Torf kaufen - Kritik an Torf aus ökologischer Sicht

Torf ist eines der Materialien, wenn es um die Bodenverbesserung geht. Durch die Zugabe von Torf können die meisten Böden sauberer gemacht werden, denn er sorgt für eine beschleunigte Versauerung des Bodens.

Vor allem Pflanzen wie Rhododendren, Azaleen und viele weitere sog. Moorbeetpflanzen benötigten dringend einen torfigen Boden.

Um den Boden zu verbessern, wird der Torf entweder pur verwendet, wobei auch die Erde durch Torf ersetzt wird, oder er wird unter die bestehende Erde gemischt.

Zudem ist in den meisten Blumenerden ohnehin Torf

enthalten. Die Kosten für Torf sind sehr unterschiedlich. Möchte man also Torf kaufen, sollte man zunächst einen eingehenden Preisvergleich anstellen. Günstigen Torf kann man bereits für rund fünf Euro pro Liter Torf kaufen. Nach oben hin sind dem Preis kaufen kaum Grenzen gesetzt.

Kritik an Torf aus ökologischer Sicht

Bei der Verwendung von Torf im Garten sollte man aber niemals vergessen, dass Torf nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Heute wird Torf zwar nicht mehr aus aktiven Mooren gestochen, dennoch sollte man umsichtig mit diesem wertvollen Stoff umgehen.

Torf ist das, aus dem Moore bestehen und
diese sind sehr wichtige Biotope, die unsere Umwelt benötigt. Rund zehn Millionen Kubikmeter Torf werden in Deutschland pro Jahr verbraucht. Rund zwei Millionen davon werden ausschließlich von Hobbygärtnern verwendet.

Experten gehen davon aus, dass wenn weiterhin in diesen Mengen Torf abgebaut wird, die zum Abbau genehmigten Torfvorräte in rund zehn Jahren erschöpft sein werden. Da die Vorräte in Deutschland begrenzt sind, kommen heute sehr viele Torfe bereits aus Estland, Lettland und Litauen.

Kritiker sehen aber auch hier eine große Gefahr, denn in diesen Ländern sind die Auflagen zum Torfabbau nicht so streng wie in Deutschland. Grundsätzlich wird beim Torfabbau ein Biotop zerstört, da spielt es keine Rolle in welchem Teil des Erdballs.

Beim Torf kaufen auf Torfersatzprodukte achten

Früher gab es keine Alternative zu Torf, was sich heute grundlegend geändert hat. Es gibt viele verschiedene Torfersatzprodukte, die dem echten Torf in nichts nachstehen. Wer nicht ganz auf den Torf verzichten möchte, schaut beim Einkauf von Blumenerde zumindest darauf, dass hier nur ein sehr geringer Anteil Torf enthalten ist.

Solchen Blumenerden sind meist andere Mineral- und Nährstoffe beigemischt, die ebenso für eine Verbesserung des Bodens sorgen. Ferner kann man auch durch das Kompostieren den Boden entscheidend verbessern.

Es ist allemal besser, organisches Material mit einer hohen biologischen Aktivität einzusetzen, anstatt die letzten Biotope der Erde zu zerstören - so sehen es zumindest Kritiker des Torfabbaus in Deutschland.