Feuerwanze - beeindruckendes Tier mit wechselnder Farbgebung

Feuerwanze - beeindruckendes Tier mit wechselnder Farbgebung Die Feuerwanze gehört zur Familie der Wanzen. Weltweit gibt es 400 Arten Feuerwanzen, fünf Arten davon kommen in Europa vor, wovon zwei Arten in Mitteleuropa leben. Das Hauptverbreitungsgebiet der Feuerwanze sind jedoch die Tropen und die Subtropen.

kaefer flDie Feuerwanzen können eine Körperlänge von 8 bis 30 mm erreichen. Sie haben einen lang gestreckten Körper, der gelb, rot, schwarz oder weiß gefärbt ist. Die Färbung der Tiere ist variabel und abhängig von den

Temperaturen. Die Temperaturen beeinflussen nämlich die Bildung der Pigmente in der Cuticula. Auch während ihrer Entwicklung, bzw. der Häutung kann sich die Farbe verändern.

Die Feuerwanzen haben neben den Facettenaugen auch zwei kleine Punktaugen. Die Fühler der Feuerwanze sind viergliedrig und in etwa halb so lang wie der Körper. Einige Feuerwanzen, deren Flügel gut ausgebildet sind, können auch fliegen.

Feuerwanzen findet
man in der Regel in großer Zahl in hohlen Baumstämmen, aber auch auf Steinen. Sie ernähren sich von Pflanzensäften, welche sie zum Beispiel aus abgefallenen Samen von Bäumen und anderen Pflanzen saugen. Feuerwanzen greifen aber auch andere Insekten, bzw. deren Eier an.

Unter Feuerwanzen kommt auch gelegentlich Kannibalismus vor. Zu ihrer Verteidigung können die Feuerwanzen aus Stinkdrüsen eine Flüssigkeit absondern.

Die Gemeine Feuerwanze & weitere Arten
  • In Europa, Nordafrika, Mittelamerika und Asien lebt die Gemeine Feuerwanze. Man trifft sie hier in Parkanlagen oder Alleen mit Robinien, Kastanien oder alten Linden. Insbesondere sitzt sie gerne auf heißen Steinen. Zusammengehalten wird eine Gruppe Feuerwanzen durch Pheromone, die aus Drüsen abgesondert werden. Droht beispielsweise Gefahr, zerstreut sich die Gruppe durch das Aussenden von Alarmpheromonen.
  • Andere Feuerwanzen-Arten sind die Pyrrhocoris marginatus, die Pyrrhocoris niger Reuter,  die Scantius aegyptius und die Scantius forsteri. Einige Feuerwanzen sind auch als Schädlinge verschrien. Zum Beispiel die Arten der Gattung Dysdercus, denn diese saugen an den Baumwollpflanzen. Die Feuerwanzen in Mitteleuropa überwintern als ausgewachsene Tiere. Ab Mitte März verlassen sie an warmen Tagen ihre Überwinterungsquartiere im Boden.