Lehmboden verbessern - für Rasen, Pflanzen & Gemüse

Ein Lehmboden ist oft schwer zu bearbeiten und lässt Regenwasser nur schlecht versickern, sodass schnell Pfützen entstehen. Bei Trockenheit dagegen wird er rissig und sehr hart. Ob es sich beim Boden im eigenen Garten um Lehmboden handelt, ist daran zu erkennen, dass sich die Erde mit den Händen leicht zu einer Wurst formen lässt.

boden-erde flLehmboden sollte einmal jährlich umgegraben werden, um ein gutes Wachstum des Gemüses und anderer Pflanzen zu gewährleisten. Die beste Zeit hierfür ist der Herbst, denn dann

brechen beim Frost im Winter die dicken Schollen auseinander. Um den Boden bei der Gartenarbeit nicht unnötig zu verdichten, sollte er möglichst nicht betreten werden, so lange er feucht ist.

Verbesserung des Bodens mit natürlichen Mitteln

Kompost, der in einen Lehmboden eingearbeitet wird, lockert die Struktur des Bodens mit der Zeit immer mehr auf. Er sorgt dafür, dass sich Hohlräume bilden, sodass die Wurzeln der Pflanzen besser mit Wasser und Luft versorgt werden. Außerdem fördert er die Ansiedelung von Mikroorganismen und Würmern, die für eine weitere Lockerung des Bodens sorgen. Kompost lässt sich ganz einfach selbst herstellen, indem Schnittgut aus dem Garten und pflanzlicher Abfall aus der Küche auf einem simplen Komposthaufen oder in einem Kompostierer verwertet wird. Ist diese Möglichkeit aus dem ein oder anderen Grund nicht gegeben, lässt sich der Boden aber auch durch
Rindenhumus, der durch die Kompostierung von Baumrinde gewonnen wird, oder Rindenmulch verbessern. Beide Produkte sind in Gartencentern und Baumärkten erhältlich.

Für Beete, auf denen Gemüse angebaut wird, empfiehlt sich eine Gründüngung, die während der Zeit, in der kein Gemüse angebaut wird, den Boden locker hält und ihn mit neuen Nährstoffen versorgt. Für besonders dichte Böden sind vor allem Lupinen und Sonnenblumen als Gründüngung gut geeignet, weil sie tief wurzeln. Sie werden nach der Ernte des Gemüses ausgesät und vor der Samenreife abgemäht. Dann sollten die Pflanzenreste mindestens eine Woche liegen bleiben und werden danach beim jährlichen Umgraben in den Boden eingearbeitet, wo sie die Bildung von Humus unterstützen.

Sand sorgt dafür, dass ein schwerer Lehmboden durchlässiger wird. Er kann in den Boden eingearbeitet werden, etwas einfacher ist es jedoch, ihn in einer dünnen Schicht auf dem Boden zu verteilen, sodass er von allein langsam in den Boden einsinkt.

umgraben3 flPflanzen für einen lehmigen Boden

Grundsätzlich ist ein lockerer und durchlässiger Boden im Garten leichter zu bearbeiten und für die meisten Gewächse besser geeignet, manche Pflanzen schätzen aber durchaus einen lehmigen Boden. Hierzu gehören zum Beispiel
  • Haselnusssträucher, Kirsch- und Pflaumenbäume
  • Lorbeer, Flieder und Schneeball
  • Efeu, Fetthenne und Christrose
Rasen auf einem Lehmboden

Bevor eine Rasenfläche auf einem Lehmboden angelegt wird, sollte der Boden mit Sand durchlässiger gemacht werden. Alternativ kann aber auch die oberste Schicht des Gartenbodens abgetragen werden und durch besseres Substrat ersetzt werden. Bei einer bereits vorhandenen Rasenfläche kann man den Boden ebenfalls verbessern, indem auf den Rasen Sand gestreut wird, der mit der Zeit langsam in tiefere Schichten einsickert.