Ameisen in Wohnung, Haus und Garten ohne Gift vertreiben

Ameisen in Wohnung, Haus und Garten ohne Gift vertreiben AmeisenAmeisen haben den Ruf als fleißige Arbeitstiere und leisten ihren Beitrag für die Ökologie. Sobald sie aber in unseren Gärten und Häusern auftauchen, werden Sie als störend empfunden. Von diesem Zeitpunkt an geht es nur mehr darum, wie man sich ihrer schnellstmöglich entledigen kann. Im Nachfolgenden werden Ihnen hier einige Tipps näher vorgestellt werden, mit deren Hilfe Sie das Ameisenproblem im Garten oder in der Wohnung lösen können, ohne die Ameisen

dabei gleich töten zu müssen.

Welche Gefahren gehen von Ameisen aus?

Für die Gesundheit von Menschen geht von Ameisen keine direkte Gefahr aus, sofern Sie nicht allergisch darauf reagieren. Trotzdem können sie unangenehme Nebeneffekte verursachen. Stiche oder Bisse von Ameisen können so zu teils schmerzhaften Rötungen der Haut führen. Die hierzulande eher selten vorkommenden Riesenameisen stellen sogar eine Gefahr für Ihre Möbel dar, da sie sich hauptsächlich von Holz ernähren. Daneben sind Sie gezwungen, von Ameisen befallene Lebensmittel zu vernichten. Haben Sie es im Garten mit einem Ameisennest zu tun, wird Ihnen das ebenfalls wenig Freude bereiten. Zum einen treten die kleinen Krabbler sehr gerne in Kombination mit Blattläusen auf und bieten diesen auch noch Schutz in ihrem Nest, zum anderen bearbeiten sie den Boden, sodass sie Ihren Pflanzen eventuell den Zugang zu wichtigen Nährstoffen verwehren. Im Weiteren sind Ameisen im Garten oder im Haus auch für das Auge alles andere als erfreulich.

Ameisen auf natürliche Weise vertreiben

Um sich die Ameisen vom Leibe zu halten, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, wobei hier nicht zwangsläufig der Einsatz von Gift erforderlich ist. Davon sollten Sie sich im Übrigen sowieso distanzieren, denn dadurch können Sie auch Kleinkinder und Haustiere einer unnötigen Gefahr aussetzen. Zudem müssen Sie die Ameisen auch nicht gleich töten, denn sie erfüllen für Sie auch durchwegs nützliche Dienste. So ernähren Sie sich beispielsweise von kleinen Insekten, die wiederum eine Bedrohung für die Pflanzen in Ihrem Garten darstellen. Auch wenn Sie über einen Komposthaufen verfügen, bringen diese kleinen Krabbler Vorteile mit sich, da sie diesen stetig umgraben. Um nun also erfolgreich gegen die Ameisen vorgehen zu können, müssen Sie wissen welches die natürlichen Feinde der Ameisen sind. Darunter fällt Folgendes hinein:
  • ätherische Kräuter wie Gewürznelken, Majoran oder Thymian
  • geruchsintensive Hausmittel wie Essig, Zimt oder Zitronen
  • Hügel einebnen
  • Pflanzenjauche
  • Wasser
  • Umsiedeln
Die ätherischen Kräuter können Sie problemlos im Garten anpflanzen. Ihr intensiver Duft wird von den Ameisen als abstoßend empfunden, was dazu führt, dass sie schlagartig die Flucht ergreifen werden. Denselben Effekt verursachen Sie mit Essig oder Zimt, allerdings nicht im Garten, sondern im Haus. Haben Sie dort eine Ameisenstraße erblickt, dann gießen Sie einfach ein bisschen davon über die Ameisenstraße und Sie werden sehen, dass es nicht lange dauern wird und die kleinen Krabbler packen ihre Koffer und verlassen Ihren Grund und Boden. Selbstverständlich können Sie auch die ätherischen Kräuter drüberstreuen. Auch mit Wasser können Sie viel erreichen. Wenn Sie das Ameisennest täglich gießen, werden sich die Ameisen alsbald relativ unwohl fühlen und weiterziehen.
Selbiges geschieht, wenn Sie einen bestehenden Ameisenhügel einebnen. Mit kochend heißem Wasser

erreichen Sie ebenfalls den zuvor erwähnten Effekt. Dies empfiehlt sich allerdings nur, wenn sich die Ameisen in einem Blumentopf oder auf der Terrasse eingenistet haben, und stellt nebenbei bemerkt eine eher brutale Methode dar, da Sie den Tod der Tiere so wohlwollend in Kauf nehmen. In all diesen Fällen gilt, dass Sie vorab über den genauen Standort des Ameisennestes Bescheid wissen müssen, um auch wirklich effektiv vorgehen zu können. Letzten Endes können Sie auch eine Umsiedelung der Ameisen in Betracht ziehen. Dafür benötigen Sie einzig einen Kübel, gefüllt mit Holzwolle oder Stroh, den Sie über das Ameisennest geben. Nach einigen Tagen werden die Ameisen dann vollständig dorthin umgezogen sein. Schließlich können Sie sie so an einem anderen Ort aussetzen. 

Kurzzeitige Lösungen

Um ihre Wege in Haus und Garten entscheidend zu beeinflussen, kann zwischenzeitlich noch auf eine Reihe anderer Mittel zurückgegriffen werden, bis die oben angeführten Mittel vollends ihre Wirkung zeigen. So können Sie zumindest einer weiteren Ausbreitung der Ameisen vorbeugen:
  • doppelseitiges Klebeband
  •  zerkleinerte Eierschalen
  • Zusammenkehren
Als ganz simpel erweist es sich, die Ameisen zusammenzukehren. Allerdings werden Sie damit definitiv nicht alle Ameisen erwischen, aber zumindest ist es Ihnen so gelungen, einige aus ihrem Haus zu befördern. Selbiges kann im Übrigen auch mit einem Staubsauger vollzogen werden.

Unter Berücksichtigung der hier angegebenen Ratschläge sollte das Ameisenproblem alsbald der Vergangenheit angehören unter gleichzeitigem Verzicht auf den Einsatz von Gift. Zudem können Sie so das Leben der Ameisen verschonen. Allerdings sollten Sie sich hierbei etwas in Geduld üben, denn diese Mittel wirken nicht von einem Tag auf den anderen.

Präventive Maßnahmen

Damit Sie sich erst gar nicht mit einer Ameisenplage auseinandersetzen müssen, können Sie präventiv einige Maßnahmen ergreifen, mit denen Sie Ameisen von Haus und Garten fernhalten. Dazu zählt beispielsweise Kreide. Wenn Sie vor ihrem Garten und ihrem Hauseingang einen Kreidestrich ziehen, können Sie sich sicher sein, dass die Ameisen diesen nicht überqueren. Allerdings müssen Sie diesen regelmäßig aufs Neue ziehen durch die Witterungsbedingungen im Freien. Denselben Effekt können Sie mit Kupfermünzen erreichen. Zudem sollten Sie niemals Lebensmittel über einen längeren Zeitraum offen herumstehen lassen, da Ameisen dadurch angezogen werden. Gleiches gilt für den Küchenabfall und die Nahrung von Haustieren. Gerne nutzen Ameisen auch kleine Spalten im Gemäuer oder in Türstöcken, um ins Innere des Hauses vorzudringen. Vergewissern Sie sich deshalb, dass sich keine derartigen Möglichkeiten für Ameisen bieten und falls doch, dichten Sie diese Stellen mit Silikon ab.

Vorbeugung

Vorbeugen kann man, in dem man darauf achtet, dass den Ameisen keine Lockstoffe zur Verfügung stehen. Also Arbeitsplatten, Fußböden möglichst frei von Fettresten halten, Verpackungen von Lebensmitteln, Backzutaten und Süßigkeiten fest verschließen und auch sonstige Speisen, und Speisereste, sowie Getränke nicht offen stehen und liegen lassen.

Sind aber trotzdem Ameisen ins Haus gekommen, kann man sie nur noch versuchen zu vertreiben, bzw. zu vernichten. Vertreiben lassen sich Ameisen aus Häusern nur recht schwierig, die Vernichtung kommt hier als Abhilfe eher in Frage. Im Freien kann man dafür sorgen, dass die Ameisen verschwinden. Ameisen mögen nichts, was sauer ist. Also die Ameisenstraßen mit Essig, oder Zitronensaft beträufeln, bringt die Ameisen dazu, die unmittelbare Gegend zu verlassen. So werden sie nicht vernichtet, sie ziehen einfach um. In der Nähe von Beeten ist allerdings etwas Vorsicht geboten, wenn man mit Essig hantiert. Pflanzen können von der Säure Schaden nehmen und das ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Besser also Stellen für die Essig-Aktion aussuchen, wo keine Pflanzen wachsen. Terrasse, Hausrand, usw. sind da die besseren Stellen. Auch heißes Wasser, mit einem kräftigen Spritzer Spülmittel hilft dabei, dass die Ameisen verschwinden. Leider gibt es keine Garantie dafür, dass nicht die nächste Kolonie an derselben Stelle wieder einzieht.