Die Hummel - ein zu Unrecht gefürchtetes Insekt

Die Hummel - ein zu Unrecht gefürchtetes Insekt Hummeln sind Vertreter aus dem Tierreich, die unseren Kindern oft Angst einjagen. Ihre relativ große Statur, ihre gelbschwarzen Warnstreifen und ihr oft sehr lautes Brummen fördern ihren Beliebtheitsgrad nicht gerade. Hummeln sind aber nicht gefährlich, wenn man sie in Ruhe lässt.

hummel2 flHummeln gehören zu den Bienen und leben in Volksgemeinschaften von bis zu 600 Tieren. Beschäftigt man sich einmal näher mit den Hummeln, dann überkommt einen ein fast trauriges

Gefühl.
Die Hummeln leben nur sehr kurze Zeit, und dabei sind sie so wertvoll für unsere Gärten. Ein Volk bei uns in Europa lebt nur ein Jahr, danach geht es zugrunde. Dabei leben die Drohnen und die Arbeiterinnen gerade einmal vier Wochen, die Königin eines Volkes wird ungefähr ein Jahr alt.


Äußere Merkmale der Hummel

Wir erkennen die Hummeln in unseren Gärten an ihrem pelzigen Körper, der rund und fast plump wirkt. Hummeln besitzen weiterhin einen Rüssel zur Nahrungsaufnahme, Fühler und Facettenaugen. Weltweit gibt es unwahrscheinlich viele Arten von Hummeln, in Europa sind es ungefähr 70 verschiedene. Da gibt es zum Beispiel die Steinhummel, die Ackerhummel, die Dunkle Erdhummel und die Gartenhummel.

Gründung eines neuen Volkes & Ernährung
  • Um den Fortbestand zu sichern, sucht sich eine Jungkönigin im Frühjahr einen Platz für ein Nest, für ein neues Volk. Diesen Platz findet sie, je nach Hummelart,
    im Boden, im Moos oder auch in Bäumen. Die Königin sammelt Nektar und Pollen und baut die Zellen aus Wachs, in die sie dann die Eier ablegt. Nach verschiedenen Larvenstadien schlüpfen kleine Hummeln und die Königin baut weitere Zellen.
  • Hummeln ernähren sich und ihr Volk mit Pollen und Nektar, nicht zuletzt um ihren ungeheuer großen Energiebedarf zu decken. Dafür sind sie bis zu 18 Stunden am Tag unterwegs, egal, wie das Wetter aussieht.
Bedeutung der Hummeln & Maßnahme zum Schutz des Insekts
  • Und da sind wir auch schon bei ihrer großen Bedeutung für Gärtner. Hummeln fliegen bis zu 1000 Blüten am Tag an und bestäuben diese. Sie sind dabei im Gegensatz zu Bienen temperaturunempfindlich und sehr fleißig. Sie werden dadurch zu wichtigen Helfern der verschiedensten Pflanzenarten und zum überaus beliebten Gartengast.
  • hummel flNun steht dem aber entgegen, dass es immer weniger Hummeln gibt und einige Arten bereits ausgestorben sind. Auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen im Moment 16 verschiedene Hummelarten, die unbedingt gerettet werden müssen. Deutschland hat spezielle Schutzbestimmungen im Bundesnaturschutzgesetz erlassen und die Hummeln unter diesen gesetzlichen Schutz gestellt.

  • Wichtig für den Erhalt der Hummeln sind ausgewogene Bepflanzungspläne, so dass es zu möglichst jeder Zeit des Jahres blühende Pflanzen gibt, was den Hummel wiederum Nahrungsquelle ist.

  • Sie als Kleingärtner können ebenso einen aktiven Beitrag leisten zum Schutz der Hummel. Wählen Sie einige nektarreiche Pflanzenarten für Ihren Garten aus, die im Spätsommer und im Herbst blühen.
  • Und so ist die Geschichte der Hummel ein Stück weit eine traurige Sache. Das kurze Leben, die Gefahr vor der Ausrottung und die viele Arbeit, die diese Tiere leisten, verdienen unseren Schutz. Helfen Sie mit und

    geben Sie diesen Tieren ein Zuhause. Und wenn Ihre Kinder das nächste Mal Angst bekommen, dann erzählen Sie doch die Geschichte der Hummel, die auf Nahrungssuche für ihr Volk ist, wenn sie an uns vorbei brummt.