Hibiskusdünger, Olivenbaumdünger und Azaleendünger

Hibiskusdünger, Olivenbaumdünger und Azaleendünger

Besondere Pflanzen haben besondere Ansprüche. Hibiskus, Oliven und Azaleen sind besondere Pflanzen, die jeweils eigene Ansprüche an ihre Pflege stellen. Kann man diesen Pflanzen mit einem speziellen Dünger etwas Gutes tun, mit Hibiskusdünger, Olivenbaumdünger oder Azaleendünger?

hibiskus2 flGibt es Hibiskusdünger, Olivenbaumdünger und Azaleendünger?

Nein, gibt es nicht. Hier wird Ihnen - meist in einer besonders schönen Verpackung und zu einem besonders schönen Preis - einfach nur ganz ein normaler Dünger verkauft. Denn weder Hibiskus, noch Olivenbäume oder Azaleen haben

besondere Geheimnisse in Bezug auf ihren Nährstoffbedarf, sie brauchen einfach nur die Hauptnährstoffe aller Pflanzen, vielleicht in einem besonderen Mischungsverhältnis.

Jeder Dünger ist dazu da, den Boden so anzureichern, dass er das perfekte Substrat für die jeweilige Pflanze wird. Wobei ein Dünger immer nur etwas hinzufügen kann, und auch nur bestimmte Stoffe hinzufügen kann, Chemikalien in einer für die Pflanzen verfügbaren Form.

Alle käuflichen Volldünger enthalten die pflanzlichen Basisnährstoffe Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K). Sie werden deshalb auch NPK-Dünger genannt. Wie viel Stickstoff, Phosphat und Kalium jeweils dabei ist, wird in Prozenten angegeben: Wenn auf einem Dünger die Kennzahlen 13/13/21 aufgedruckt sind, heißt das, dass dieser Dünger 13 % Stickstoff; 13 % Phosphat und 21 % Kalium enthält.

Nach der gelten Düngemittelverordnung werden auf allen Düngern im Handel bestimmte Angaben gemacht. Diese Angaben beschreiben auch sehr genau, was in einem Dünger enthalten ist, wenn man sich die Mühe macht, sie zu lesen.
  • Die Inhaltsstoffe können in Kürzeln angegeben werden, das sind die Kürzel für die jeweiligen Substanzen: Stickstoff (N), Phosphat (P2O5), Kaliumoxid (K2O), Calcium (Ca), Calciumoxid (CaO), Calciumcarbonat (CaCO3), Magnesium (Mg), Magnesiumoxid (MgO), Magnesiumcarbonat (MgCO3), Natrium (Na), Schwefel (S), Bor (B), Eisen (Fe), Kobalt (Co), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Molybdän (Mo) und Zink (Zn).

  • Alle Mineralien und Spurenelemente werden von den Pflanzen nur in geringen Mengen benötigt, wichtiger als den genauen Bedarf der Pflanze vorwegzunehmen, ist wahrscheinlich die Feststellung, ob diese Zusatzstoffe überhaupt in einem Dünger enthalten sind.

  • Wenn Sie die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen genau kennen und sich beim Kauf des Düngers aufmerksam das Etikett durchlesen, wird es Ihnen auf jeden Fall eher gelingen, den
    richtigen Dünger für eine bestimmte Pflanze zu kaufen, als wenn Sie auf das vertrauen, was als blumige (und völlig unverbindliche) Bezeichnung vorne auf dem Etikett steht. Welche Bedürfnisse haben Hibisken, Olivenbäume und Azaleen?
Hibisken und Hibiskusdünger

Hibiskus wächst am besten in einem humusreichen Boden, der normal bis üppig mit Nährstoffen ausgestattet ist, der Hibiskus gehört zu den Starkzehrern, der gut versorgt werden möchte. Während der Wachstumsphase (März bis Oktober) sollte er deshalb wöchentlich gedüngt werden. Empfohlen wird für den Hibiskus ein Dünger mit der NPK-Kombination 7-6-5, auch ein wenig Schwefel, Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink sollten enthalten sein. Die Kombination muss natürlich nicht genau so sein, ein normaler Blumendünger mit NPK 4-5-6 könnte also ohne Weiteres verbraucht werden, bis Sie beim nächsten Mal einen etwas stickstoffbetonteren Dünger kaufen.

In Bezug auf den pH-Wert hat der Hibiskus keine größeren Ansprüche an den Boden, er kann sich vom Bereich mäßig sauer über neutral bis mäßig alkalisch bewegen.

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olive-olivenbaum flOlivenbäume und Olivenbaumdünger

Der Olivenbaum wächst ursprünglich in einem mediterranen Klima, ist also im Sommer Hitze und Trockenheit gewöhnt und hat einen sandigen und/oder lehmigen Boden unter sich. Olivenbäume brauchen nicht sehr viel Dünger, sie wachsen in der Natur auch eher auf einem kargen Boden. Meist reicht es deshalb, wenn Sie Ihren Olivenbaum zu Beginn der Wachstumszeit im Frühjahr düngen und dann alle zwei Wochen etwas Dünger nachreichen. Er kommt mit jedem normalen Flüssigdünger für Grünpflanzen gut zurecht, z. B. mit einem Dünger, der die für den Hibiskus empfohlene Nährstoffkombination hat. Während der Ruhephase im Winter sollte der Olivenbaum überhaupt nicht gedüngt werden.

Azaleen und Azaleendünger

Wichtiger als jeder Dünger ist für die Azaleen die richtige Erde: Sie muss zunächst den richtigen pH-Wert haben, denn Azaleen lieben leicht saure Erde mit einem pH-Wert zwischen 4 und 6. Dann sollte die Erde recht locker sein, weil die Azaleen viel Sauerstoff brauchen, damit ist auch gleich gewährleistet, dass die Erde nicht schnell austrocknet.

Den pH-Wert können Sie mit einem einfachen Teststreifen aus der Apotheke kontrollieren, um den Boden sauer zu halten, können Sie durchaus pragmatisch vorgehen: Die Azaleen im Kübel sind wahrscheinlich schon glücklich, wenn sie von Ihnen einmal im Jahr eine volle Filtertüte Kaffeesatz in die Erde bekommen (neben Säure auch ein milder Dünger), ein Spritzer Essig ist auch denkbar. Die richtige NPK-Mischung enthält jeder Dünger für Moorbeetpflanzen, 6-3-6 ist z. B. eine gute Kombination. Azaleen haben keinen sehr gewaltigen Nährstoffbedarf, häufig kommen sie mit einer Düngergabe Anfang April und einer zweiten Anfang Juli über das Jahr.

Neben der Auswahl des richtigen Düngers kommt es auch darauf an, dass dieser Dünger in pflanzenschonender Form verabreicht wird. Sie sollten auch auf keinen Fall mit den Mengen zu eifrig sein, Pflanzen werden häufiger überdüngt, als dass sie an Mangelerscheinungen sterben. Wenn Sie der Meinung sind, Ihre Pflanze optimal zu ernähren, diese Pflanze aber trotzdem Schwächen zeigt, hilft wohl am besten der Rat eines erfahrenen Gärtners aus einem Fachbetrieb. Es kann schon sein, dass dieser dann mit einem Blick auf die Pflanze vermutet: “Hier fehlt Kalium!” und mit dieser Vermutung recht hat.