Pflanzzeit für Knoblauch - wann ist der beste Zeitpunkt?

Pflanzzeit für Knoblauch

Knoblauch darf in keinem Garten fehlen. Zwar zählt er nicht zu den Kräutern, sondern zu den Würz- und Heilpflanzen, aber er ist schlicht unentbehrlich.

Knoblauch kann man in unseren Breiten sehr gut anbauen.

Man muss aber darauf achten, dass man Winterknoblauch oder Steckknoblauch aus dem Gartenhandel verwendet. Der normal im Supermarkt gekaufte Knoblauch funktioniert in der Regel nicht, da er aus südlichen Ländern stammt und nicht an unser Klima gewöhnt ist.

Für Knoblauch gibt es zwei Pflanztermine. Einmal

wird ab Ende Februar  bis in den April hinein gepflanzt und dann noch einmal im Oktober. Der Vorteil der späten Pflanzung im Herbst ist, dass die Ernte mein größer ausfällt, die Knollen sind einfach größer. Der Nachteil ist, das der überwinternde Knoblauch vor starkem Frost geschützt werden muss. Eine Mulchschicht ist sehr empfehlenswert.

Zwei Arten Knoblauch

Man unterscheidet Allium sativum ophioscorodon und Allium sativum sativum. Erst genannter ist der gewöhnliche Knoblauch, welcher im Sommer einen Blütenstiel ausbildet. Der zweite Knoblauch ist eine spezielle Züchtungsvariante. Die Pflanzen bilden keinen Blütenstiel aus. Im
Ertragsgartenanbau wird meist die nicht blühende Sorte genutzt. Sie bilden größere Knollen, haben meist mehr Zehen und sind lagerfähiger.
Der blühende Knoblauch dagegen hat meist ein besseres Aroma und eine intensivere Ausfärbung.

Allerdings geht viel Kraft in die Blüte und so fehlt sie zur Ausbildung einer großen Knolle. Man kann allerdings verhindern, dass zu viel Kraft für Blüte und Brutzwiebeln verloren geht, indem man den Blütenstiel frühzeitig entfernt.

Profigärtner empfehlen, den Knoblauch im Oktober zu pflanzen. Der lange Kältereiz, dem die Pflanze ausgesetzt ist, wirkt sich positiv auf das Wachstum aus. Im kommenden Jahr, im Juli und August können schöne große Knollen geerntet werden. Pflanzt man dennoch lieber im Frühjahr, sollte man das so zeitig wie möglich tun, also schon Ende Februar oder Anfang März. Ansonsten gibt es nur eine kleine Ernte.

Pflanzgut

Zum Pflanzen verwendet man ausschließlich große Zehen. Diese müssen vor allem gesund sein. Zehen, wo man Flecken und Verfärbungen sehen kann, sortiert man besser aus.

Wenn man Brutzwiebeln als Pflanzgut nutzt, muss man wissen, dass es dann zwei Jahre dauert, bis sich Knoblauchknollen ausbilden.

Pflanzen

Knoblauch mag einen humosen, lockeren Boden in sonniger Lage. Die Zehen steckt man 5 cm tief in den Boden, immer mit der Spitze nach oben. Der Abstand untereinander sollte etwa 15 cm betragen. Wenn man in Reihen pflanzt, sollte man zwischen ihnen 20 bis 25 cm Platz lassen. Gedüngt wird mit Komposterde oder Blaukorn. Zu nassen Boden mag Knoblauch nicht, er ist ein mediterranes Gewächs.

Will man Knoblauch pflanzen, sollte man die Knollen, die verwendet werden sollen, schon eine Woche früher teilen.

Schädlingsvertreiber

Knoblauch ist selbst ziemlich resistent gegen Schädlinge. Sein Vorteil ist, dass er aber Schädlinge vertreiben hilft. Er ist daher die ideale Pflanze für ein Mischbeet. Ideal steht er zwischen Erdbeeren, Gurken, Himbeeren, Möhren, Tomaten und Rosen. Er passt nicht zu Bohnen, Erbsen oder

Kohl.