Gartenerde - muss es immer gekaufte Erde sein?

Es gibt sehr viele Gartenliebhaber, gerade in den letzten Jahren hat ihre Zahl sehr zugenommen. Es ist ja auch schön und zudem entspannend, in seinem Garten die Erdbeeren zu ernten oder den Kindern beim Erbsennaschen zuzusehen. Natürlich braucht man auch etwas Fachwissen, wenn man alles richtig machen möchte. Und alles, was man im Garten anpflanzt oder anbaut, braucht zu allererst einmal Erde.

Gartenerde kann man kaufen, im Baumarkt oder beim Gärtner bekommt man für Blumen so genannte Blumenerde, für viele Pflanzen bekommt man Pflanzerde und auch Anzuchterde speziell für junge

Pflanzen und Sämereien ist erhältlich. Da kann man schon schnell den Überblick verlieren und weiß gar nicht mehr, was richtig und gut ist. Da hilft sicherlich eine Fachberatung schnell weiter. Oder man fertigt seine Erde einfach selbst.

Es muss definitiv nicht immer die gekaufte Erde sein, denn die eigene Erde vom Komposthaufen ist genauso gut, wenn nicht sogar noch besser. Dazu muss man aber wissen, wie man richtig kompostiert.

Wer richtig
kompostiert, der erhält für seine Pflanzen qualitativ hochwertige Erde, die er bedenkenlos einsetzen kann. Denn auch die gekaufte Erde ist nichts weiter als verrottetes organisches Material.

Kompostieren ist viel einfacher, als gedacht. Man muss eigentlich nur organische Abfälle sammeln und auf einen großen Haufen werfen. Wer das wegen des Aussehens nicht möchte, der kann auch auf einen Kompostbehälter oder auf einen selbst gebauten großen Container zurückgreifen. Kompostbehälter kann man in jedem Baumarkt, in verschiedenen Ausführungen und in allen Größen kaufen. Sie sind auch nicht sehr teuer.

Aber wie funktioniert das Ganze? Die allerbesten Erde-Ergebnisse erzielt man, wenn die Abfälle möglichst artenreich und unterschiedlich sind. Angefangen bei Obstschalen und Gemüseresten, über Eierschalen und Unkräuter, bis hin zu Häckselabfällen und abgemähtes Gras. Alle Reste werden geschichtet und das Material beginnt sich zu zersetzen, dabei entstehen sehr hohe Temperaturen.

Hat man ideale Bedingungen auf seinem Kompost, dann kann man bereits nach drei bis vier Monaten die erste Erde ernten, indem man sie einfach im unteren Bereich des Behälters wieder herausholt.

Noch zwei kleine Tipps am Ende:

-    Zitrusfrüchte oder Reste von diesen gehören nicht unbedingt auf den Kompost, denn es kommt dabei sehr schnell zu Schimmelerscheinungen, was der Gartenerde, die man haben möchte, nicht gerade zuträglich ist.

-    Man kann zwar Unkräuter auch kompostieren, muss dabei aber wissen, dass Unkrautsamen erst bei sehr hohen Temperaturen abgetötet werden. Solche hohen Temperaturen erreicht aber nicht jeder Haufen. Wer zweifelt und nicht gleich wieder Unkräuter in der Erde haben möchte, der sollte diese Dinge anders entsorgen.