Wein schneiden, zurückschneiden, Schnitt

Wein schneiden, zurückschneiden, Schnitt

Eigene Trauben und vielleicht sogar selbst hergestellter Wein, davon träumen bestimmt viele Gartenbesitzer. Inzwischen gibt es immer mehr Weinreben, die nicht so empfindlich sind, was Standort, Pflege und Krankheiten anbelangt und die man auch als Hobbygärtner im Garten anpflanzen kann. Wichtig um eine schöne Ausbeute zu erreichen ist der richtige Schnitt.

Hat man den Wein neu gepflanzt, lässt man ihn erst einmal wachsen. Es bilden sich viele neue Triebe, die wichtig sind, damit die Pflanze gut einwurzelt. Im darauf folgenden Winter erfolgt der erste Schnitt.

Alle Seitentriebe müssen entfernt werden, übrig bleibt nur ein Haupttrieb. Dieser bleibt bei allen Schnitten erhalten.

Beim jährlichen Schnitt im März werden in der Regel 80 bis 90 Prozent des einjährigen Holzes entfernt. Die Augenzahl darf nicht zu hoch sein, sonst kann es zu einer
Überbelastung des Stocks kommen. Wie viel Augen man stehen lässt, richtet sich nach der Wuchskraft der Rebe. Hat der Stock viele dünne Triebe, müssen mehr Augen weggekürzt werden, wächst er dagegen gut und kräftig, darf er ein paar mehr behalten. Der Schnitt dient dazu, ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Traubenproduktion herzustellen. Nur wenn dieses Verhältnis ausgewogen ist, hat man viele Jahre Freude an seinem Weinstock.

Zusätzlich zu diesem Schnitt kann man aber noch mehr tun. Reben brauchen Licht, Luft und Sonne. Zu viel Laub kann da manchmal behindern. Deshalb werden nicht benötigte Jungtriebe am mehrjährigen Holz nach dem Austrieb entfernt. Zu lange Triebe können schon 14 Tage nach der Blüte abgeschnitten werden (6 bis 8 Blätter über der Traube). Ab Ende Juli kann man überhängende und zu lang wachsende Triebe etwas einkürzen. Damit die Beeren optimal reifen können und damit Pilzkrankheiten vorgebeugt wird, können nach der Blüte einzelne Blätter in der Traubenzone entfernt werden.

Wenn man sich an ein paar Grundregeln hält, wird man viel und lange Freude an seinen Weinreben haben.