Düngestäbchen oder Flüssigdünger?

Düngestäbchen oder Flüssigdünger? DüngestäbchenFür Zierpflanzen im Haus, auf dem Balkon und im Garten ist Flüssigdünger eine bequeme Sache. Doch es muss darauf geachtet werden, dass die Produkte den unterschiedlichen Anforderungen, die Pflanzen drinnen und draußen stellen, auch gerecht werden. Häufig enthalten sie viel zu viel oder zu wenig Nährstoffe.

Der Mai ist gekommen, überall werden Kästen und Kübel bepflanzt, damit bald alles in voller Blüte stehen wird. Doch nicht nur der grüne Daumen ist für den Erfolg verantwortlich. Die Pflanzen in frischer Blumenerde

sind für einige Wochen mit Nährstoffen versorgt, danach muss gedüngt werden. Schnell wachsende Blumen im Freien stellen andere Anforderungen als Zimmerpflanzen. Für besonders sensible gibt es deshalb Spezialdünger. Die meisten Düngemittel sind für den Blumenfreund bequem in der Handhabung und sollen universell einsetzbar sein.

In der Hauptsache sind es drei Nährstoffe, auf die Pflanzen besonders angewiesen sind. N-P-K ist das Kürzel, das in Gewichtsprozent
ausgewiesen ist: Stickstoff, Phosphor und Kalium sind die Hauptnährstoffe für die Pflanzen. Angegeben wird dabei die Oxidform, z.B. P2O2 und K2O, wie es das Düngemittelgesetz vorschreibt.

Flüssigdünger empfiehlt sich bei BalkonblumenStickstoff fördert die Blattentwicklung und das Wachstum der Pflanzen. Phosphor wird für die Energieübertragung und Kalium vor allem für den Zelldruck benötigt. Zusätzlich brauchen die Pflanzen noch Kalzium für den Aufbau der Zellwände, Magnesium für das Blattgrün und Schwefel. Nicht zu vergessen die Spurenelemente wie Eisen, Zink, Bor, Mangan, Kupfer, und Molybdän, die ebenfalls zugeführt werden müssen. Da sie teuer sind, wird hier manchmal an den Zugaben gespart.

Flüssigdünger ist praktisch, aber es ist Vorsicht geboten, dass man nicht überdüngt und somit die Pflanzen verbrennt. Hat man Haustiere, muss nicht verwendetes gedüngtes Gieswasser unbedingt entsorgt werden, damit die Katze es nicht trinken kann.

Düngestäbchen werden in die Pflanzerde nahe an den Wurzeln gesteckt. Hält man sich an die Angaben der Hersteller, geht nichts schief! Normalerweise reicht es, am Anfang mal ein bis zwei Düngestäbchen in den Topf zu stecken und dann kann man es dann für den Rest des Sommers vergessen, die Pflanzen stehen super! Nach etwa 3 Monaten bekommt wieder jede Pflanze zwei Düngestäbchen. Benutzt man Düngestäbchen, die direkt mit einem Anti-Läuse-Mittel kombiniert sind, so sind die Pflanzen prima geschützt und für Wochen mit Dünger versorgt.

Es gibt noch Kombi-Düngestäbchen (Fungizid und Dünger in einem). Das Fungizid, das erst in der Erde nach dem Gießen der Pflanze freigesetzt wird, wandert mit den Pflanzensäften in die oberen Teile der Pflanze. Dort heilt es die von Pilz befallenen Stellen. Wirksam ist es bei einem nicht besonders starken Pilzbefall der Pflanze, da die Fungizidmenge (das Pilzbekämpfungsmittel) begrenzt ist. Nach dem Abspülen des Fungizids bleibt ein langsam wirkender Dünger.