Was sind Molluskizide - Bekämpfung von Schnecken

Was sind Molluskizide - Bekämpfung von Schnecken Schnecken sehen harmlos aus, können im Garten aber empfindliche Schäden anrichtenMolluskizide ist eine Gruppenbezeichnung für chemische Mittel, mit denen im Garten und in der Landwirtschaft beziehungsweise Gemüse- und Pflanzenaufzucht Weichtiere und hier vor allem auch die Schnecken bekämpft werden sollen. Denn gerne fressen die Schnecken viele Gemüsesorten und Salate, sowie Getreide, Raps und Rüben auf den Feldern aber auch Erdbeeren und viele Zierpflanzen, die man sich liebevoll im Garten herangezogen hat.
 
Um was

handelt es sich bei den Molluskiziden?

Gegen den Schneckenbefall gibt es daher viele Arten von chemischen Mitteln zu erwerben. All diese im Handel erhältlichen Mittel enthalten eines oder mehrere der chemischen Mittel:
  • Metaldehyd
  • Aluminiumsulfat
  • Eisen-III-Phosphat
  • Methiocarb
So sind solche Molluskizide, die aus Metaldehyd oder auch Methiocarb hergestellt werden, leider auch schädlich und gefährlich für Haustiere aber auch für die nützlichen Tiere in der freien Natur, wie zum Beispiel Regenwürmer, Bienen und Vögel. So darf das Schneckenbekämpfungsmittel, welches aus Metaldehyd besteht, nicht in jeder Jahreszeit angewandt werden, auch muss hier sichergestellt sein, dass Haustiere auf keinen Fall damit in Kontakt kommen können.

Aber auch vor Kindern muss man dieses Mittel unbedingt verschließen, denn für ein Kind können schon 2 Gramm Metaldehyd tödlich sein! Bei einem erwachsenen Menschen sind es ebenfalls nur 4 Gramm. Daher sind Molluskizide aus Metaldehyd oder Methiocarb eher für die Landwirtschaft und den Gemüse- oder Getreideanbau im großen Stil geeignet und hier eventuell auch sinnvoll.

Schnecken mit alternativen Mitteln bekämpfen

Bekannt, auch unter vielen Freizeit- und Hobbygärtnern, ist das sogenannte Schneckenkorn. Dieses Molluskizid besteht aus Eisen-III-Phosphat und wird gerne im eigenen Gemüse- und Blumengarten eingesetzt, wenn man von Schnecken geplagt wird. Da Eisen-III-Phosphat ein Bestandteil des Bodens und des Erdreichs ist, gilt es als umweltfreundliche aber auch sehr wirksame Alternative zu solchen Molluskiziden, die aus Metaldehyd oder Methiocarb bestehen.

Dennoch sind auch die Molluskizide auf der Basis von Eisen-III-Phosphat nur mit Vorsicht im eigenen Garten anzuwenden. Denn das Schneckenkorn zieht mit seinem Geruch auch die Schnecken aus den Nachbargärten
an. Gut ist hier vor allem ein langsam wirkendes Mittel, bei dem sich die Schnecken noch zum Sterben in die Erde zurückziehen können. So werden sie nicht noch von anderen Tieren, wie zum Beispiel Vögeln gefressen und es kann hier auch kein weiterer Schaden angerichtet werden.

Wann dürfen Molluskizide eingesetzt werden

Alle Molluskizide dürfen auf keinen Fall einfach wahllos eingesetzt werden! Auch die Privathaushalte müssen sich hier an die Vorgaben und Richtlinien halten. Es gibt hier entsprechend klare Vorschriften, auf die der Verkäufer oder der Hersteller auch hinzuweisen hat. Denn so kann bei falscher Anwendung eines Produktes zum Beispiel das Grundwasser verseucht und somit der Umwelt sehr geschadet werden.

Schneckenkorn ist ein probates Mittel gegen Schnecken - das kleinere Übel unter den MolluskizidenAlternativen zu chemischen Waffen

Besser sind daher auf jeden Fall im eigenen kleinen Garten immer wirksame Schneckenmittel, die ohne Chemikalien auskommen. Sobald man den ersten Befall von Schnecken in Form einer Schleimspur oder angefressener Blätter und Früchte feststellt, sollte

man sofort handeln. Ganz ohne Chemie kommen hier zum Beispiel die sogenannten Salathauben aus, die man über die einzelne Pflanze stülpt und gut im Erdreich befestigt. Diese Hauben sind jedoch für alle Pflanzen geeignet, die sich noch im frühen Wachstum befinden - nicht nur für Salat.

Ein anderes, sehr wirksames Mittel sind Schneckenzäune, welche rund um die gefährdeten Pflanzen oder aber ein ganzes Beet errichtet werden. Auch diese müssen gut in der Erde eingebracht werden, auch sollte man darauf achten, dass keine Blätter nach außen hängen, die die Schnecken sodann wieder als Leiter nutzen könnten. Ebenfalls muss auf bestehende Altlasten, wie zum Beispiel Schneckeneier, im Beet geachtet werden.

Wissenswertes zu Molluskiziden im Überblick
  • Molluskizide sind chemische Mittel, die besonders gegen Schnecken eingesetzt werden. Ihre Wirkstoffe sind Metaldehyd und Aluminiumsulfat sowie Eisen-III-Phosphat und Methiocarb.
  • Ein sehr bekanntes Molluskizid ist das Schneckenkorn, welches das am häufigsten verwendete Ungeziefervernichtungsmittel ist. Es ist kornförmig gepresst und wird im Garten- und Hausbereich gegen Schneckenbefall eingesetzt. Die enthaltenen Stoffe wirken auf Schnecken anziehend und werden von diesen aufgenommen.

  • Hierbei erfolgt die Aufnahme entweder über den Magen-Darm-Trakt, sodass die Schnecken einige Tage später getötet werden oder über eine Aufnahme durch Berührung, bei der die Wirkstoffe über die Schleimhaut in den Körper der Schnecke gelangen. Daran sterben die Schnecken an Ort und Stelle und müssen per Hand entfernt werden.
  • Das Schneckenkorn wirkt bei allen Schnecken, sodass auch Gehäuseschnecken, wie die unter Naturschutz stehende Weinbergschnecke, betroffen sind. Bei Schneckenkorn ist zu beachten, dass es auch für Haustiere wie einen Hund tödlich sein kann. Jedoch wird Schneckenkorn immer wieder verharmlost.

  • Eine wirksame und umweltfreundliche Alternative zu dem Schneckenkorn sind Molluskizide, die Eisen-III-Phosphat enthalten. Nach Aufnahme dieses Mittels verkriechen sich die Schnecken in Erdreich und verlieren die Freunde am Fressen. Nach wenigen Tagen verhungern die Schnecken.