Wilder Wein von Hauswand entfernen

Wilder Wein von Hauswand entfernen

Bevor man eine Hauswand mit wildem Wein begrünt, sollte man wissen, dass er nur sehr schwer wieder zu entfernen ist, sollte das einmal notwendig werden. Der häufigste Grund für eine Entfernung sind Insekten, die in Mengen in dem Laub hausen.

wilder-wein_flAuch nutzen Mäuse die Ranken, um in höhere Etagen und ins Haus zu gelangen. So schön wilder Wein aussieht, er ist nicht nach jedermanns Geschmack.

Ranken entfernen

Die Weinranken zu entfernen ist relativ einfach. Man durchtrennt die Hauptader,

möglichst kurz nach dem Austritt aus dem Erdreich. Nach ein paar Wochen ist die Pflanze abgestorben und lässt sich relativ leicht von der Wand ziehen. Für Probleme sorgt das, was dann noch übrig bleibt, die „Saugfüße“ mit den kleinen Ästchen, die noch an der Hauswand kleben. Für einen Neuanstrich sollten sie entfernt werden und das ist mühsam und dauert lange. Es gibt die verschiedensten Methoden, diesen Haftorganen und daran verbliebenen Pflanzenteilen zu Leibe zu rücken.

Pflanzenreste entfernen

Die Reste können auch überstrichen werden, aber es bleiben immer Pünktchen von den Saugfüßen. Besser ist es, sie zu entfernen. Am besten wartet man, bis die Pflanzenreste richtig abgetrocknet sind, bevor man beginnt. Sind die Teile trocken, brechen viele Stücke schon bei Berührung weg und nur die hartnäckigen Teile müssen entfernt werden.

Gasbrenner – die Reste abzubrennen ist eine wirksame Methode. Allerdings muss man sich vorher überzeugen, dass es sich um massives Mauerwerk ohne Außenisolierung handelt. Es funktioniert recht gut mit einem Propangasbrenner, am besten auf Kalkputz. Die Putzoberfläche nimmt durch das Brennen eine graue Farbe an. Die
Asche muss mit einer Bürste weggebürstet werden. Die Methode entfernt eigentlich alle Teile gut, ist allerdings auch eine langwierige Geschichte. 2 Stunden pro m² sind keine Seltenheit. Ein Nachteil ist, dass die Putzoberfläche sehr porös wird.

Einweichen – Man kann die Reste auch mehrmals mit warmem Wasser einweichen und dann mit einer kräftigen Bürste abschrubben. Das dauert allerdings und ist anstrengend.

Heißwasser-Hochdruckreiniger – funktioniert recht gut, aber ist mühsam, anstrengend, zeitaufwändig und meist gehen immer noch nicht alle Saugnäpfe ab.

Messer und Stahlbürste – mit diesen zwei Hilfsmitteln lassen sich die Wurzelreste auch entfernen, aber das ist sehr mühsam und dauert enorm lange. Ist der Putz recht weich, ist diese Art der Entfernung nicht gut geeignet, denn diesen löst man damit ab.

Handbohrmaschine mit Diamantfräseinsatz – damit lassen sich die Pflanzenteile ganz gut von Rauputz entfernen. Es ist allerdings auch mühsam und enorm zeitaufwändig.wilder-wein3_fl

Winkelschleifer – plus Lamellenscheibe entfernt Pflanzenreste. Am besten funktioniert es mit einer 24er Körnung, das geht etwas schneller. Diese sind eigentlich für die Stahlbearbeitung, helfen aber auch in diesem speziellen Fall. Bei evtl. verbleibenden Resten kann man dann den Drahtbürstenaufsatz des Winkelschleifers nutzen.

Säure – Fachleute empfehlen, die verbliebenen Pflanzenteile mit Essigsäure oder verdünnter Salzsäure einzustreichen. Um sich vor Verätzungen zu schützen, sollte man unbedingt Handschuhe und Schutzbrille tragen. Bei Bedarf, das Einstreichen wiederholen, bis die Pflanzenreste auf der Fläche aufschäumen. Anschließend raut man die Stellen mit einer Wurzelbürste auf. Zum Nachwaschen nutzt man

einen Hochdruckreiniger, bis die Wand völlig sauber ist. Mineralische Untergründe können so nicht behandelt werden, weil die Säure den Untergrund angreift. Die Methode ist allerdings nicht sehr umweltfreundlich.

Putz abklopfen – man kann natürlich auch den kompletten Putz samt Pflanzenteilen abklopfen und dann neu verputzen. Das geht oft schneller, als die mühsame Entfernung mit oben genannten Methoden.
Bei den meisten dieser vorgeschlagenen Arbeiten sollte man eine Schutzbrille und eine Staubmaske tragen.