Algenkalk als Dünger im Garten

Algenkalk als Dünger im Garten

Algenkalk wird aus den Ablagerungen bestimmter Meeresalgen, der Rotalgen, gewonnen. Diese enthalten bis zu 80 Prozent Calciumcarbonat sowie Magnesiumcarbonat, Kieselsäure und einige Spurenelemente wie Jod und Bor.

rasen-duenger_flDas Calciumcarbonat, umgangssprachlich auch kohlensaurer Kalk genannt, erhöht den ph-Wert des Bodens.

Ein zu niedriger ph-Wert löst vor allem Aluminium- und Manganionen in der Erde, die den Pflanzen schaden, wenn sie in zu großen Mengen zur Verfügung stehen. Durch Algenkalk wird der ph-Wert neutralisiert, die Bodenbeschaffenheit wird insgesamt verbessert und die Pflanzen

bekommen die nötigen Nährstoffe, um zu keimen, zu wachsen und Früchte zu tragen. Die meisten Pflanzen bevorzugen einen neutralen Boden, manche allerdings brauchen einen sauren Boden um zu gedeihen. Das ist zum Beispiel bei Rhododendron der Fall, deshalb sollte Algenkalk für solche Pflanzen nicht verwendet werden.

Algenkalk gegen Ungeziefer
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Neben seiner Funktion als Bodendünger kann Algenkalk auf die komplette Pflanze gestreut werden, um lästige Insekten wie den Kartoffelkäfer zu vertreiben. Auch Pilze können auf diese Weise am Keimen gehindert werden. Insgesamt entwickeln die Pflanzen durch die Gabe von Algenkalk eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge, Pilze und Viren. Allerdings sollte hierbei nicht zu viel und nicht zu häufig gestreut werden, da sonst die Pflanzen bei der Photosynthese behindert werden. Ein mit Algenkalk gedüngter Boden erwärmt sich durch die ersten Sonnenstrahlen im Frühling schneller als ungekalkter Boden. Dadurch können sämtliche Kleinstlebewesen, die sich in der Erde befinden, den Boden früher auflockern und belüften.

Die Düngung mit Algenkalk

Algenkalk wird vor allem für die Düngung in der ökologischen Landwirtschaft genutzt, weil er das Gemüse auf natürliche Weise mit wichtigen Nährstoffen versorgt, sein Wachstum fördert und seinen Geschmack verbessert. Er kann ohne Zusatz direkt auf den Boden gestreut werden, kann aber auch dem Kompost zugesetzt werden. Bei der ersten Anwendung sollten 10 bis 15 Kilogramm pro 100 Quadratmeter aufgebracht werden, bei den folgenden Anwendungen reichen drei bis acht Kilogramm. Als Kompostzugabe werden etwa drei Kilogramm Algenkalk mit einem Kubikmeter Kompost gemischt und dann gleichmäßig auf dem Land verteilt. Eine Düngung ist ganzjährig möglich.