Mineraldünger - Anorganische Dünger für den Garten

Mineraldünger - Anorganische Dünger für den Garten Schnell wirksam, leicht zu dosieren - so die Vorteile von MineraldüngernBereits im zeitigen Frühjahr beginnt der Hobbygärtner mit der Pflege seines Gartens. Die Grundlagen für eine bunte blühende Sommerzeit und eine reichliche Ernte werden zu diesem Zeitpunkt gelegt. Düngemittel der verschiedensten Art kommen zum Einsatz. Sehr beliebt sind die Anorganischen Dünger, auch Mineraldünger genannt.

Die Regale im Gartenfachhandel sind damit prall gefüllt und jeder Hobbygärtner hat die Qual der Wahl. Was

ist Mineraldünger überhaupt und Welche Vor- bzw. Nachteile gibt es? Auf was sollte geachtet werden?

Was ist ein Mineraldünger?

Pflanzen brauchen zum Wachsen und gedeihen nicht nur Wasser, sondern auch Nährstoffe. Wollen die Pflanzen nicht recht gedeihen, fehlt es eben an diesen. Abhilfe schaffen handelsübliche Mineraldünger. Die Nährstoffe liegen hier in Form von Mineralien vor. Diese Art von Dünger werden synthetisch, also chemisch hergestellt, bestehen aber aus natürlichen Rohstoffen. Sie sind wasserlöslich und können leicht über die Pflanzenwurzeln aufgenommen werden. Im Handel erhältlich gibt es diese in Form von Flüssigdünger, als Granulat, Düngekegel und Düngestäbchen, sowie in Pulverform. Die bekannteste Form ist das Granulat "Blaukorn". Tipp: Mineraldünger kann gezielt auf den Pflanzenbedarf und die Bodenverhältnisse abgestimmt werden.

Welche Rohstoffe werden für Minderaldünger verwendet?

Mineraldünger bestehen aus natürlichen Rohstoffen. Sie wirken extrem schnell, denn die hohe Konzentration an Nährstoffen ist schnell verfügbar. Der Hauptanteil der meisten Dünger, neben Phosphat und Kalium, ist eine Stickstoffverbindung. Das Phosphat stammt aus natürlichen Phosphatgestein, also Rohphosphat. Natürliche Kaliumsalze und Schwefel ergänzen den Dünger. Ammoniak zählt zum Grundstoff von vielen Stickstoffdüngern. Volldünger enthalten zusätzlich Spurenelemente. Tipp: Die Packungsbeschreibung gibt genau Auskunft über die Zusammensetzung. Die Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, alle Inhaltsstoffe genau aufzuschlüsseln.

Mineraldünger richtig dosieren

Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass es zu keiner Überdosierung kommen kann. Vorsicht ist geboten. Selbst kleine Fehler haben ihre Folgen. Bei einer Überdosierung werden die Pflanzenwurzeln völlig überfordert und sterben ab. Deshalb gilt der Vorsatz: lieber etwas weniger düngen und zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen.

Mancher Hobbygärtner möchte diesen Vorgang umgehen und verwendet lieber einen Langzeitdünger, auch als Depotdünger bezeichnet. Dieser wird nur einmalig verabreicht. Die Nährstoffe, von einem künstlichen Mantel umgeben, werden nicht sofort an den Boden abgegeben, sondern je nach Temperatur in regelmäßigen Abständen. Diese Düngeform wird immer beliebter.

Kein Organischer Dünger - der Mineraldünger BlaukornVor- und Nachteile von Mineraldünger

Mineraldünger haben sich schon lange Zeit bewährt. Bei fehlerfreier und wie nach Anweisung vollbrachter Ausbringung bleibt der Boden nachhaltig gesund und ertragreich. Die abgegebenen Nährstoffe sind natürlichen Ursprungs. Stickstoff sorgt für reichlich Blattmasse und Phosphat bringt eine reiche Blütenbildung. Die Menge und die Zusammensetzung der Nährstoffe bleibt immer gleich, damit kann die Düngung gezielt und ohne Verluste durchgeführt werden. Der Dünger lässt sich gut und gleichmäßig verteilen. Damit kann eine Über- oder auch Unterdüngung vermieden werden.

Die sorgfältige Ausbringung ist
oberstes Gebot, denn sie hat Einfluss auf die im Boden lebenden Organismen. Die Gabe von Mineraldünger führt zu Ausdünnen der Vitalstoffe. Des Weiteren bringt

Phosphatdünger Anteile von Uran und Cadmium in den Boden.

Festen Mineraldünger ausbringen - so geht's
  • Eine Dose oder ein anderes Metallgefäß mit Düngergranulat (z. Bsp. Blaukorn) füllen. Ca. 500 ml Granulat reichen für eine Fläche von 10m².
  • Den Dünger vorsichtig auf die Erde rund um die Pflanze aufbringen. Auf die gleiche Art auf dem ganzen Beet verteilen.
  • Den Dünger oberflächlich mit Hacke oder Grubber einarbeiten. Dabei vorsichtig handeln, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden.
  • Anschließend gut wässern, damit er gut in die Erde eindringt und nicht nur an die Wurzeln dringt. An dieser Stelle gäbe es sonst eine Überdüngung.
Flüssigen Mineraldünger einsetzen - so geht's
  • Den Flüssigdünger nach Packungsanleitung mit Wasser mischen.
  • Anschließend in die Gießkanne oder in ein Sprühgerät einfüllen.
  • Nun direkt an die Wurzeln gießen.
  • Nur auf feuchter Erde ausbringen. Eventuell vorher mit Wasser gießen.
Das Granulat "Blaukorn"

"Blaukorn" ist der klassische und sehr bekannte Volldünger mit einem hohen Stickstoffanteil. Ihn gibt es in unterschiedlichen Rezepturen. Enthalten sind immer Nitrat, Kalium und Phosphat und liefert somit den Pflanzen rasch alle Nährstoffe. Allerdings löst sich das Nitrat sehr schnell und kann deshalb von den Pflanzen nicht vollständig aufgenommen werden. Die Folge ist ein Versickern im Erdreich und eine eventuelle Belastung des Grundwassers.

Dieser Dünger wird am häufigsten von den Gärtnern verwendet. Er eignet sich für Nutz- wie für Zierpflanzen, egal ob im Freiland oder für die Topfkultur und sollte immer maßvoll und gezielt dosiert werden. Empfehlenswert ist, vor allem Pflanzen wie Gurken oder Tomaten mit Blaukorn zu düngen.
Für den Zeitpunkt der Düngung gibt es keine zeitliche Vorgabe. Zu empfehlen ist das Frühjahr, bevor die Wachstumsperiode beginnt, jedoch nicht für ganz junge Pflanzen. Tipp: Bei vorschriftsmäßiger Anwendung kommt es kaum zu Überdünung oder zum Schaden für Menschen.

Blaukorn ist mit seiner Zusammensetzung allerdings giftig für Tiere, vor allem Hunde, und kleine Kinder. Gelangt es in den Körper, kann es bei Tier und Mensch zu Symptomen wie Durchfall, Verkrampfungen und Erbrechen kommen.

Mineralischer Dünger kann mit Augenmaß auch im Hobbygarten eingesetzt werdenWissenswertes zu Mineraldünger in Kürze

Bei der Auswahl von Mineraldünger haben die Gärtner die Qual der Wahl und verlieren schnell den Überblick. Eine Vielzahl an Dünger wird im Gartenfachhandel angeboten. Die richtige Auswahl entscheidet über Wachstum, Blühwilligkeit und Ertrag. Die Wirkung wird vor allem von Hobbygärtnern sehr geschätzt. Mineraldünger sollten aber nur dann eingesetzt werden, wenn Pflanzen unter Nährstoffmangel leiden.
  • Mineraldünger sind wasserlöslich. Die gelösten Nährstoffe - Stickstoff, Phosphat und Kalium - gelangen direkt über die Wurzeln in die Pflanzen.
  • Einige werden als Flüssigdünger angeboten, andere als Granulat, Düngekegel und Düngestäbchen, sowie in Pulverform.
  • Die wahrscheinlich gebräuchlichste Form ist das sogenannte "Blaukorn". Dies ist ein Volldünger mit einem sehr hohen Stickstoffanteil.
  • Anorganische Dünger sind nährstoffreicher und in der Regel billiger als organische Dünger. Und sie wirken rasch.
  • Die schnelle Wirkung ist ein großer Vorteil bei Mangelerscheinungen von Pflanzen, weil man hier prompt und gezielt helfen kann!
Wichtiges zu Phosphatdünger

Bei Phosphatdüngern ist die Bewertung nach dem Herstellungsverfahren und der Löslichkeit wichtig. Phosphatdüngemittel, die nach dem Vollaufschlussverfahren hergestellt sind, bieten die besten Wirkungssicherheit bei allen Kulturen. Deshalb sollte man bei der Düngemittelauswahl auf die Angaben der Löslichkeit in der Deklaration achten. Voll aufgeschlossene Produkte sind zu bevorzugen!

Langzeitdünger

Um den Garten während des ganzen Sommers versorgt zu wissen, kann man zu Langzeitdüngern greifen. Hierbei werden die Nährstoffe langsam - abhängig von der Temperatur - an den Boden abgegeben. Diese bequeme und sichere Art zu düngen erfreut sich in den letzten Jahren immer grösserer Beliebtheit unter den Hobbygärtnern.

Im Gegensatz zum organischen Dünger verzeiht der anorganische jedoch nicht die kleinste Sünde: Kommt es zu einer Überdüngung durch falsche Dosierung können Verbrennungen der Wurzeln die Folge sein: die Pflanze kann nicht mehr versorgt werden und stirbt ab. Der Grundsatz lautet also: Lieber oft und schwach ü als selten und hoch dosiert düngen...

Im Garten kann es bei einer ausschliesslichen Versorgung durch Mineraldünger im Laufe der Jahre zu einer Humusverarmung kommen. Eine gleichzeitige Versorgung mit Kompost ist daher anzuraten ü nur so sind die Beete optimal versorgt. Spezielle Dünger sind zum Beispiel Rasendünger und Tomatendünger.