Geräte, Maschinen und Tipps zur Bodenlockerung

Alle Pflanzen benötigen Luft für ihre Wurzeln, die nur dann bis in den Erdboden dringen kann, wenn der Gartenboden ausreichend locker ist. Hierfür gibt es manuelle Geräte wie eine simple Hacke, aber auch Maschinen, mit denen die Arbeit schneller und einfacher vonstatten geht.

umgraben3 flGeräte zur Lockerung des Bodens

Ein Spaten kommt bei einem sehr dichten Boden oder beim Einzug in das neue Haus zum Einsatz, weil dann der Boden durch Baumaschinen und Material meist stark verdichtet wurde. Ein einigermaßen lockerer Boden

dagegen braucht nicht ständig umgegraben zu werden. Dort reicht zur Lockerung eine Hacke, eine Grabegabel oder ein ähnliches Gerät.
  • Mit einer Hacke wird die oberste Schicht des Bodens aufgerissen. Solche Geräte gibt es für schwer zu bearbeitende Böden mit einem schmalen Blatt, für lockere Böden mit einem etwas breiterem.
  • Eine Grabegabel wird in den Boden gestochen und dann nach vorn und hinten bewegt. Sie hat meist vier Zinken, für Rosen, die besonders empfindliche Wurzeln haben, gibt es dieses Gerät mit nur zwei Zinken. Dann wird es Rosengabel genannt.
  • Der Sauzahn hat einen sichelförmigen Zinken und eignet sich daher gut zur Bodenlockerung zwischen eng stehenden Pflanzen.
  • Der Grubber oder Kultivator ist in seinem Ursprung ein großes landwirtschaftliches Gerät. Dieses Prinzip zur Lockerung des
    Bodens findet sich aber auch bei kleinen Handgeräten mit drei gebogenen Zinken, die an einem Stiel befestigt sind.
  • Mit einer Harke oder einem Rechen wird nur die oberste Schicht des Gartenbodens bearbeitet, um diese möglichst feinkrümelig zu machen. Mit ihnen kann aber auch ein Rasen vertikutiert werden.
Maschine für die Bodenlockerung

Für große Flächen oder zur Neuanlage eines Gartens gibt es die Gartenfräsen, die diese Arbeit beschleunigen und erleichtern. Solche Maschinen, mit denen der Boden umgegraben und gepflügt wird, gibt es mit einem Elektro- oder einem Benzinmotor.

umgraben2 flTipps für einen lockeren Boden

Viele Regenwürmer im Garten sorgen dafür, dass der Boden von allein immer locker bleibt. Sie wandern durch den Erdboden und hinterlassen dabei Röhren, durch die die Pflanzen besser mit Wasser versorgt werden. Außerdem sorgen Regenwürmer dafür, dass Erde aus den unteren Schichten nach oben befördert wird. Regenwürmer finden dort gute Lebensbedingungen, wo der Boden regelmäßig mit Kompost versorgt wird, künstliche Düngemittel dagegen senken ihre Anzahl.

Eine weitere Möglichkeit, den Boden aufzulockern und zu verbessern, besteht in einer Gründüngung. Sie wird vor allem dort eingesetzt, wo der Boden nach der Ernte normalerweise brach liegen würde. Bei der Gründüngung werden Pflanzen wie Lupinen, Klee, Wicken oder Sonnenblumen gepflanzt, die dafür sorgen, dass der Boden locker bleibt und in regnerischen Zeiten nicht verschlämmt. Außerdem geben sie wertvolle Nährstoffe an den Boden ab, unterstützen die Humusbildung und unterdrücken Unkraut. Lupinen und Sonnenblumen sind besonders für sehr dichte Böden gut geeignet, weil sie lange Wurzeln bilden und dadurch auch die tieferen Schichten des Bodens lockern. Diese Pflanzen werden vor der Samenreife abgemäht und entweder schon vor oder nach dem Winter untergegraben.