Kräuterdünger selber machen - natürlicher Dünger

Kräuterdünger selber machen - natürlicher Dünger

Dünger braucht keineswegs chemischer Natur zu sein. Für leidenschaftliche Hobbygärtner ebenso wie für auch ökologische Gartenliebhaber ist es also gleichermaßen interessant, wie natürlicher Dünger für Kräuter selbst hergestellt werden kann. „Unkraut“ kann zu flüssigem Dünger verarbeitet werden, der dann als natürlicher Kräuterdünger verwendet werden kann.

ackerschachtelhalm flDoch nach welchen Pflanzen sollte man dazu auf einem naturnahen Grundstück oder auf Feldern und Wiesen Ausschau halten?

Aus diesen Kräutern kann Dünger gemacht werden



Viele Gewürz- oder Heilpflanzen haben nicht nur heilende Wirkungen, die für medizinische Zwecke geeignet sind, sondern auch für eine Vitalkur für andere Pflanzen hilfreich sein können. Eine stärkende Jauche kann zum Beispiel aus Kräutern wie Acker-Schachtelhalm, Brennnessel, Beinwell, Kamille, Majoran, Minze, Rainfarn oder Wermut zubereitet werden. Verwendet werden können für selbst gemachten Dünger aber auch Rhabarberblätter, die hilfreich gegen Schnecken sein sollen. Im Kampf gegen Blattläuse kann unter anderem ein Sud aus grünen Walnüsse und Blättern ausprobiert werden. Auch gegen Schorf, Rost oder Spinnmilben ist ein Kraut gewachsen: Efeu.

Herstellung von flüssigem Kräuterdünger

/> Eine Jauche aus Brennnesseln soll das Pflanzenwachstum anregen und anziehend auf Regenwürmer wirken, die gut für den Gartenboden sind. Außerdem soll die Jauche die Pflanzen vor Schädlingen (wie z.B. Blattläusen, Spinnmilben) und Krankheiten schützen. Herstellen lässt sich eine solche Jauche recht einfach:
  • Dazu braucht nur auf zehn Liter Wasser ein Kilogramm frische Grünmasse oder 150 Gramm getrocknete Kräuter gegeben zu werden.
  • Empfehlenswert ist die Verwendung von Regenwasser. Mitunter kann man auch noch etwas Gesteins- und Tonmehl zugeben.
  • Die frischen oder trockenen Kräuter gibt man in das Wasser und lässt das Ganze 24 Stunden ziehen.
  • Anschließend kann die Brühe, aus der vorher die Kräuter abgeschöpft worden sind, direkt auf die Pflanzen gegossen werden.
Kräuter-Sud gären lassen

Eine andere Möglichkeit ist es, den Kräuter-Sud in einem zugedeckten aber nicht luftdicht verschlossenen Behälter etwa zwei bis drei Wochen gären zu lassen. Dieser Kräutersud riecht zwar recht unangenehm, dafür ist eine solche Jauche ein optimaler und absolut natürlicher Dünger. Dazu kann aus den oben erwähnten Grünpflanzen und wie in der Beschreibung zur „Herstellung von flüssigem Kräuterdünger“ vorgegangen werden.
  • Gären sollte die Kräuterjauche nicht in einem Gefäß aus Metall.baldrian fl
  • Während des Gärens sollte man den Kräuterdünger einmal täglich umrühren, um genügend Sauerstoff hinein zu bringen.
  • Nach dem Gärvorgang wird der Sud gesiebt.
  • Angewendet werden sollte der gegorene Kräuter-Dünger jedoch verdünnt und zwar in einem Verhältnis 1 : 10.
  • Um den unangenehmen Geruch etwas abzumildern, kann auch etwas Baldrianblütenextrakt zugegeben werden.
Sehr effektiv soll auch Kompost-Dünger sein

Eigentlich ist es genau genommen ja kein Kräuterdünger, wenn er nicht aus Kräutern hergestellt wird. Aber auch aus Kompost kann ein natürlicher Dünger hergestellt werden. Dazu wird für einen Eimer Wasser eine Mistgabel voll Kompost benötigt. Dieser wird in Wasser aufgelöst. Dann lässt man ihn einige Minuten ziehen und kann gleich die Pflanzen damit gießen oder dieses Kompost-Wasser als Grundlage für einen Kräuter-Sud verwenden.