Zimmerpflanzendünger - Zimmerpflanzen richtig düngen

Zimmerpflanzendünger - Zimmerpflanzen düngen beliebte ZimmerpflanzenPflanzen brauchen Sonne, Wasser und vor allem die richtigen Nährstoffe, um schön und widerstandsfähig zu bleiben. In der freien Natur sind diese Bedarfsstoffe ausreichend vorhanden und müssen nicht von außen zugeführt werden. Möchte man jedoch das üppige Grün und die Blütenpracht von Zimmerpflanzen erhalten, ist eine kalkulierte Düngung bei fast allen Arten notwendig. Denn Zimmerpflanzen haben in ihrer Kübelerde nur eine endliche Nährstoffmenge zur Verfügung, die regelmäßig aufgefüllt werden muss.

Zusammensetzung der Düngemittel
  • Mineralischer Dünger
wird chemisch hergestellt und

beinhaltet die Hauptbestandteile Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Ein Dünger mit diesen drei Bestandteilen bezeichnet man als Volldünger. Die Zusammensetzung des Düngers ist in der Regel mit der Buchstabenabfolge „NPK“ markiert. Die dahinter stehenden Zahlen deuten auf die jeweilige Prozentangabe hin.
Bsp.: NPK 15-15-15 enthält 15% Stickstoff, 15% Phosphor und 15% Kalium.
Andere Inhaltsstoffe wie Magnesium oder Eisen sind gemäß dem Pflanzenbedarf in geringerer Dosierung vorhanden.
  • Organischer Dünger
Hornspäne - organischer Düngerist natürlichen Ursprungs. Für Zimmerpflanzen verwendet man beispielsweise Hornspäne oder Kaffeesatz. Hier ist der Einfluss auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe weniger kalkulierbar als bei künstlich hergestellten Düngemitteln. Die benötigten Nährstoffe sind aber ausreichend vorhanden. Stickstoff muss biologisch erst freigesetzt werden. Die Pflanze hat erst nach einiger Zeit Zugriff auf den benötigten Stickstoff, dieser ist aber über einen längeren Zeitraum verfügbar.

Das richtige Düngemittel für Zimmerpflanzen

Pflanzen stellen je nach Beschaffenheit und Art unterschiedliche Ansprüche an die Zusammensetzung des Düngers. Die meisten Zimmerpflanzen lassen sich jedoch bestimmten Gruppen zuordnen, sodass eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen mit nur wenigen Düngersorten optimal versorgt werden kann. Es empfiehlt sich, bei entsprechendem Bestand folgende Dünger-Varianten im Haus zu haben:
  • Blühpflanzendünger für Pflanzen mit Blütenbildung (mit gleichen NPK-Anteilen oder höherem Phosphoranteil)
  • Grünpflanzendünger zur Versorgung von Blattpflanzen (optimal: im Verhältnis ein
    geringerer Phosphoranteil)
  • Kakteendünger für Kakteen und Bonsai-Bäume (mit geringerem Stickstoffanteil)
  • Orchideendünger zur Pflege von Orchideen und Tillandsien
Ob ein Dünger in fester oder flüssiger Form verwendet werden sollte, ist eine Sache der Perspektive. Für Zimmerpflanzen empfiehlt sich allgemein eher ein Flüssigdünger, da sich die Nährstoffe gleichmäßig und unverzüglich verteilten und es nicht zu einer lokalen Überdosierung mit einhergehender Wurzelschädigung kommen kann, wie z.B. beim Einsatz von Düngestäbchen. Ein gravierender Nachteil des Flüssigdüngers ist jedoch, dass die Düngewirkung nicht lange anhält. Flüssigdünger muss alle ein bis zwei Wochen, fester Dünger jedoch nur alle vier bis sechs Wochen zugegeben werden.

Dosierungsrichtlinien

OrchideenBei der Düngung von Zimmerpflanzen gilt die Faustregel: eher weniger als zu viel. Allgemein ist also oft und wenig düngen besser als selten und in hoher Konzentration.

Eine Überdüngung kann der Pflanze erheblich mehr schaden als eine Unterversorgung, da man letzteres schneller beheben kann und die Pflanze auf ein Zuviel an Düngemittel weitaus sensibler reagiert.

Ganz generell benötigen eher schnell wachsende Pflanzen mehr Düngung als langsam wachsende Arten.

Tipp: Ist man sich nicht sicher, ob die Zimmerpflanze nun aufgrund einer Über- oder Unterversorgung verkümmert, kann man ganz leicht wieder optimale Verhältnisse herstellen – und die Pflanze unter Verwendung von

frischem Substrat einfach umtopfen.

Der richtige Dünge-Zeitpunkt

Zimmerpflanzen sind dem natürlichen Zyklus der Jahreszeiten nicht in vollem Maße ausgesetzt, benötigen aber in der lichtarmen Winterzeit eine Erholungsperiode, in der nicht gedüngt und nur wenig gegossen werden sollte. Ab dem Frühjahr jedoch, wenn die Tage wieder heller und länger werden, sind intensivere Bewässerung und regelmäßige Düngung wieder besonders wichtig. Generell wird in der Hauptwachstumszeit von April bis August kontinuierlich gedüngt. Im Herbst ist es ratsam, die Dünger-Rationen zu minimieren bis die Düngung im Winter schließlich ganz eingestellt werden sollte.

Welcher Dünger darf es sein?

ZimmerpflanzeZimmerpflanzendünger ist abgestimmt auf die ganzjährigen Nährstoffbedürfnisse der Pflanzen. Wichtig sind die Kernnährstoffe Stickstoff, Phosphat und Kali. Stickstoff wird für das Wachstum der Pflanzen und die Entwicklung von Blättern und Austrieben benötigt. Phosphat sorgt für prächtige Blüten- und Fruchtbildung. Kalium ist unentbehrlich für die Widerstandskraft und die Gesundheit der Pflanzen und regelt den Wasserhaushalt. Spurenelemente wie Bor, Molybdän, Kupfer, Eisen, Zink und Mangan sind nur in geringen Mengen erforderlich. Ein Mangel kann aber große Wachstumsstörungen zur Folge haben.

Flüssigdünger ist in der Regel am einfachsten zu dosieren. Eine praktische Dosierkappe wird meist mitgeliefert. Der Zimmerpflanzendünger muss korrekt dosiert werden. Auch Düngestäbchen sind einfach zu dosieren. Dabei muss man nur darauf achten, dass sie richtig platziert werden. Langzeitdünger ist etwas schwieriger zu handhaben. Da muss man sich besonders genau an die Angaben des Herstellers halten.

Im allgemeinen düngt man zehn Monate im Jahr und setzt im Dezember und Januar aus. Im Februar kann man dann wieder beginnen, die Pflanzen zu düngen. Bei der Häufigkeit der Anwendungen sollte man sich an die Empfehlungen des Herstellers halten. Meist wird alle zehn bis vierzehn Tage gedüngt.