sein, damit sie ihnen auch die nötigen Nährstoffe verabreichen können, damit sich die Pflanzen prachtvoll entwickeln.
Das Wichtigste für Pflanzen im Garten ist dabei natürlich der Boden. Und um festzustellen, ob der Boden auch für die gewählten Pflanzen optimal geeignet ist oder ob es notwendig wird, bestimmte Mineralien und Nährstoffe zuzuführen, kann man eine Bodenuntersuchung vornehmen ...
lassen.

Image Dabei wird zunächst erst einmal eine Bodenprobe entnommen. Das kann man von Frühjahr bis Herbst machen, und zwar nach der Ernte bzw. vor der Düngung. Um optimalen Boden zu garantieren, sollte man eine Untersuchung alle drei Jahre in Erwägung ziehen.
Bei der Bodenprobe wird unterschiedlich tief, je nach Nutzung des Bodens Erde entnommen. Bei Gemüse erfolgt dies in einer Tiefe von 0 – 25 Zentimeter, bei Rasen genügen 0 – 10 Zentimeter und bei Obstbäumen bedarf es einer Probentiefe von 0 – 30 Zentimeter und zusätzlich noch von 30 – 60 Zentimeter. Dabei entnimmt man am besten mit dem Spaten den Boden bis zur gewünschten Tiefe und schabt mit einem Löffel o.ä. an der geraden Schnittfläche Erde ab. Man sollte allerdings nicht nur eine Probe einer Bodenfläche entnehmen, sonder ruhig 10 – 12 Stück, sie zusammen in einem Eimer sammeln und anschließend vermischen. Ein halbes Kilogramm von diesem Gemisch kann man dann zur Bodenuntersuchung einschicken.

Spezielle Bodenuntersuchungsanstalten bieten ihren Service für Haus- und Gartenbesitzer an. Man schickt lediglich seine Probe an eine entsprechende Stelle.

Beispiele für Bodenuntersuchungsanstalten sind:

•    das Untersuchungszentrum der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
•    die Landwirtschaftliche Untersuchung- und Forschungsanstalt; Siebengebirgsstr. 200 in 53229 Bonn
•    die Bayerische Hauptversuchsanstalt für Landwirtschaft in 85350 Freising / Weihenstephan

Im Zuge einer solchen Bodenuntersuchung wird die Erde auf ihre Nährstoffgehalte hin untersucht und der Gärtner erhält meist zusätzlich auch noch eine Düngeempfehlung. Man untersucht, ob es im Boden eventuell eine Überversorgung oder eine Unterversorgung mit Kalk oder Nährstoffen, wie Phosphor, Stickstoff, Magnesium und Kalium gibt. Das Wissen über die genaue Bodenzusammensetzung erleichtert dann das richtige Düngen.
Ganz nebenbei wird damit noch ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet, denn ohne genaue Richtwerte werden die Böden oft hoffnungslos überdüngt.

Eine Bodenuntersuchung sollte man durchaus einmal in Betracht ziehen, denn offizielle Untersuchungsergebnisse von eingesandten Proben haben erschreckende Ergebnisse gebracht. So waren zu Beispiel drei Viertel aller Gemüsebeete viel zu hoch mit Kalk und Phosphat versorgt und wiesen außerdem noch ungünstig hohe pH-Werte auf. Bei Rasenflächen dagegen herrschte vorrangig eine Unterversorgung mit Kalium und Magnesium. Das bewirkt, dass der Rasen hungern muss.
Ein nicht gut abgestimmter Boden kann schlimme Folgen haben für die Pflanzen. So können Wachstumsstörungen auftreten, die Lebensmittelqualität wird gemindert, es kommt zu Auswaschungsverlusten und natürliche Rohstoffvorkommen werden verschwendet.

Nach einer erfolgten Bodenuntersuchung kann man nun die Düngermengen verändern und somit optimal anpassen. Dabei muss man die Düngeempfehlungen auf den Verpackungen der entsprechenden Mittel genauestens studieren und gemäß der Bodenuntersuchung verändern.
Der Boden wird mit Hilfe einer Probe in Bodenversorgungsstufen eingeteilt. Das Institut, das mit der Untersuchung beauftragt wird, wird eine entsprechende Empfehlung geben, damit man Fehler bei der Nährstoffversorgung vermeidet. Auch für weitere Fragen stehen diese Institutionen immer zur Verfügung. Fragen kann man zum Beispiel auch schon, wenn man seine Bodenprobe einschickt. Man legt einfach ein entsprechendes Schreiben bei.

Im professionellen Gartenbau sind Bodenuntersuchungen schon lange keine Seltenheit mehr, nicht zuletzt weil Düngemittel ja auch Geld kosten. Des Weiteren liegt auf der Hand, dass die Pflanzen besser gedeihen, wenn der Boden optimal versorgt ist und somit erzielt man höhere Erträge.

Eine Standarduntersuchung kostet nicht einmal viel Geld. Ab 10 Euro für eine derartige Untersuchung ist man schon dabei und erhält zudem viele nützliche Tipps. Viel Erfolg im Garten!

 


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