Guano Dünger

Guano Dünger Guano-Dünger gibt es auch in StäbchenformDer Guano Dünger gehört zu den natürlichen Düngern und die Geschichte der Entstehung geht bereits bis in das 3. und 5. Jh. v. Chr. zurück. Der Name Guano kommt aus der Inka-Zeit und bedeutet eigentlich Dung. So wurden damals die Exkremente von Seevögeln bezeichnet und wurde in der damaligen Zeit schon als Dünger verwendet.

Besonders an der Westküste in Südamerika kam dieser Dünger zum Einsatz. Zudem sind einige in der heutigen Zeit davon überzeugt, dass mit den Exkrementen

schon damals ein intensiver Handel vorgenommen wurde. Denn die "Guano-Inseln" und besonders die Vögel wurden in der damaligen Zeit sehr streng bewacht. Der erste Beweis, dass der heutige Guano Dünger von dort stammt geht in das Jahr 1553 zurück. Hier wurde von Cieza de Leon beschriebe, dass die einheimischen den Vogel Kot als Düngemittel einsetzten.

Doch warum wirkt der Guano Dünger?

Nicht nur Seevögel, auch Fledermäuse scheiden sogenanntes "Guanin" aus. In der Verbindung mit kalthaltigem Boden, der Harnsäure der Seevögel bzw. Fledermäuse und den organischen Stoffen wird der Kot zum Guano Dünger. Der Dünger entsteht jedoch in der Tiefe der Böden, der sogenannte Vogeldung der ausgelaugt wurde (etwa durch starke Regenfälle), sickert in den Boden des Gesteins und wird dort mit den vorkommenden Kalksanden imprägniert. Durch genau diesen Vorgang entsteht im Groben erklärt der Guano Dünger. Wenn dies mit den Exkrementen von Fledermäusen geschieht spricht man von Fledermausguano. Jährlich unterscheidet sich je nach Menge der Seevögel und Fledermäusen der Abbau des Düngers. Es werden jedoch etwa 300.000 Tonnen jährlich produziert. Im Jahr 1802 wurde Alexander von Humboldt auf Guano aufmerksam, es wurde hauptsächlich zum Düngen von Feldern verwendet. Daraufhin wurden von Humboldt einige Proben nach Europa eingeführt und erste Untersuchungen folgten. Im Jahr 1840 hat dann der Import begonnen. Der Guano Dünger war als der erste Handelsdünger der Geschichte. Aufgrund des großen Erfolges und der enormen Nachfrage kam es jedoch rasch zu Engpässen und im Jahr 1909 wurde zum Schutz der Vögel eine Organisation gegründet.

Herkunft und Verwendung des Guano-Düngers

Eine der größten Quellen für Guano waren die Chncha Insel vor der Küste in Peru. Hier handelt es sich um sogenannte Brutstätten der Vögel und aufgrund der hervorragenden Lage wandelten sich hier die Massen von Kadavern und Exkrementen zu meterhohen Guanohaufen. Heute kommt der Dünger seltener zum Einsatz: Bis spät in das 20. Jahrhundert war Guano einer der wichtigsten Importstoffe der Region. Heute wird Guano Dünger nur noch in sehr regenarmen Regionen in Südamerika gewonnen und auch dort hauptsächlich als organischer Dünger zum Einsatz gebracht. Ein weiteres pikantes Detail am Rande: Der Abbau während der Brutzeit ist  verboten und es droht sogar die Todesstrafe darauf. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist heute noch bei den Bio-Bauern zu sehen. Doch auch in Bereichen wo sehr viele Menschen zusammenkommen, wird der Guano Dünger heute noch verwendet. Aufgrund der strengen Abbauarbeiten und der stark sinkenden Vogelanzahl, reduziert sich der Gebrauch von Guano Dünger kontinuierlich.
Auch der hohe Preis für den Dünger ist dafür verantwortlich zu machen.

Da die Pflanzen sehr viele Nährstoffe benötigen ist der Guano Dünger eine sehr gute Möglichkeit die Pflanzen und den Boden mit den so

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wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Sie können den Dünger sowohl bei Blütenpflanzen wie auch bei Gemüse und Obst als Dünger verwenden. Wenn Sie das Wachstum bestens fördern wollen, so sollten Sie höchstens zwei Mal im Jahr düngen (während der Wachstumsphase) - im Frühjahr und eventuell im Sommer.

Zu beachten ist jedoch, dass eine Überdosierung sowie auch eine Unterversorgung für die Pflanzen sehr schädlich sind. Um dies zu vermeiden, können Sie den Boden auf deren Nährstoffe untersuchen lassen, um die richtige Dosierung des Düngers zu gewährleisten. Der Guano Dünger ist in der heutigen Zeit in verschiedenen Varianten in den Fachmärkten erhältlich. Als Flüssigdünger, Düngerstäbchen, Spezialdünger oder als Granulat. Jedoch kann sich der Anteil an Guano in den verschiedenen Dünger Sorten auch erheblich unterscheiden und der Anteil ist nicht immer genau oder gar nicht angegeben. Einer der wohl besten Dünger ist der Granulat Dünger. Denn dieser hat in der Regel einen Guano Anteil von etwa 70 Prozent.
Zusammengefasst bleibt zu sagen, dass der Guano Dünger der älteste Dünger der Welt ist und aufgrund der vielen Nährstoffe ein sehr gutes Mittel zum Düngen ist. Jedoch ist er aufgrund der derzeitigen strengen Abbauvorschriften auch sehr teuer. Zum Einsatz kann der Guano Dünger in der Pflanzenwelt oder auch auf Feldern kommen:
  • Guano-Dünger eignet sich beinahe universell für GartenpflanzenBalkonblumen,
  • Kübelpflanzen,
  • Beeren,
  • Gemüsepflanzen,
  • Bäume und sowohl Sträucher
... sind sehr gut mit dem Guano Dünger verträglich. Zudem unterstützt der Dünger die Entwicklung der so wichtigen Kleinlebewesen im Boden die ebenfalls einen sehr wesentlichen Bestandteil für die Bodenbildung haben. Der Guano kann daher auch als Kompost-Bereiter verwendet werden.

Aufgrund der längeren Verweilzeit bis er aufgeschlossen ist, bietet er eine höhere Effektivität als viele andere Düngemittel. Heute wird dem Dünger noch der Zusatz Horn zugeführt um eine noch bessere Nährstoffzufuhr bzw. Versorgung zu erreichen.

Wissenswertes zu Guano in Kürze
  • Der Begriff Guano bzw. "Huanu" kommt aus der Inka-Sprache Quechua und bedeutet Dung.
  • Er wurde erstmals für die Exkremente von Seevögeln benutzt, die auf Inseln vor der peruanischen Küste leben.
  • Es gibt auch Ausscheidungen von anderen Tierarten, worauf man den Begriff auch anwendet, wie z.B. Fledermaus-Guano oder Robben-Guano.
  • Guano wird als organischer Dünger verwendet, da er stickstoff- und phosphorhaltig ist.
Die Verwendung von Vogelexkrementen als Düngemittel war bereits bei den Arabern bekannt. So wird bereits im 12. Jahrhundert von Guano-Inseln am Persischen Golf berichtet. Aber schon im dritten und fünften Jahrhundert v. Chr. verwendeten die Inkas den Vogeldung. Man glaubt, dass sie schon intensiven Handel und Landwirtschaft mit dem Guano-Dünger betrieben. Der erste schriftliche Bericht über Guano-Inseln stammt von Cieza de Leon aus dem Jahre 1553 und Alexander von Humboldt bracht 1804 von seiner südamerikanischen Forschungsreise sogar Proben von Guano nach Europa mit und ließ sie untersuchen. Aber erst ab 1840 begann der Import von Guano-Dünger nach Liverpool. Der Abbau des Guanos erfolgte in einer Art und Weise, die eine langfristige Nutzung des wertvollen Düngers garantierte, ja sogar eine ständige Erneuerung der Vorräte sicherstellte. Zur Brutzeit der Vögel war es unter Androhung der Todesstrafe verboten, die Inseln zu betreten, die auch ständig bewacht wurden. Die gleiche Bestrafung galt für das Töten der Vögel zu irgendeinem Zeitpunkt. Durch diese recht drastischen Maßnahmen wurden die Vogelkolonien über lange Zeit geschützt.

Neben dem florierenden Guano-Handel entwickelte sich auch eine Art Substitutionswirtschaft. So entstanden Fabriken, die sich erfolgreich mit der Herstellung von "Fisch-Guano" oder auch "Herings-Guano" befassten. So wurden Fische und Fischabfälle gesammelt, in Bassins mit etwas Schwefelsäure behandelt, getrocknet und zu Pulver zermahlen. Sogar "Helgoländer Fisch-Guano" und "Altonaer Algen-Guano" wurden hergestellt. Sogar die Abfälle von Walfischen wurden entsprechend verarbeitet und im Jahr 1873 war der "Walfisch-Guano" im Handel.