Mineralische Dünger - Zusammensetzung, Vorteile, Preise

Mineralische Dünger – Zusammensetzung, Vorteile, Preise

Im Gegensatz zu organischem Dünger (Kuhmist, Kompost, Hornspäne) wird mineralischer Dünger hauptsächlich künstlich hergestellt oder im Bergbau gewonnen.

duenger-blaukorn2-maDie Bestandteile werden vermischt. Mineralische Feststoffdünger kauft man als Granulat. Am bekanntesten sind Blaukorn und Bittersalz. Es gibt aber auch Flüssigdünger, die mit dem Gießwasser verabreicht werden. Mineralische Dünger kommen hauptsächlich in der Landwirtschaft zum Einsatz.

Zusammensetzung von mineralischem Dünger
  • Die wichtigsten Elemente, welche im mineralischen Dünger vorkommen sind Stickstoff, Phosphor, Kalium und Calzium.
  • Eisen, Magnesium und Schwefel

    sind in geringen Konzentrationen enthalten.
  • Viele mineralische Dünger enthalten nur eine Komponente, weshalb sie sich ausgezeichnet für eine gezielte Düngung eignen.
Vorteile von mineralischem Dünger

Mineralischer Dünger hat in der Regel eine höhere Wirkgeschwindigkeit oder Wirkstofffreisetzung als organischer Dünger. Er wird eingesetzt, wenn der Dünger schnell wirken soll. Das ist vor allem bei der Startdüngung von Vorteil und auch, wenn Mangelerscheinungen auftreten und der Schaden schnell behoben werden muss. Die fehlenden Nährstoffe sind schnell verfügbar, da sie von den Pflanzen direkt aufgenommen werden und nicht erst umgewandelt werden müssen.

 

Mineralischer Dünger wird als Kali-, Magnesium-, Mehrnährstoff und als Stickstoffdünger angeboten. Mit der jeweiligen Sorte ist ein gezielter Einsatz möglich. Die Vorteile auf einen

Blick:

  • lange haltbar
  • leicht zu beschaffen
  • leicht auszubringen
Nachteile von mineralischem Dünger
  • In zu hoher Konzentration kann der Dünger das Pflanzengewebe schädigen.
  • Sehr hoher Energieverbrauch bei der Herstellung.
  • Bei Überdünnung Schädigung des Bodens (zu viel Salze) und eventuell sogar des Grundwassers (eher in der Landwirtschaft).
  • Bei regelmäßiger Anwendung wird der Boden ausgelaugt.
  • Natürliche Bodenorganismen gehen mit der Zeit zugrunde.
  • Oft wird nur ein kurzer Aha-Effekt erzielt und auf Dauer gibt es wenig Resultate. Das trifft besonders auf die mineralischen Langzeitdünger (z.B. Rasendünger) zu.
duengen-gewaechshaus-tomaten flAlternative

Eine gute Alternative zu einem reinen mineralischen Dünger ist eine Mischform aus Mineralien und organischen Stoffen, ein organisch-mineralischer Dünger.


Preise für mineralischen Dünger


Bei den Preisen gibt es deutliche Unterschiede. Spezialdünger für ausgewählte Pflanzen sind ziemlich teuer.
  • mineralischer Rasendünger – WOLF-Garten Rasen-Langzeitdünger LN 250 für 250 m² – etwa 25 Euro
  • mineralischer Rhododendrondünger von Crysal (auch für Azaleen, Hortensien und andere Moorbeetpflanzen – 3 kg für ca. 25 Pflanzen – gut 15 Euro
  • NovaTec® classic von Compo – 25 kg – etwa 25 Euro
  • Mineralischer Gartendünger ohne Markenangabe bei eBay – 2,5 kg für 30 bis 80 m² – knapp 5 Euro
  • Beckmann Bittersalz – für Tannen gegen Braunfärbung und Nadelausfall – 10 kg – unter 10 Euro und sehr ergiebig
  • Hakaphos® Nährsalze von Compo – verschiedenste Zusammensezungen, auch für einzelne Pflanzengruppen – 500 g unter 2 Euro, 25 kg gut 50 Euro
Fazit der Redaktion

Mineralische Dünger bieten alles, was gut für das Wachstum von Pflanzen ist. Allerdings haben sie auch Nachteile. Sie laugen den Boden aus, können bei falscher Anwendung das Erdreich versalzen und schädigen. Die Herstellung ist teuer und viele der Dünger kosten auch reichlich.

Wichtig ist, dass man seinen Boden untersuchen lässt und feststellt, welche Nährstoffe fehlen. Dann kann man Dünger ganz gezielt einsetzen. Unerlässlich ist, dass man sich an die Anwendungsvorschriften hält. Viel hilft nicht immer viel, sondern kann auch Schäden verursachen. Einen überdüngten Boden wieder zu neutralisieren, dauert viele Jahre.

class="side-box ">