Ist Schwefeldüngung notwendig?

Ist Schwefeldüngung notwendig?

Sehr viele Jahre lang war die Schwefeldüngung kein Thema in der Landwirtschaft und schon gar nicht im privaten Gartenbau. Jedes Jahr kam genug Schwefel mit dem Regen über das Land, sodass davon immer ausreichend im Boden vorhanden war. Heute ist es nur noch rund ein Zehntel an Schwefel, der mit dem Regen über das Land kommt.

raps2 flDa Schwefel neben Stickstoff, Kalium und Phosphor zu den wichtigsten Nährstoffen für Getreide, Raps und Gemüse gehört, ruft diese Unterversorgung mit Schwefel eine Ernährungsstörung bei Kulturpflanzen hervor.

Ein Schwefelmangel zeigt sich in einer schwachen Laubentwicklung, in Kleinblättrigkeit und auch die Grünfärbung der Pflanzen ist nicht mehr so stark ausgeprägt.

Daneben sind auch die Inhaltsstoffe
vom Schwefelmangel betroffen, was vor allem  Geschmacksveränderungen bei Rettich, Radieschen und Zwiebeln nach sich zieht. Auch Wein kann bedingt durch einen Schwefelmangel nicht sein sortenspezifisches Aroma entwickeln und Raps reagiert mit einer Verminderung des Honiggeruchs, was weniger Bienen anzieht.

Schwefelmangel feststellen & Düngemenge bestimmen
  • Jedoch ist es nicht so einfach, einen Schwefelmangel nachzuweisen, denn die Symptome der Pflanzen sind denen eines Stickstoffmangels sehr ähnlich. Durch die Schwefeldüngung kann man einen aktiven Umweltschutz leisten, denn durch ihn wird die Pflanze nicht nur mit den Nährstoffen versorgt, die sie für ein gesundes Wachstum benötigt, sie wird auch resistent gegenüber Schadpilzen.
  • Wie viel mit Schwefel gedüngt werden muss, ist von der jeweiligen Pflanze abhängig. Raps benötigt dabei besonders viel Schwefel, während Zuckerrüben und Getreide etwas weniger benötigen. Im Kleingarten wie in der Landwirtschaft sollte man daher immer die Herstellerangaben beachten und in regelmäßigen Abständen den Boden auf seine Inhaltsstoffe hin prüfen lassen.