Wespen - Vernichtung / Bekämpfung
Sollte man Wespen bekämpfen oder vertreiben?
Im ersten Moment könnte man glauben, Wespen leben nur, um uns im Hochsommer das Leben schwer zu machen. Von Süßem genauso magisch angezogen wie von Fleisch oder Wurst, schwirren sie ...
heran und stören unsere Kaffeekränzchen und Grillfeiern im Freien.
Völlig ungerührt davon, dass man ihnen nichts vom eigenen Teller abgeben will, sind sie lästig und frech und zögern nicht, unsere abwehrenden Handbewegungen mit einem Stich zu rächen. Freilich gewinnen Wespen mit diesem Benehmen nicht gerade unsere Zuneigung, aber in Wirklichkeit folgen sie lediglich ihrem natürlichen Überlebenswillen: Den Zucker brauchen sie für sich selbst, quasi als "Treibstoff", und das Eiweiß für die Ernährung ihrer Larven.
Mensch und Wespe im Interessenskonflikt
Normalerweise fangen Wespen zu diesem Zweck andere Insekten, aber natürlich ist es einfacher, sich ungeladen an unseren Tisch zu setzen, als mühselig Fliegen nachzujagen. Prinzipiell sind Wespen auch gar nicht daran interessiert uns zu stechen. Tun sie es trotzdem, dann aus reiner Notwehr.
Manchmal kann man beobachten, wie sie an morschem Holz nagen. Diese abgeknabberten Teilchen bilden die Grundlage für ihre papierähnlichen Nester. Entdecken ...
wir ein solches am Haus oder im Garten fühlen wir uns bedroht, denn in diesem Bereich sind die Tiere verständlicherweise äußerst aggressiv. Zwei Hausmittel können vorbeugen:
- frisch angeschnittene Knoblauchzehen, oder
- in Salmiak getränkte Tücher
Legt man diese Duftquellen in der Nähe eines Nestbaus aus, kann man mit etwas Glück die Ansiedlung eines Wespenstaates unterbinden. Aber Vorsicht ist angesagt, denn eine Gefährdung ihres Nestes kann zu heftigsten Attacken der aufgebrachten Wespen führen. Daher sollte man sich niemals selbst daran zu schaffen machen, sondern die Entfernung einem Experten überlassen! Die Tiere halten sich ihrerseits mit Aggressionen zurück, solange man sich 2 bis 3 Meter vom Nest entfernt aufhält und diesen Sicherheitsabstand respektiert.
Wespen als Nützlinge
Wespen sind nicht ausschließlich lästig, sondern auch nützlich: Sie fangen im Umkreis ihres Nestes viele Schadinsekten, wie Blattläuse, Mücken und Falter, und beteiligen sich im Frühjahr und Sommer rege an der Blütenbestäubung. Sie selbst dienen Vögeln als Nahrung, besonders im Spätsommer, wenn die Wespenvölker wetterbedingt schwächer werden und langsam absterben. Generell ist es aus Naturschutzgründen besser, einen Konflikt mit Wespen zu vermeiden oder ihm vorzubeugen.
Nehmen sie jedoch einmal überhand, gerade, wenn Allergiker oder kleine Kinder zugegen sind, kann man sie in eine Falle mit folgenden Bestandteilen locken:
- Bier (um die Bienen zu schonen),
- Zucker
- und ein Tropfen Spülmittel.
Übrigens: Wie bei Bienen sind es auch bei den Wespen nur die Weibchen, die stechen. Die Männchen haben gar keinen Stachel und sind nur selten in der Nähe des Menschen anzutreffen.
von Vilma-Sonja Zugmaier
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