Insektizide - Wirkungsweise, Nachteile und Gefahren

Insektizide - Wirkungsweise, Nachteile und Gefahren

Sicher gibt es einige Insekten, die wir gerne ansehen und gegen die wir nichts einzuwenden haben. Gleichzeitig gibt es aber auch welche, auf die wir problemlos verzichten könnten.

pflanzenschutz2_flHier wären zum Beispiel Fliegen, Mücken oder Zecken zu nennen.

Menschen, Tiere und Pflanzen können unter Insekten leiden. Daher ist der Griff zum Insektizid häufig schnell gemacht. Doch was ist eigentlich ein Insektizid? Wie wirkt es und birgt es Gefahren für die Gesundheit in sich?

Die Wirkung eines

Insektizids


Ins Deutsche übersetzt handelt es sich bei einem Insektizid um ein Schädlingsbekämpfungsmittel. Eine Wirkung sollte daher gegen Insekten in all ihren Formen – Ei, Larvenstadium, Puppe, fertig entwickeltes Tier – vorliegen.

Natürlich wirkt nicht jedes Insektizid gegen alle Insekten in jedem Entwicklungsstadium. Daher gibt es verschiedene Insektizide. Außerdem stellen die verschiedenen Lebewesen von ihrer eigenen körperlichen Beschaffenheit her ebenfalls unterschiedliche Ansprüche an Insektizide. Ein Insektizid für Tiere kommt in der Regel nicht bei Pflanzen zum Einsatz.

Die Insektizide enthalten hauptsächlich als wirksame Bestandteile Carbamate, Pyrethrum, Organophosphorverbindungen, Pyrethroide und Organochlorverbindungen. Sie werden auf mannigfaltige Weise von den Insekten aufgenommen.

Manche Insektizide müssen gefressen werden, um zu wirken, andere wiederum müssen lediglich mit dem Körper des Insektes in Berührung kommen, wieder andere werden eingeatmet. All diese Wirkungen können sich ebenfalls bei Menschen und Tieren sowie Pflanzen zeigen. Daher sind Insektizide nicht unbedenklich.

Insektizide – Nachteile und Gefahren für Menschen, Tiere und Pflanzen

Nicht ungefährlich ist die Anwendung von Insektiziden im Wohnbereich. Hier muss überaus exakt auf die
Gebrauchsanleitung geachtet werden. Ein Großteil der Insektizide sind Nervengifte, die bei unsachgemäßer Anwendung ebenfalls auf Mensch und Tier die gleiche Wirkung haben können wie auf die zu vernichtenden Insekten.

Zwar kommt es selten zum Tode, allerdings sind die Gefahren trotzdem nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. So können zum Beispiel Durchfall und Erbrechen auftreten, was für Kinder und ältere Menschen eine ernstzunehmende Gefahr darstellt.

Bei Hautkontakt mit einem Insektizid kann es zu Reizungen derselben kommen, wurde das Insektizid eingeatmet, können Reizungen der Atemwege, ein Lungenödem, Asthma und sogar eine Atemlähmung die Folge sein. Sehr häufig – und das kann selbst bereits bei einer sachgemäßen Anwendung der Fall sein – treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Müdigkeit auf.

Besonders schwerwiegend sind aus der Anwendung von Insektiziden resultierende Schäden an Leber und Nieren und Herzrhythmusstörungen, die bis zum Stillstand des Herz-Kreislauf-Systems führen können.

Muss es denn immer ein Insektizid sein?pflanzenschutz_fl

Natürlich ist nicht jedes Insektizid mit Nebenwirkungen behaftet. Man sollte sich aber vor jeder Anwendung vor Augen führen, was passieren kann und wirklich nur im äußersten Notfall auf ein Insektizid zurückgreifen. Viele Insekten lassen sich durch ungefährliche Duftstoffe oder Hausmittel fernhalten bzw. vertreiben.

Hat man den Befall durch unangenehme Insekten festgestellt, sollte man sich erst einmal informieren, welche Möglichkeiten es zur Bekämpfung gibt. Das Internet ist hier etwa eine gute Adresse. Viele Informationen finden sich in diesem Medium und auch die Kontaktdaten kompetenter Ansprechpartner.

Es muss dementsprechend nicht sofort in den nächsten Supermarkt oder in

die Drogerie gelaufen werden und die chemische Keule herausgeholt werden. Schließlich geht es ebenfalls um die eigene Gesundheit.

Zum Schluss noch ein typisches Beispiel, welches eine natürliche Bekämpfung von Insekten demonstrieren soll. Im Sommer sind Mücken für viele ein besonderes Ärgernis. Bevor man nun zum Insektenspray greift, um das Schlafzimmer bzw. das ganze Haus von den Plagegeistern zu befreien, kann man es einmal mit Zitronenscheiben, welche mit Gewürznelken gespickt sind, versuchen. Sie wirken innen und außen.

Zimt-, Lavendel- oder Kampferöl auf den Körper gerieben, schützen vor Stichen. Allerdings das Öl nur im verdünnten Zustand beispielsweise mit Körperlotion verwenden.