Narzissen-Pflege: Düngen, Krankheiten, richtig Pflanzen

Narzissen-Pflege: Düngen, Krankheiten, richtig Pflanzen

Narzissen sind recht anspruchslose Pflanzen, die nur wenig Pflege bedürfen, wenn die Zwiebeln erst gesetzt sind. Sie läuten den Frühling ein, denn die meisten Sorten wie die Osterglocken blühen schon sehr früh im Jahr.

narzisse 1Narzissen richtig pflanzen

Narzissen werden ab Spätsommer bis zum Herbst gepflanzt. Ihre Zwiebeln werden zehn bis fünfzehn Zentimeter tief in einen lockeren und gut durchlässigen Boden gesetzt und danach mit Erde bedeckt. Der Standort sollte zumindest halbschattig, besser aber noch sonnig sein,

damit sich viele Blüten entwickeln.

Im ersten Winter nach der Pflanzung ist es angebracht, den Boden mit einer Schicht Laub, Mulch oder Reisig abzudecken, denn dann sind die Zwiebeln noch etwas empfindlich. Später sind sie jedoch gut frosthart und benötigen daher keinerlei Schutz mehr. Narzissen können mehrere Jahre an der gleichen Stelle im Garten bleiben, nach einigen Jahren blühen sie jedoch oft nicht mehr so fleißig. Dann sollten ihre Zwiebeln im Spätsommer oder Herbst aus dem Boden genommen und an eine andere Stelle versetzt werden.

Pflegen und Düngen

Im Frühling sprießen aus den Zwiebeln zunächst die Blätter und später die langen Stiele mit den Blüten. Die Blütezeit beginnt bei den frühen Narzissen schon im März und bei den etwas späteren Sorten im April oder Mai. Eine besonders späte Sorte ist die Dichternarzisse, die eine weiße Blüte mit einer gelben Nebenkrone in ihrem Inneren bildet.

Bewässert werden müssen Narzissen in der Regel nur wenig, denn während ihres Wachstums und ihrer Blütezeit regnet es meist noch oft genug. Während länger
andauernder Trockenperioden oder in einem besonders warmen Frühling müssen jedoch auch sie gegossen werden. Gedüngt wird am besten direkt nach der Blüte, denn zu dieser Zeit werden die meisten Nährstoffe in der Zwiebel eingelagert. Diese Nährstoffe werden über die Wurzeln und das Blattwerk aufgenommen, daher dürfen die Blätter erst dann abgeschnitten werden, wenn sie vertrocknet sind.

Krankheiten durch Viren und Pilze
  • Viren, die bei den Narzissen Krankheiten auslösen könnten, werden häufig durch Blattläuse übertragen. Da Narzissen aber nur selten von Blattläusen befallen werden, spielen diese Erkrankungen in privaten Gärten keine große Rolle.
  • Eine häufiger auftretende Krankheit ist die Zwiebelbasalfäule, die durch einen Pilz verursacht wird. Bei einem Befall mit diesem Pilz verfaulen die Zwiebeln, überirdisch ist dies daran zu erkennen, dass die Blätter schon sehr früh verblassen und vergilben. Eine Behandlung dieser Krankheit ist nicht möglich, daher sollten die befallenen Pflanzen schnellstmöglich aus dem Garten entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung der Pilzsporen zu verhindern. Diese Zwiebeln gehören in den Hausmüll, denn auf dem Komposthaufen könnten die Pilzsporen überleben und sich von dort wieder ausbreiten.
  • An den Stellen, an denen Narzissen mit Zwiebelbasalfäule gestanden haben, sollten in den folgenden fünf Jahren keine Narzissen gepflanzt werden, denn die Pilzsporen sind äußerst robust und können dort mehrere Jahre überdauern. Für Gärten, in denen diese Narzissenkrankheit häufiger auftritt, gibt es inzwischen Sorten, die gegen diesen Pilz weitgehend resistent sind. Hierzu gehören zum Beispiel die Tazettenarten wie die Dichternarzisse und die Engelstränen-Narzissen.
schnecken2 flSchädlinge bei Narzissen

Bei den

schädigenden Insekten spielen die Narzissenfliegen die größte Rolle. Sie legen ihre Eier in den Boden, sodass die daraus schlüpfenden Maden sich von der Zwiebel ernähren können. Ihre Fraßtätigkeit beginnen sie im Inneren der Zwiebel, sodass am Schluss nur noch eine leere Hülle übrigbleibt. In dieser Hülle überwintern die Maden bis zum Frühling und verpuppen sich ab April, sodass sie ab Mai ausfliegen und erneut mit der Eiablage beginnen können.

Schäden an den Narzissen können auch durch Schnecken entstehen, die hauptsächlich die Blüten anfressen. In Gärten mit hohem Schneckenaufkommen sollte daher eventuell eine Barriere errichtet werden, damit die Schnecken die Narzissen nicht erreichen.