Gartenboden verbessern - Tipps zur Bodenverbesserung

Ein optimaler Gartenboden kann die Feuchtigkeit gut speichern und enthält viele Nährstoffe, die für ein gesundes Wachstum der Pflanzen und eine reiche Ernte von entscheidender Bedeutung sind.

umgraben3 flBodenverbesserung bei schweren Böden

Ein schwerer Boden kann durch die Zugabe von Sand durchlässiger gemacht werden, damit dort keine Staunässe entsteht, die für die meisten Pflanzen äußerst schädlich ist und oft zum Faulen der Wurzeln führen. Er sollte einmal jährlich umgegraben werden, damit er sich nicht weiter verdichtet. Die beste Zeit hierfür ist der

Herbst, denn dann bricht im Winter das gefrierende Eis größere Schollen auf. Bei allen anderen Böden ist das regelmäßige Umgraben jedoch nicht unbedingt nötig und kann auch schädlich sein, weil hierbei der Aufbau der einzelnen Bodenschichten verändert wird. Alle Lebewesen, die nur in bestimmten Schichten der Erde existieren können, müssen dann erst einmal wieder ihren richtigen Platz einnehmen, sodass es in dieser Zeit immer zu einem Stillstand im Garten kommt.

Tipps für leichte Sandböden

Ein Sandboden eignet sich nur für Pflanzen, die von Natur aus äußerst genügsam sind, denn er speichert kaum Wasser und Nährstoffe und wird im Sommer sehr trocken. Auch Düngemittel werden bei Regen leicht ausgewaschen, sodass sie nur kurzzeitig wirken. Ein Sandboden wird mit reichlich Kompost verbessert, von dem bei der Neuanlage eines Gartens eine große Menge
eingearbeitet wird. Auch in den darauf folgenden Jahren sollte in den Boden weiterhin Kompost eingearbeitet werden, bis eine gesunde und lockere Bodenstruktur entstanden ist.

Den Boden auf natürliche Weise verbessern

Neben Kompost und Stallmist ist auch die Gründüngung eine natürliche und effektive Methode, den Gartenboden zu verbessern. Eine Gründüngung wird in der gewerblichen Landwirtschaft häufig genutzt, sie eignet sich jedoch genauso gut für den privaten Garten. Hierbei werden auf brach liegenden Flächen Pflanzen wie Lupinen, Luzerne, Klee oder Sonnenblumen angebaut. Sie sorgen für eine Beschattung des Bodens, halten das Wasser mit ihren Wurzeln und werden später in die Erde untergegraben, wo sie eine Humusschicht bilden. Eine Gründüngung kann bei der Neuanlage eines Gartens erfolgen, um den Boden optimal für jede Art Pflanzen vorzubereiten, in Gemüsegärten ist sie aber auch als Zwischen- oder Nachkultur geeignet.

kompost5 flKleinstlebewesen und vor allem Regenwürmer sorgen für einen lockeren und nährstoffreichen Boden. Mit Kompost lassen sich ihre Lebensbedingungen verbessern, sodass die Anzahl dieser kleinen Helfer im Garten ansteigt. Auch eine Mulchschicht zwischen den Pflanzen oder auf brach liegenden Flächen lockt Regenwürmer an. Sie graben dann viele Kanäle durch das Erdreich, sodass die Wurzeln der Pflanzen mit ausreichend Luft, Wasser und Nährstoffen versorgt werden.

Der pH-Wert im Boden

Die meisten Pflanzen benötigen einen neutralen Boden, bei dem der pH-Wert bei etwa 6 bis 7 liegt. Dieser Wert lässt sich mit kleinen Teststreifen messen, die es in den Baumärkten zu kaufen gibt. Ist der pH-Wert zu niedrig, kann er durch die Gabe von Kalk verbessert werden. Ein Gartenboden mit einem hohen pH-Wert dagegen enthält viel Kalk. Pflanzen sollten daher nicht mit Leitungswasser, das zusätzlichen Kalk in den Garten bringt, gegossen werden, sondern mit Regenwasser.