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Schlupfwespen
Gartenpflege - Schädlinge und Krankheiten

Schlupfwespen

ImageDie Schlupfwespe gehört zu den so genannten Eiparasiten, aber sie sind für den garten und die Landwirtschaft auch von großer Bedeutung. Sie kommen aus der Familie der Hautflügler einige Arten werden weltweit zu biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.

Sie parasitisieren am meisten Schmetterlinge, Käfer und Pflanzenwespen, also Schädlinge des Gartens. Andere Arten parasitisieren auch Spinnenkokons. Sie ernähren sich dann von den Spinneneiern oder sie hängen sich ständig an ein oft größeres Lebewesen. Sie stechen in den Körper von Schädlingen und deren Puppen oder Larven und legen ihre Eier dort ab. Von innen her fressen die schlüpfenden Larven ihren unfreiwilligen Wirt auf. Anschließend verpuppen sie sich und verlassen durch eine von innen gebohrte Öffnung als fertige Schlupfwespe ihr Opfertier.

Ein anderes Beispiel: Auf Blattläuse spezialisierte Arten können bis zu 200 Blattläuse in ihrem einwöchigen Leben parasitisieren. Sie legen die Eier allerdings auf der Blattlaus ab. Die Larven schlüpfen nach 1 bis 2 Tagen und höhlen dann die Blattlaus komplett aus. In der ausgefressenen Blattlaushülle verpuppen sie sich und bringen nach 5 Tagen neue Schlupfwespen hervor.

Vorausgesetzt die klimatischen Gegebenheiten stimmen, können Schlupfwespen nicht nur gezielt gegen Blattläuse sondern auch gezielt gegen Motten eingesetzt werden. Sie sind sehr zuverlässig. Sie fressen die Motten-Larven auf und verschwinden nach getaner Arbeit wieder. Nach der Vernichtung der Motteneier sterben sie ab und sind im Hausstaub nicht mehr zu finden. Eine mühevolle Sucharbeit der evtl. befallenden Lebensmittel ist nicht nötig.

Die Schlupfwespen machen ihre Arbeit gründlicher als es einem Menschen möglich ist. Die Schlupfwespen sind für den Menschen absolut ungefährlich. Im Versandhandel sind die natürlichen Schädlingsbekämpfer spezialisiert auf die verschiedenen Schädlinge (beispielsweise Blattläuse, Woll- und Schmierläuse, Mehlmotten, Speisemotten etc.) in Form von Puppen auf Pappstreifen zu beziehen.

Man kann sich bei jedem Fachhändler erkundigen und sich dann der natürlichen Schädlingsbekämpfung widmen.

von Annett Biermann
 


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