Wespen - Bekämpfung / Wespen vertreiben oder bekämpfen!?

Wespen erfolgreich bekämpfen und vertreiben

Fleisch und Süßes lockt Wespen an den TischAllgemein wird mit dem Begriff Wespe ein Insekt bezeichnet, das als Echte Wespe aus der Unterfamilie der Faltenwespen bekannt ist. Von dieser Unterfamilie gibt es auf der ganzen Welt 61 Arten, davon kommen in Mitteleuropa jedoch nur 11 Arten vor. In unseren Breiten ist es die Deutsche Wespe oder die Gemeine Wespe sowie die Hornisse, die ihren wichtigen Beitrag in der Pflanzenwelt leistet.

 

Wespen sind ein Staaten bildendes Volk und

bilden jedes Jahr neue Nester. Die Königin bildet einen Staat, der bis zu 12.000 Tiere stark sein kann und legt im Frühjahr je ein Ei in die von ihr gebildeten Kammern eines Wespennestes. Dieses sind ungefähr fünf Stück, an die dann im Laufe der nächsten Monate weitere Kammern angebaut werden. Die Befruchtung der Eier erfolgt durch sie selbst, dazu hat sie eine Samentasche, in der Spermien aus dem letzten Herbst vorhanden sind.

 

Hinweis: Viele Wespenarten stehen unter Naturschutz

 

Der Staat der Wespen ist gut durchorganisiert und wird von verschiedenen „Berufen“ der Wespen aufrechterhalten. Es gibt Wespen, die nur mit dem Nestbau beschäftigt sind, solche für die Zellensäuberung, für die Larvenfütterung, die Versorgung der Königin und solche, die für die Nahrungsbeschaffung eingeteilt wurden. Diese Wespen sind es, die den Menschen zu schaffen machen, weil diese sich von den Wespen belästigt und bedroht fühlen.


Die natürlichen Feinde der Wespen

 

Nicht nur der Mensch trachtet den Wespen nach dem Leben, auch natürliche Feinde sind vorhanden. Dazu zählt beispielsweise der Wespenbussard, der die Nester aufbricht und die darin befindlichen Larven an seine Jungen verfüttert. Neben Vögeln wie dem Neuntöter sind auch Hornissen oder Libellen natürliche Feinde der Wespe. Der Mensch ist aber wahrscheinlich die größte Bedrohung, ob nun bewusst oder unbewusst durch die immer größer werdende Monokultur und Bebauung. Die meisten Menschen fühlen sich von Wespen bedroht, weil sie sich vor dem Stich fürchten, der schmerzhaft ist und bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen führen kann. Achtung: Die Deutsche und die Gemeine Wespe sind die einzigen Wespen, die zudringlich werden!

 

Besonders im Sommer und Herbst, wenn Obst im Garten reift und viele süße Getränke, Eis und Kuchen im Freien verzehrt werden, werden Wespen angelockt. Die Wespen, die im Spätsommer umherfliegen und sich dann auf alles Süße setzen, sind die Arbeiterinnen, die bisher in den Nestern beschäftigt waren. Wenn die Nester nun aufgelöst werden, fliegen sie umher und suchen nach Nahrung.

 

Im Garten kommen sich Mensch und Wespe gerne einmal in die QuereDer Mensch als Feind der Wespen

 

Die meisten Menschen fühlen sich von Wespen, die um sie herum schwirren, bedroht. Sie haben Angst vor Stichen und wenn sie eine Allergie gegen Wespenstiche haben, ist diese Angst auch berechtigt. Wenn man im April beobachtet, dass Wespen ein Nest in unmittelbarer Nähe des

Menschen bauen und er in seinem Alltag davon bedroht ist, kann das Nest zu diesem Zeitpunkt von einem Fachmann umgesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch nicht sehr groß, deshalb ist das möglich.


Fühlt man sich beim Aufenthalt auf Balkon, Terrasse oder Garten von

Wespen belästigt, sollte man sie auf gar keinen Fall erschlagen. Sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen und das ist mit Sicherheit der Fall, wenn man wie wild danach schlägt. Welche Hilfsmittel gibt es, damit die Tiere erst gar nicht zu nahe an den Menschen herankommen?

 

Tipp: Wespen vom Menschen weglocken und dazu am besten aufgeschnittene Weintrauben nehmen
Im Umgang mit Wespen zählt eigentlich die Devise: In der Ruhe liegt die Kraft, denn nur wenn man sich ruhig verhält, fühlen sich Wespen nicht bedroht und suchen lediglich die Nahrung. Bäckerei-Verkäuferinnen können ein Lied davon singen, sie müssen ihre tägliche Arbeit mit den Tieren gemeinsam erledigen. Diese Vorsichtsmaßnahmen können außerdem helfen:

  • keine bunte Kleidung tragen
  • kein Parfüm
  • neutrale Hautcreme

Durch diese grundsätzlichen Vorsichtsmaßnahmen können Menschen sich schützen, die täglich dort arbeiten, wo Wespen sich aufhalten. Zusätzlich können einige Hausmittel gegen Wespen eingesetzt werden:

  • Reifes Obst im Garten ernten oder
  • heruntergefallene Früchte regelmäßig entfernen.
  • Blattläuse früh bekämpfen, deren Ausscheidungen ziehen Wespen an.
  • Fenster und Türen im Hochsommer mit Fliegengittern schützen.
  • Beim Picknick alles gut verschlossen halten!
  • Kindern regelmäßig Mund und Hände abwaschen, wenn sich eine Wespe in die Wohnung verirrt hat.

Bei aller Vorsorge kann es natürlich passieren, dass sich eine Wespe in die Wohnung verirrt. Besonders wenn offenstehende Türen und Fenster und süße verlockende Düfte in der Wohnung dazu einladen, kann dies schnell vorkommen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die man genau abwägen sollte, ob man sie anwenden möchte. Die Fliegenklatsche ist wohl die für alle Beteiligten schnellste Methode, der Einsatz von Insektenspray sollte möglichst nicht vorgenommen werden. Er hat auch Auswirkungen auf die Atemluft des Menschen, außerdem müsste man die Weste ganz dicht damit ansprühen. Auch UV-Lichtfallen, wie sie gegen Mücken und Motten eingesetzt werden, können Wespen töten.

Dringen Wespen mit ihren Nestern in den menschlichen Lebensbereich ein, wird es kritischMensch und Wespe im Interessenskonflikt

Normalerweise fangen Wespen zu diesem Zweck andere Insekten, aber natürlich ist es einfacher, sich ungeladen an unseren Tisch zu setzen, als mühselig Fliegen nachzujagen. Prinzipiell sind Wespen auch gar nicht daran interessiert uns zu stechen. Tun sie es trotzdem, dann aus reiner Notwehr.


Manchmal kann man beobachten, wie sie an morschem Holz nagen. Diese abgeknabberten Teilchen bilden die Grundlage für ihre papierähnlichen Nester. Entdecken wir ein solches am Haus oder im Garten fühlen wir uns bedroht, denn in diesem Bereich sind die Tiere verständlicherweise äußerst aggressiv. Zwei Hausmittel können vorbeugen:

  • frisch angeschnittene Knoblauchzehen, oder
  • in Salmiak getränkte Tücher

Legt man diese Duftquellen in der Nähe eines Nestbaus aus, kann man mit etwas Glück die Ansiedlung eines Wespenstaates unterbinden. Aber Vorsicht ist angesagt, denn eine Gefährdung ihres Nestes kann zu heftigsten Attacken der aufgebrachten Wespen führen. Daher sollte man sich niemals selbst daran zu schaffen machen, sondern die Entfernung einem Experten überlassen! Die Tiere halten sich ihrerseits mit Aggressionen zurück, solange man sich 2 bis 3 Meter vom Nest entfernt aufhält und diesen Sicherheitsabstand respektiert.

 

Wespen behutsam vertreiben

 

Wespen sind nicht ausschließlich lästig, sondern auch nützlich: Sie fangen im Umkreis ihres Nestes viele Schadinsekten, wie Blattläuse, Mücken und Falter, und beteiligen sich im Frühjahr und Sommer rege an der Blütenbestäubung. Sie selbst dienen Vögeln als Nahrung, besonders im Spätsommer, wenn die Wespenvölker wetterbedingt schwächer werden und langsam absterben. Generell ist es aus Naturschutzgründen besser, einen Konflikt mit Wespen zu vermeiden oder ihm vorzubeugen. Nehmen sie jedoch einmal überhand, gerade, wenn Allergiker oder kleine Kinder zugegen sind, kann man sie in eine Falle mit folgenden Bestandteilen locken:

  • Bier (um die Bienen zu schonen), 
  • Zucker 
  • und ein Tropfen Spülmittel.

Übrigens: Wie bei Bienen sind es auch bei den Wespen nur die Weibchen, die stechen. Die Männchen haben gar keinen Stachel und sind nur selten in der Nähe des Menschen anzutreffen.alt