Garten-Boden lockern - für Rasen und Pflanzen

Ein lockerer Garten-Boden sorgt dafür, dass genügend Luft und Wasser an die Wurzeln der Pflanzen gelangt, sodass diese gut gedeihen können. Bei der Neuanlage eines Beetes oder des gesamten Gartens können hierfür auch Maschinen eingesetzt werden, bei bereits vorhandenen Pflanzungen ist jedoch ein wenig Vorsicht geboten, um die empfindlichen Wurzeln der Pflanzen nicht zu beschädigen.

umgraben4 flUmgraben oder nur lockern?

Eine Möglichkeit, den Garten-Boden zu lockern, ist das Umgraben der gesamten Fläche. Während früher jedoch in jedem Frühjahr die Beete umgegraben

wurden, um wieder Gemüse anzupflanzen, wird heutzutage von vielen Hobbygärtnern hierauf verzichtet, um die Struktur des Bodens und den Lebensraum der vielen Mikroorganismen nicht durcheinander zu bringen. Nur sehr schwere und dichte Böden sollten regelmäßig umgegraben werden, bei einem normalen Garten-Boden reicht in der Regel auch eine Lockerung mit den üblichen Gartengeräten wie Hacke, Grubber oder Sauzahn oder die noch schonendere Variante mit einer Grabegabel oder einem Rechen aus.

Luft für empfindliche Wurzeln

Speziell für die Rosen gibt es Rosengabeln, mit denen der Boden zwischen den Pflanzen gelockert wird, damit die Wurzeln mit ausreichend Luft versorgt werden und nicht zu faulen beginnen. Diese
Geräte haben zwei gerade Zinken, werden senkrecht in die Erde gestochen und dann vorsichtig nach vorn und hinten bewegt. Dadurch entstehen Lufträume, durch die die Wurzeln der Rosen nicht nur mit Luft, sondern auch mit Wasser versorgt werden. Rosengabeln sind aber durchaus nicht nur auf den Einsatz in Rosenbeeten beschränkt, sie können im ganzen Garten verwendet werden. Etwas schneller geht die Arbeit allerdings mit einer gewöhnlichen Grabegabel, die meist vier Zinken hat, vonstatten. Sie wird auf die gleiche Weise wie die Rosengabel benutzt.

Einige Pflanzen wie zum Beispiel die Magnolie bilden Wurzeln sehr nah an der Oberfläche. Bei ihnen sollte auf das Hacken rund um den Stamm ganz verzichtet werden, um die Wurzeln nicht zu verletzen, was den Pflanzen insgesamt schaden würde. Etwas Kompost rund um empfindliche und auch robuste Pflanzen sorgt jedoch dafür, die Lebensbedingungen von Kleinstlebewesen und Regenwürmern zu verbessern, die auf ganz natürliche Weise für einen lockeren Garten-Boden sorgen.

Pflege für den Rasen

Ein Rasen ist um so widerstandsfähiger gegen Moos und Unkraut, je kräftiger seine Wurzeln sind. Um die Graspflanzen bei der Wurzelbildung zu unterstützen, sollte daher auch der Boden unter einer Rasenfläche regelmäßig gelockert werden. Hierfür eignen sich die Vertikutierer und die Rasenlüfter, die ein- bis zweimal pro Jahr zum Einsatz kommen sollten. Der Unterschied zwischen diesen beiden Geräten besteht darin, dass ein Vertikutierer in den Boden eindringt, während der Rasenlüfter oberhalb des Erdbodens verbleibt. Letzterer hinterlässt kaum kahle Stellen in der Grünfläche, die oftmals nachgesät werden müssen, ist aber dafür bei der Bodenlockerung auch nicht so effektiv wie ein Vertikutierer.