Libellen - gefährdete Schönheiten

Libellen - gefährdete Schönheiten Der Sommer ist da und das erkennt man unter anderem an den fliegenden Libellen. Manche machen sogar Geräusche beim Fliegen, die an einen Hubschrauber erinnern. Natürlich nicht ganz so laut. Libellen gibt es in den herrlichsten Farben und haben wir etwas Wasser in der Nähe, dann sehen wir mit Sicherheit hin und wieder einen Vertreter dieser Insektengruppe.

libelle flBei den Libellen gibt es an die 4500 verschiedene Arten, wovon man in unseren Breiten nur etwa 80 kennt. Was den grundsätzlichen

Körperbau angeht, so unterscheiden sich Libellen kaum von anderen Insekten, aber sie besitzen einige wichtige Merkmale, die andere nicht haben.

Charakteristische Merkmale der Libelle

Fangen wir mit den Flügeln an. Die kleinsten Libellen haben lediglich eine Spannweite von zwei Zentimetern, die größten dagegen zeigen eine stolze Breite von fast zwanzig Zentimetern. Sie sind in der Lage, ihre Flügelpaare unabhängig voneinander zu bewegen. Dadurch ist es ein leichtes Spiel für Libellen, ihre Richtung abrupt zu ändern oder auch im Flug stehen zu bleiben. Sie erreichen aufgrund ihrer Flügel Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern.

Ein weiteres sehr wichtiges Merkmal sind die Augen der Libellen. Es handelt sich hierbei um so genannte Facettenaugen, die sehr groß sind und aus vielen kleinen Einzelaugen bestehen. Bei einigen Libellenarten wurden an die 30.000 Einzelaugen gezählt.
Das ist für uns Menschen schlecht nachvollziehbar, aber die Natur richtet oft eigenartige Gegebenheiten ein.

/>Zwischen diesen großen Augen hat die Libelle außerdem drei kleinere Punktaugen. Nimmt man diese Augen alle zusammen, kann man sagen, dass die Libelle über den wahrscheinlich besten Sehsinn im Bereich der Insekten verfügt.

Lebensraum & Nahrungsbeschaffung der Libelle
  • Libellen findet man oft in Wassernähe, da ihre Larven auf das Wasser angewiesen sind. Aber insgesamt sind sie nicht immer in der Nähe von Gewässern, sondern fast überall anzutreffen, sogar in Städten.
  • Libellen sind Räuber, sie fangen ihre Nahrung, also ihre Beutetiere im Flug. Beutetiere sind dabei vornehmlich andere, kleinere Insekten. Manchmal werden sogar eigene Artgenossen angegriffen. 
  • Vielleicht haben Sie schon gesehen, dass sich Libellen gern in der warmen Sonne aufhalten. Das tun sie tatsächlich mit wachsender Begeisterung, denn in der Sonne heizen sie ihren Körper, vor allem die Muskulatur auf.
Paarungsritual

Die Paarung der Libellen verläuft genau wie die Jagd im Flug. Auch das kann man als aufmerksamer Beobachter oft sehen. Die Weibchen legen dann meist im Wasser die Eier ab und somit ist gesichert, dass nach den je nach Art unterschiedlichen Larvenstadien auch im nächsten Sommer wieder Libellen den Weg in Ihren Garten finden.

Libellen sind stark bedroht!

Das Leben der Libellen hat aber auch einen bitteren Beigeschmack, fast zwei Drittel der bei uns bekannten Arten sind gefährdet, was unter anderem auf die Trockenlegung von Gewässern und die ungeheuere Verschmutzung der Umwelt zurück zu führen ist. Daher stehen in Deutschland alle Libellenarten unter Artenschutz und dürfen weder gequält noch gefangen werden.

Haben Sie Libellen an Ihrem Gartenteich, dann erfreuen Sie sich einfach an deren Anblick und sagen Sie Ihren Kindern, dass Libellen in keinster Weise gefährlich sind. Sie sind nämlich völlig ungiftig und stechen nicht.

Es ist einfach eine Freude, die Libellen in ihren prächtigen Farben und mit ihren schimmernden Flügeln fliegen zu sehen und sie zu hören.