Beste Pflanzzeit für Rosen im Garten und im Topf

BeetrosenRosen lieben es im Allgemeinen sonnig und luftig und dürfen nicht zu dicht gepflanzt werden. Sonst gibt es eine schlechte Luftzirkulation im Rosenbeet, am Rosenspalier oder im Kübel. Ihre langen Wurzeln benötigen ebenso ausreichend Platz, damit sie gut gedeihen können. Eine sehr große Rolle für die Königin der Blumen spielt der richtige Zeitpunkt ihrer Anpflanzung im Garten und Topf. Hier kommt es jedoch darauf an, ob es sich um sogenannte wurzelnackte Rosen oder Containerrosen handelt.

Wurzelnackte Rosen

Wurzelnackte

Rosen sind Rosen, die nicht in einem Container oder Topf gepflanzt sind und offen von Mitte Oktober bis Ende April im Handel angeboten werden. Manche Rosen sind zum Schutz ihrer Wurzeln mit Folie verpackt. Diese Rosen können ausgepflanzt werden, solange der Boden nicht mehr oder noch nicht gefroren ist. Werden die Rosen im Frühjahr ausgepflanzt, blühen Sie noch im Jahr der Anpflanzung, aber erst spät. Werden sie im Herbst gepflanzt, bekommen sie einen gut durchwärmten Boden. Meist ist auch genügend Regen vorhanden, dass die Rosen gut anwachsen und bis zum Frost noch neue Wurzeln ausbilden. Diese Rosen sind im darauf folgenden Frühling schon früh bereit für den Neuaustrieb und eine frühe erste Blüte.

Vorbereitung
Vor der Pflanzung im Herbst werden die Triebe der Rosen auf ca. 25 bis 35 Zentimeter zurückgeschnitten. Bei Pflanzung im Frühjahr auf 15 Zentimeter. Ebenso werden die Wurzeln etwas gekürzt. Vor dem Einsetzen in den Boden werden die Rosen über Nacht in einem Eimer mit Wasser gestellt. Sie müssen sich gut mit Wasser vollsaugen können.

Tipp: Achten Sie immer auf die Witterung. Zum Zeitpunkt der Anpflanzung sollte es nicht kalt und feucht sein. Während Regenzeiten keine Rosen pflanzen!

Pflanzloch
Heben Sie das Pflanzloch mit einem Spaten aus. Die Größe des Pflanzlochs hängt von der Größe des Wurzelballens ab. Breite und Höhe des Pflanzloches sollte immer eine Handbreit größer als der Umfang der Wurzeln sein. Der Boden des Pflanzlochs wird mit einer Grabgabel gelockert, damit die Wurzeln gut in die Erde hineinwachsen können. Das erhöht die Standfestigkeit der Rose.

Pflanzerde
Ideal ist Rosenerde aus dem Handel oder selbst gemischtes Pflanzsubstrat mit ca. einem Drittel ausgereiften Kompost. Sie können auch noch etwas fein gemahlenen Kalk und Mineraldünger untermischen.

Rose einsetzen
  • Veredlungsstelle muss fünf Zentimeter tief unter der Erdoberfläche liegen
  • Wurzeln sollten frei in der Luft hängen
  • Pflanzloch mit Erde füllen
  • Erde leicht antreten
  • mit Schlauch oder Gießkanne kräftig wässern
Tipp: Die im Herbst gepflanzten wurzelnackten Rosen werden anschließend gleich angehäufelt. Nur noch die Triebspitzen sollten herausschauen.

Containerrosen

Containerrosen sind Rosen, die in Containern oder Töpfen eingepflanzt sind. Sie werden in der Regel das gesamte Jahr über im Handel angeboten und können ganzjährig ausgepflanzt werden. Der Boden darf aber auch für diese Angebotsart nicht gefroren sein.

/>Vorbereitung
Auch Containerrosen werden vor dem Pflanzen gut gewässert. Dazu werden sie mit Topf in einen Eimer mit Wasser gestellt und erst wieder herausgenommen, wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Pflanzloch
Das Pflanzloch sollte in der Breite und Tiefe das Doppelte des Ballenumfangs der Containerrose messen. Auch hier wird der Boden im Loch wieder gut gelockert.


/>Pflanzerde
Auch für Containerrosen können Sie Rosenerde verwenden oder die Erde selbst mischen. Um den Rosen das Anwachsen zu erleichtern, ist es auch möglich, die Erde aus dem Container mit Kompost zu mischen und mit in das Pflanzloch zu geben.

Rose einsetzen
Entfernen Sie sehr vorsichtig den Topf und lockern das Wurzelwerk der Containerrose etwas auf. Auch die Containerrosen werden so tief eingepflanzt, dass ihre Veredlungsstelle fünf Zentimeter unterhalb der Oberfläche liegt. Füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf und treten es leicht fest. Gießen Sie anschließend die Rose gut an.

Tipp: Sie können für alle Rosen auch einen sogenannten Gießwall aufbauen. Beim Antreten der Erde bildet sich sowieso eine kleine Mulde, die Sie weiter vertiefen können, sodass um sie herum ein Wall entsteht und das Gießwasser nicht mehr weglaufen kann.

Rosenmüder Boden

Falls Sie Rosen an eine Stelle in Ihrem Garten pflanzen möchten, wo jahrelang Rosen standen, dann gedeihen neue Exemplare dort sehr schlecht oder gar nicht. Experten vermuten diese Bodenmüdigkeit als Resultat des Zusammenspiels von Nematoden (Wurzelälchen), Wurzelausscheidungen der Rosen und Mikroorganismen. Wenn Sie an diese Stelle dennoch Rosen auspflanzen möchten, so heben Sie ein sehr großes Pflanzloch (ca. 80 x 80 x 80 Zentimeter) aus und füllen es mit humoser Erde aus einem anderen Gartenbereich auf, in dem noch keine Rosen standen.

Rosen im Topf

Die beste Pflanzzeit, um Rosen in Töpfe und Kübel zu pflanzen, ist der Frühling. Im Prinzip können Sie jede Rose in einen Kübel pflanzen. Sie sollten aber widerstandsfähige Sorten bevorzugen, damit sie den Winter gut überstehen und weniger anfällig gegen Krankheiten sind.

Vorbereitung
Die Rosen werden gut gewässert und etwas eingekürzt. Die Dauer und der Schnitt richten sich dabei nach der Angebotsform: Containerrosen oder wurzelnackte Exemplare.

Pflanzgefäße
Die Töpfe, Tröge und Kübel sollten immer ausreichend groß und tief genug sein. Am besten ist eine zylindrische Form der Töpfe, da die Rosen lange Pfahlwurzeln besitzen. Der Wurzelballen muss auf jeder Seite des Pflanzgefäßes noch mindestens 10 Zentimeter Platz bis zur Gefäßwand zur Verfügung haben, um sich gut zu entwickeln. Die Gefäße müssen unbedingt über ein Abzugsloch verfügen.

Pflanzsubstrat
Auch für die Rosen im Topf ist Rosenerde aus dem Handel zu empfehlen. Wer jedoch selbst die Erde mischen möchte, der kann sie mit ca. einem Drittel ausgereiften Kompost und etwas fein gemahlenen Kalk und Mineraldünger versetzen, so wie die Mischung für die Rosen im Garten. Um sich im Sommer das Düngen zu ersparen, mischen Sie noch einige Hornspäne mit hinein. Diese haben eine gute Langzeitdüngerwirkung.

Rose einsetzen
  • Tonscherbe auf Abzugsloch
  • eine Schicht Kies darüber
  • darauf ein Stück Vlies
  • ein wenig Pflanzsubstrat einfüllen
  • Rose locker einsetzen
  • Veredlungsstelle ca. fünf Zentimeter unterhalb der Oberfläche
  • um den Wurzelballen Substrat auffüllen
  • Substratoberfläche zwei Fingerbreit unter dem Gefäßrand
  • Substrat gut andrücken
  • gut angießen
Fazit

Das Wachstum in den ersten Monaten sowie die erste Blüte der Rosen sind davon abhängig, wann sie gepflanzt werden, vor allem bei wurzelnackten Rosen. Während es Containerrosen einfacher haben, da sie schon eine beträchtliche Wurzelmasse mitbringen, müssen wurzelnackte Rosen erst noch gut durchwurzeln, um ausreichend Nährstoffe aufnehmen zu können - egal, ob sie in den Garten oder in Töpfe gepflanzt werden. Containerrosen können sogar eingepflanzt werden, wenn sie schon blühen.