Gartenkalender & Pflanzkalender März

Gartenkalender & Pflanzkalender März Im März können bei gutem Wetter Gemüsebeete angelegt werdenWenn der Schnee geschmolzen ist und der Garten danach etwas abgetrocknet ist, beginnt für den Öko-Gärtner das Gartenjahr: Er sammelt jetzt alle abgestorbenen Pflanzenstängel ab, die im Herbst mit den Samenständen stehen blieben und entweder Vögel ernährt haben oder sich ausgesät haben. Sie lassen sich jetzt ganz leicht abbrechen, und ergeben so eine Streu auf dem Boden, die den Boden bei den späten Frösten schützt und dann verrottet.

Der Naturgarten

im März


Der Boden wird nun im ganzen Garten einer genauen Betrachtung unterzogen. Die Beetflächen werden mit gut durchgereiftem Kompost angereichert, der mit einer Grabegabel vorsichtig eingearbeitet wird. Vorsichtig deshalb, weil gerade in der hier bearbeiteten obersten Bodenschicht die Mikroorganismen am eifrigsten tätig sind, um die Nährstoffe für die später gesetzten Pflanze aufzubereiten, sie sollen auf keinen Fall bei dieser wichtigen Arbeit unterbrochen werden.

Wenn sich auf einer Fläche, die noch nicht sofort bepflanzt werden soll, Wildkräuter angesiedelt haben, dürfen diese stehen bleiben. Sie lockern den Boden auf (schaffen eine gute Krümelstruktur), schützen ihn vor Austrocknung und sind für bestäubende Insekten jetzt eine wichtige Nahrungsquelle. Jetzt sind z. B. die Hummelköniginnen unterwegs, um ein Nest für die nächste Generation des Hummelstaats zu suchen.

Wenn die Artenvielfalt im Garten noch nicht so weit gediehen ist, dass sich Wildkräuter von selbst ausgesät haben, wird der Naturgärtner auf jeder demnächst noch nicht genutzten Beetfläche aktiv Kräuter wie Löwenzahn, Scharbockskraut oder Knoblauchrauke aussäen, damit die Flächen nicht offen liegen. Wo mit dem bloßen Auge nicht genug Bodenlebewesen zu erkennen sind, wird ohnehin auf jeden Fall eine Gründüngung ausgesät, ebenso wie eine Gründungssaat mit guten Starterpflanzen auf neu zu erschließenden Gartenbereichen mit verdichteten Böden. Umgegraben wird dagegen möglichst überhaupt nicht, wie schon erwähnt, wollen die Bodenlebewesen möglichst bei ihrer Arbeit nicht durcheinandergebracht werden, nur wirklich ganz stark verdichtete Böden können zu Beginn der Erschließung eventuell einmal umgegraben werden.

Frühe bzw. späte Ernte im Naturgarten

Wildkräuter wie Scharbockskraut (Vorsicht, nur junge Blätter vor der Blüte sind in Maßen genossen unbedenklich)
oder Knoblauchrauke bereichern jetzt im Frühjahr Ihren Salat mit viel Vitamin C, mit zartem und vitaminreichem Löwenzahn und ein paar ebenso gesunden, aber auch noch köstlich nach Knoblauch schmeckenden Bärlauchblättern wird der Salat zur Frühjahrs-Vitamin-Kur. Der Bärlauch sollte jetzt, möglichst jung geerntet werden, zu würziger Bärlauchbutter verarbeitet kann er in die Tiefkühltruhe wandern.

Die Kräuterschale kann im März gut gefüllt werden Was jetzt schon gesät bzw. gepflanzt werden kann, wurde oben schon erwähnt, beim Ökogärtner werden im Gegensatz zum konventionellen Anbau sicher einige fast vergessene Gemüse wie Erbsen, Salatrauke und überhaupt verschiedene alte Salatsorten dabei sein. Außerdem kultiviert er seine Gemüse in Mischkultur, die sich gegenseitig positiv beeinflusst und beachtet eine Fruchtfolge, die er vorher geplant hat, damit z. B. der Kohl auf keinen Fall auf der Fläche landet, auf der er schon im Vorjahr stand.

Im Zuge all dieser Arbeiten vergisst der Naturgärtner auch nicht, jetzt die letzten Wintergemüse zu ernten, denn sonst würden Wirsing, Lauch oder

Schwarzwurzeln in Saat schießen und könnten nicht mehr gegessen werden.

Praktische Tipps für den Monat März
  • Moos und toten Pflanzenfilz im Rasen gut abrechen. Rasenkanten abstechen. Erstmals Rasenschnitt durchführen. Unzureichend dränierte Flächen mit der Grabegabel einstechen und sandigen Kompost in die Löcher füllen.
  • Immergrüne Bäume und Sträucher nach einem trockenem Winter wässern. Boden unter den Gehölzen nur oberflächlich lockern, bei Rhododendren verbietet sich jegliches Hacken. Schneiden der Gehölze beenden. Mit Bekämpfung von unerwünschten Wildkräutern beginnen.
  • Rosen zurückschneiden und Mulchen.

  • Teilung und Umpflanzung älterer Stauden, Akelei, Christrose, Lavendel, Lupine, Mohn, Päonie, Salbei, Schleierkraut, Skabiose, Steppenkerze, Tränendes Herz. Winterschutz von empfindlichen Zweijährigen entfernen.
  • Bodenvorbereitung für Aussaaten von einjährigen Pflanzen abschließen. Sommerblumen am hellen Zimmerfenster oder im warmen Frühbeet in Gefäße aussäen.
  • Gelagerte Gladiolenknollen zwecks Blüteverfrühung wärmer stellen, krankes Pflanzgut aussortieren. Verwelkte Blüten von im Frühjahr blühenden

  • Zwiebelgewächse entfernen. Lilienbeete leicht mulchen.Im März können vor der Blüte noch Obstbäume verschnitten werden
  • Vorbeugende Behandlung der Sauerkirschen gegen Frucht- und Zweigmonilia und der Pfirsiche gegen die Kräuselkrankheit. Fruchtschalenwicklerraupen bekämpfen. Mehltaubefallene Spitzen bei Stachelbeeren abschneiden und verbrennen. Holzkrankheiten behandeln.
  • Fruchtschnitt beim Kernobst: Schnittarbeiten bis zum Blütebeginn an Beerensträuchern, Kirschen und Pflaumen ausführen. Aprikosen und Pfirsiche kurz vor der Blüte schneiden.

  • Gemüse, Aussaaten von Brokkoli, Cardi, Eierfrucht, Melonen, Spinat, Paprika, Sellerie und Tomaten unter Glas.
  • Kohlrabi und Kopfsalat pflanzen. Ende des Monats frühe Möhren, Puffbohnen, Radieschen, Rettich, Schwarzwurzeln, Spinat und Zwiebeln im Freiland aussäen.
  • Küchenkräuter, Gegen Monatsende Gartenkresse, Kerbel, Liebstöckel, Melisse, Schnittlauch, Schnittpetersilie und Thymian aussäen.