Walnussbaum schneiden - Walnuss Pflege-Schnitt

Walnussbaum schneiden - Walnuss Pflege-Schnitt Die reife Walnuss kommt zum VorscheinBei der „Echten Walnuss“ (Juglans regia) handelt es sich um einen immergrünen Laubbaum, der zur Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae) zählt. Sie hat viele verschiedene Namen, die alle den gleichen Baum bezeichnen. Walnuss, Baumnuss, Welschnuss oder Persische Walnuss sind je nach Region üblich.

Der Walnussbaum ist wegen seiner Nüsse, aber auch wegen des besonderen Holzes beliebt. Dieses wird sehr gerne als Furnierholz eingesetzt. Tipp: Walnussbaum-Holz ist sehr hart und

wird für Fußböden und Möbel verwendet.


Merkmale des Walnussbaums

Walnussbäume können zu imposanter Größe heranwachsen, 15 bis 25 Meter sind keine Seltenheit, manche werden sogar bis zu 30 Meter hoch. Ein Walnussbaum kann ein Alter von rund 150 Jahren erreichen, das Wachstum endet ungefähr in der Hälfte der Jahre. Wegen seiner Höhe und dem ausladenden Umfang der Krone braucht dieser Baum tief gehende Wurzeln, sogenannte Pfahl-Herzwurzeln. Die Rinde der Walnuss ist bei einem jungen Baum noch glatt und leicht grau. Wenn er älter wird, kann die Rinde nicht nur dunkler werden, sondern auch durch tiefe Risse gezeichnet sein. Die Blätter der Walnuss stehen wechselständig am Zweig und werden rund 30 cm groß. Walnussbäume werden im Frühling meistens als letzter Baum grün, im Herbst ist er mit bei den ersten, die ihre Blätter abwerfen. Werden sie zerrieben, verströmen sie einen aromatischen herben Geruch.
  • Ein Walnussbaum hat sowohl männliche wie auch weibliche Blüten an einem Baum.
  • Die männlichen sitzen an den hängenden „Kätzchen“, die ihren Namen wegen des weichen Flaums erhalten haben.
  • Die Walnuss blüht von April bis Juni, die Früchte zählen zu den Nussfrüchten.
  • Diese Walnüsse haben unterschiedliche Formen und Größen, je nachdem, um welche der rund 60 Arten es sich handelt.
Heimat des Walnussbaums

Ihre Heimat liegt vermutlich in Syrien, West- und Südanatolien und in Vorder- und Mittelasien. Von dort aus wurde die Walnuss in weitere Regionen, auch nach Mitteleuropa weitertransportiert. Ziemlich sicher sind sich die Forscher, dass die Römer sehr stark daran beteiligt waren. Auch wenn sie heute nur noch wenig wild lebend finden lassen, kommen sie am Rhein und an der Donau in Auwäldern vor. Mittlerweile wird die echte Walnuss auch in Nordamerika angebaut, in Kalifornien werden sehr ertragreiche große Plantagen eingerichtet.

Standort für die Walnuss

Im Garten kann die Walnuss nur Platz finden, wenn dieser groß genug ist. Oft sät sie sich zufällig aus, Raben und Krähen fliegen mit den Nüssen im Schnabel zu ihrem Futterplatz, manchmal verlieren sie eine, die dann bei guten Voraussetzungen zu einem Keimling wird. Hierbei würde es sich dann um eine Wildform der Walnuss handeln, die Nüsse, die im Handel erhältlich sind, stammen von auf hohen Ertrag eingestellten Züchtungen.
href="http://www.hausgarten.net/blog/8000-walnusse-aus-dem-garten-10-tipps-zum-trocknen-lagern/">Walnüsse

auch ein gutes Jahr für Wein nachgesagt. Auf Bauernhöfen sind Nussbäume meistens in der Nähe von Kuhställen oder von Misthaufen zu finden. Das hat den Grund, dass dem Walnussbaum besondere Eigenschaften zugeschrieben werden. Unter einem Walnussbaum wachsen keine anderen Pflanzen. Das liegt daran, dass der Baum Stoffe absondert, die das verhindern und als biochemische Abwehr bezeichnet werden. Die Blätter haben besonders viele Gerbstoffe, sie verrotten viel langsamer als anderes Laub. Nussbäume haben außerdem die Eigenschaft, Fliegen zu vertreiben, deshalb die direkte Nachbarschaft zu Tieren und Mist.

Pflanzen und Rückschnitt

Einen Walnussbaum sollte man nur pflanzen, wenn der Garten ausreichend groß ist. Der Baum darf nicht zu nahe an die Nachbarsgrenze gesetzt werden, durch seine spätere Größe wird er dort vielleicht für Unfrieden sorgen. Auch wenn dies zwanzig und mehr Jahre dauert, je größer der Baum wird, desto schwieriger wird es, ihn später wieder entfernen zu müssen. Außerdem wächst in der Nähe eines Walnussbaums keine andere Sorte von Baum oder Strauch, besonders nicht direkt darunter. Auch die direkte oder unmittelbare Nähe zu einem Gebäude sollte vermieden werden. Tipp: Den Walnussbaum regelmäßig schneiden, um das Wachstum einzuschränken.

Wenn der Walnussbaum im Garten angewachsen ist, sollte er im Frühjahr durch einen Hauptschnitt bearbeitet werden. Auch das alte Holz kann zurückgeschnitten werden, je älter der Baum, desto dicker kann der Ast sein, der entfernt werden muss. Wenn in späteren Jahren die Krone entfernt wird, wächst der Walnussbaum eher in die Breite. Im Sommer kann bei vollem Blattwuchs genau erkannt werden, wo zurückgeschnitten werden könnte. Das verhindert, dass später große Lücken im Gesamtbild des Baums erscheinen.

Wallnussbaumkrone erziehen
  • Da Walnussbäume zu den starkwachsenden Bäumen gehören, macht es Sinn, von Anfang an eine entsprechende Krone zu erziehen.
  • Seitentriebe einzukürzen ist nicht sehr günstig, die Aktion hilft nur kurzfristig.
  • Besser ist ein Auslichtungsschnitt, bei dem man einige Kronenäste ganz herausnimmt. So entsteht in einigen Jahren eine lockere Krone.
  • Ist es notwendig, die Stammverlängerung und einige Seitenäste zu beschneiden, ist ein Ableitungsschnitt am günstigsten.
  • Der Trieb wird bis auf einen schwächeren Seitentrieb zurückgeschnitten. Dieser Übernimmt dann die Funktion als Spitze.
  • Meist bilden sich im kommenden Jahr dort mehrere Triebe. Alle bis auf einen, den vorgesehenen Leittrieb, werden entfernt.
  • Wenn man einfach nur die Spitze des Walnussbaumes entfernt, damit er nicht mehr in die Höhe wächst, hat das zur Folge, dass der Baum extrem stark austreibt, meist besenartig, was überhaupt nicht erwünscht ist.
  • In diesem Fall muss sehr oft nachgeschnitten werden. Besser ist es also, ihn bis auf einen geeigneten schwächeren Ast zurückzuschneiden.
Viele Gärtner legen Wert darauf, dass ihr Walnussbaum eine gleichmäßige Krone erhältSchädlinge am Walnussbaum

Walnussbäume werden seit den 1980er Jahren in Europa vermehrt von der Wallnussfruchtfliege (Rhagoletis completa) befallen. Sie legt in der unreifen Fruchthülle der Nuss Eier ab, dadurch faulen die Früchte und färben sich schwarz. Das Fruchtfleisch kann nicht mehr aus der Nuss herausgeholt werden. In Jahren mit starkem und häufigen Regengüssen und wenig Zwischenhochs trocknen Walnussbäume nicht ausreichend ab. Dadurch kann der Blattfleckenpilz (Gnomonia leptostyla, Marssonina juglandis) entstehen. Dieser Pilz ist in der Lage, ganze Ernten zu vernichten.

Wissenswertes zum Walnussbaum in Kürze

Ein Nussbaum muss nicht geschnitten werden, kann aber, wenn man einige Regeln beachtet. Ein Schnitt ist für die Ertragssteigerung nicht notwendig. Man schneidet im Prinzip nur, wenn er zu groß geworden ist oder damit er erst gar nicht so groß wird.

Schnittzeitpunkt
  • Da die Schnittwunden nur langsam verheilen, ist der richtige Zeitpunkt besonders wichtig.
  • Im Frühjahr ist der Saftdruck sehr hoch, weshalb ein Schnitt dazu führt, dass der Baum viel Saft verliert.
  • Auch wenn dieses Bluten nicht lebensgefährlich für den Nussbaum ist, sollte man besser nicht so früh schneiden.
  • Besser ist ein Termin im Spätsommer. Ideal ist Ende August bis Ende September.
  • Danach können sich die Wunden bis zum ersten Frost schließen.
Verkleinerung der Krone
  • Jeden zweiten Trieb im äußeren Kronenbereich auf Höhe einer Gabelung um maximal 1,5 Meter einkürzen!
  • Die anderen Triebe stehen lassen - sie werden im kommenden Jahr geschnitten.
  • Die natürliche Wuchsform darf nicht beeinträchtigt werden!
Regelmäßig entfernen
  • Steil nach oben strebende Triebe, welche mit dem Mitteltrieb oder Leitästen in Konkurrenz stehen, schneidet man am besten schon im Entstehungsjahr heraus.
  • Sie werden an der Ansatzstelle herausgeschnitten.
  • Nur so kann sich eine gleichmäßige Krone bilden.
Fazit der Redaktion

Wer einen Walnussbaum pflanzen möchte, sollte sich für eine veredelte Sorte entscheiden. Diese Bäume werden nicht ganz so hoch und voluminös. Außerdem sollte man einen Nussbaum nicht zu dicht an die Grundstücksgrenze setzen, um späteren Streitereien vorzubeugen. Einen jungen Baum kann man recht gut erziehen, damit man später keinen Radikalschnitt vornehmen muss. Lieber von Beginn an wenig schneiden, das bekommt dem Baum deutlich besser.