Anorganische Dünger / MineraldüngerAnorganische Dünger werden auch Mineraldünger genannt, weil hierbei die Nährstoffe in Form von Mineralien vorliegen. Sie werden synthetisiert, also chemisch hergestellt, bestehen aber ebenfalls aus natürlichen Rohstoffen. Mineraldünger sind wasserlöslich und somit können die aufgelösten Nährstoffe � Stickstoff, Phosphat und Kalium � direkt über die Wurzeln in die Pflanzen gelangen. Einige werden als Flüssigdünger angeboten, andere als Granulat, Düngekegel und Düngestäbchen, sowie in Pulverform. Die wahrscheinlich gebräuchlichste Form ist das sogenannte "Blaukorn". Dies ist ein Volldünger mit einem
sehr hohen Stickstoffanteil. Anorganische Dünger sind nährstoffreicher und in der Regel billiger als organische Dünger. Und sie wirken rasch - der Erfolg ist also innerhalb kürzester Zeit sichtbar. Ein großer Vorteil bei Mangelerscheinungen der Pflanzen, weil man hier prompt und gezielt helfen kann!
Um den Garten während des ganzen Sommers versorgt zu wissen, kann man zu Langzeitdüngern greifen. Hierbei werden die Nährstoffe langsam - abhängig von der Temperatur - an den Boden abgegeben. Diese bequeme und sichere Art zu düngen erfreut sich in den letzten Jahren immer grösserer Beliebtheit unter den Hobbygärtnern. Im Gegensatz zum organischen Dünger verzeiht der anorganische jedoch nicht die kleinste Sünde: Kommt es zu einer Überdüngung durch falsche Dosierung können Verbrennungen der Wurzeln die Folge sein: die Pflanze kann nicht mehr versorgt werden und stirbt ab. Der Grundsatz lautet also: Lieber oft und schwach � als selten und hoch dosiert düngen... Im Garten kann es bei einer ausschliesslichen Versorgung durch Mineraldünger im Laufe der Jahre zu einer Humusverarmung kommen. Eine gleichzeitige Versorgung mit Kompost ist daher anzuraten � nur so sind die Beete optimal versorgt. Spezielle Dünger sind zum Beispiel Rasendünger und Tomatendünger. von Vilma-Sonja Zugmaier
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