Tipps und Tricks zum Blumengiessen - Blumen giessen

Tipps und Tricks zum Blumengießen

Der Balkon schön bepflanzt? Dann sind regelmäßige Wassergaben angesagt, damit die Pracht auch gedeiht.

Das große Gieß- Geheimnis rankt sich um drei große W: Wann? Wie? Wie viel?

Zunächst zum Wann: Wasser marsch sollte es immer erst dann heißen, wenn der Boden sich trocken anfühlt, die Pflanzen jedoch noch nicht ihre Fittiche hängen lassen. Nach dem Gießen brauchen Substrat und Blümchen eine Abtrocknungsphase. Stehen die Wurzeln nämlich längere Zeit im Nassen, laufen Sie Gefahr, zu faulen. Während

im Frühjahr und Herbst der frühe Morgen ein perfekter Zeitpunkt fürs Wässern, damit die Pflanzen über Tag wieder abtrocknen können, sollten Blumenfreunde im Sommer morgens und abends zur Kanne greifen, und zwar unter der Devise: Nicht kleckern, sondern klotzen. Stopp heißts erst, wenn Überschüssiges aus den Abzugslöchern tropft. Entscheidend ist auch die Temperatur des Wassers: am besten die volle Kanne von der Sonne erwärmen lassen, damit die Pflanzen beim Nachgießen im Hochsommer keinen Kälteschock erleiden.

Nasse Blätter in der Sonne lieber nicht!

Unter die Blätter direkt an die Erde mit der Tülle, heißt die Antwort auf das Wie. Das Blattwerk sollte während der Sonnenstunden keine Dusche nehmen, da jeder Tropfen wie ein Brennglas wirkt und so das Grün verletzt wird. Zudem sind ständig nasse Blätter ein 1a- Nährboden für Krankheiten.

Und wer braucht nun wie viel? Kleine Faustregel: Alle Pflanzen mit ledrigen, kleinen Blättern und
solche mit weißem oder silbrig grauem Laub kommen mit wenig Wasser aus, während Gewächse mit großen und weichen Blättern durstig sind, da über ihr Blattwerk wesentlich mehr verdunstet.

Regenwasser sammeln

Sie einiges sparen kann, wer sich ein Regenfass auf den Balkon oder in den Garten stellt. Die sind mittlerweile formschön, farblich ansprechend und bestens mit Deckel, Wasserhahn, Entnahmeschlauch und Fallrohranschluss ausgerüstet.

Weniger ist mehr

Kurze Trockenheit wird besser vertragen als ständig nasse Erde. Wie viel und wie oft man gießt, bestimmen Pflanze, Gefäß, Standort, Wetter und Jahreszeit. Mehr gießen in der Hauptsaison, an sonnigen und windigen Plätzen, bei großer Hitze, bei durchlässiger Erde, in Tongefäßen.

Weniger gießen zu Saisonbeginn, an schattigen und windstillen Standorten, bei kühlem Wetter, bei abgedecktem bzw. dicht bepflanztem Topfballen, in Kunststoffgefäßen.

Wasser auf Vorrat

Clever gießen mit Wasser aus einem Vorratsspeicher lässt sich die Topferde ganz nach bedarf anfeuchten. Aus Gießhilfen wie Tonfiguren, Trichter, Durstkugeln oder PET- Flaschen versickert das Wasser nach und nach an der Erdoberfläche. Bei Gefäßen mit Wasserreservoir steigt die Feuchtigkeit durch Sogwirkung nach oben. Der Vorrat reicht auch bei großer Hitze für mehre Tage.

Automatische Bewässerung

Alles geregelt. Zum Gießen zu wenig zeit? Schließen Sie ein automatisches Gießsystem am Wasserhahn an. Tröpfchenbewässerung wird über den Computer oder Zeitschaltuhr gesteuert. Feuchtefühler (Quellhölzer, Keramikkegel) geben im Gefäß nur so viel Wasser frei, wie die Topf- oder Kübelpflanzen tatsächlich brauchen.

Die Wasserqualität

Hart oder Weich? Fast alle Gartenpflanzen vertragen normales Leitungswasser. St es jedoch härter als 20° dH, muss man das Wasser vor allem für kalkempfindliche Gewächse

enthärten. Kaltes Wasser schockt! Per Schlauch besser Gießkannen füllen und diese in der Sonne stehen lassen. Regenwasser ist weich, sollte für kalkliebende Pflanzen aber mit Leitungswasser gemischt werden.