Hilfe gegen Grasmilben - Tipps

Grasmilben bekämpfen Grasmilben im RasenschnittIn der Zeit von April bis Ende Oktober sind die Grasmilben (Thrombinien) besonders aktiv. Speziell die Herbst-Grasmilben können Mensch und Tier ab der Sommerzeit bis in den Herbst hinein besonders zu schaffen machen.

Die Grasmilben halten sich sehr gern auf Rasenflächen, in Wiesengebieten oder in Waldgegenden auf, wo sie sich vom Saft verschiedener Gräser oder auch von Blattpflanzen ernähren. Einen Befall erkennt man oft an den hellen, pünktchenartigen Verfärbungen auf den Blättern. Die Larven dieser Milben sind

etwa nur einen halben Millimeter groß und scheinbar warten sie nur darauf, dass Menschen oder Tiere in ihre Nähe kommen.

Grasmilben bekämpfen
  • Es gibt kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen Grasmilben. Das kommt daher, dass es keine Pflanzenschädlinge sind.
  • Wichtig ist, den Rasen immer recht kurz zu halten. Das mögen die Grasmilben nicht.
  • Noch weniger können sie feuchten oder nassen Rasen leiden, also sprengen Sie ihn regelmäßig!
  • Helfen soll, den Rasen und evtl. auch Sträucher und Stauden mit einer 1 %igen Niemlösung zu bespritzen. Es muss sehr gleichmäßig gespritzt werden. Danach ist der Rasen gut zu wässern. Nach 4 Tagen soll der Vorgang wiederholt werden! Dazu muss nur noch eine 0,5 %ige Lösung verendet werden! Um dem erneuten Befall vorzubeugen kann man nach 14 Tagen noch einmal wiederholen. Ideal ist eine Behandlung aller vier Wochen.
  • Im Handel angeboten wird z.B. ein Zecken- und Grasmilben Konzentrat. Hersteller ist die Firma Neudorff. 500 ml kosten etwa 20 Euro.
    Wirkstoff ist ein Extrakt aus Chrysanthemenblüten. Es ist als nicht bienengefährlich angegeben. Ideal ist, den Stoff mit einem einfachen Netzmittel auf Seifenbasis zu mischen. Das bringt eine bessre Netzbarkeit in Rasen und Wildkrautflächen. Die Zecken und Milben werden besser erfasst.
  • Einige Hobbygärtner schwören auf eine Kalk-Stickstoff-Düngung Anfang Mai. Wichtig ist, vorher den Rasen schön kurz zu mähen und den Dünger bei gutem Wetter auszubringen. Es darf nicht gleich Regnen
Der Biss

Der Biss dieser kleinen orange-roten Spinnentierchen ist zwar an sich so gut wie harmlos, aber der quälende Juckreiz kann bis zu vierzehn Tage lang andauern! Besonders in der Taillengegend und an den Knöcheln, wo die mit der Haut durch Reibung in besonderem Kontakt stehenden Kleidungsstücke dazu beitragen, dass ca. 2 Tage nach dem Biss - also dann, wenn die Tiere längst nicht mehr mit dem Körper in Berührung sind -  lästige, stark juckende Rötungen entstehen - ähnlich wie bei einem Mückenstich. Einige Menschen reagieren häufig sogar allergisch auf den Biss einer Grasmilbe: große, juckende Quaddeln bilden sich auf den betroffenen Körperregionen.

In Anbetracht dieser Unannehmlichkeiten stellt sich die Frage, wie man einem Milbenbefall am besten vorbeugen kann. Fakt ist, dass häufiges Rasenmähen die Grasmilben in ihrer Ruhe stört und sie sich aufgrund dessen schon recht bald verziehen. Während der Gartenarbeit ist es zudem hilfreich, lange Kleidung zu tragen und Insektizide zu verwenden.

Rasen mähenÜbrigens locken weiße Kleidung und nackte Haut die kleinen Tierchen in besonderem Maße an. Einen kleinen Trost gibt es allerdings für uns Menschen: Grasmilben können sich auf unserer Haut nicht lange halten, so dass sie spätestens ein- bis

zwei Tage abfallen. Aber diese Zeitspanne reicht oft leider schon aus, um sich beißen zu lassen.

Wie kann man feststellen, dass sich Grasmilben im Garten befinden?

Das geht ganz einfach. An einem sonnigen Tag legt man ein größeres Blatt weißes Papier mitten auf dem Rasen aus. Wenn Grasmilben im Rasen sind, sammeln sie sich recht schnell auf dem Blatt in der warmen Sonne. Auf dem weißen Untergrund kann man die rötlichen Tiere als winzige Pünktchen erkennen.

Fazit

Grasmilben sind nicht wirklich gefährlich, aber sehr lästig. Man kann sie schlecht bekämpfen, bzw. man erwischt nie alle. Sie kommen immer wieder. Am besten ist Vorbeugung.